Medieninformation Freitag, 28.11.2025, 12:30 Verbesserte Rahmenbedingungen für die Tourismuswirtschaft LR Tittler: Verfahrensbeschleunigung und steuerliche Erleichterungen
Sölden (VLK) – Die TourismusreferentInnen der Länder trafen sich gemeinsam mit der zuständigen Staatssekretärin Elisabeth Zehentner zu Gesprächen in Sölden. Aus Vorarlberger Sicht waren insbesondere die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Tourismusbetriebe von großer Bedeutung, informierte Landesrat Marco Tittler.
„Um die Ertragslage der Betriebe zu stärken und die Qualität für unsere Gäste zu steigern, müssen die Rahmenbedingungen kontinuierlich verbessert werden“, erklärt Tittler. Maßnahmen wie der Abbau von Bürokratie oder die Stärkung des Fachkräftemarkts sind wesentlich, um dieses Ziel zu erreichen und gleichzeitig den Gästen den gewohnt hohen Qualitätsstandard anbieten zu können. Tittler verweist in diesem Zusammenhang auch auf notwendige Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Betriebsnachfolgen. Im Jahr 2024 wurden österreichweit rund 7.800 Betriebe an Nachfolger übergeben – um 4,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch in Zukunft wird mit einer steigenden Tendenz gerechnet.
„Zu den aktuell größten Herausforderungen im Zusammenhang mit Betriebsübergaben zählen insbesondere die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Auflagen, die bei Investitionen schlagend werden“, informierte der Landesrat. Um Betriebsnachfolgen zu erleichtern und abzusichern, sind gezielte Maßnahmen erforderlich. Die im Regierungsprogramm der Bundesregierung (2025 bis 2029) geplanten Maßnahmen betreffend Verfahrensbeschleunigung und Genehmigungserleichterung im Betriebsanlagenrecht werden ausdrücklich begrüßt – Tittler: „Es bedarf jedoch dringend weiterer Maßnahmen, um den bestehenden Herausforderungen zu begegnen. Hier sehe ich gerade bei den steuerlichen Rahmenbedingungen noch Luft nach oben.“ Als konkretes Beispiel nannte der Landesrat die „Betriebsübernahme“-Abschreibung - BetriebsübernehmerInnen sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Investitionen in den Betrieb in den ersten drei Jahren sofort abzuschreiben.
Digitalisierung des Meldewesens
Ein modernes, effizientes und sicheres Meldewesen ist für Verwaltung, Sicherheit und Statistik von zentraler Bedeutung. Im Zuge der Digitalisierung des Meldewesens soll künftig auch die Tourismus-Statistik-Verordnung in die geplante Digitalisierung einbezogen werden. Damit könnten die Gemeinden ihre Meldeverpflichtungen an die Statistik Austria effizienter erfüllen und gleichzeitig Verwaltungsaufwand und Kosten reduzieren, führte Landesrat Tittler an: „Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Mittel und personeller Ressourcen ist dies ein Gebot der Stunde“.
- Redaktion
- Thomas Mair
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