Medieninformation Freitag, 28.11.2025, 09:00 Landesrätin Schöbi-Fink: Ehrenamt bereichert das Kulturleben Dankeabend der Landesregierung für Kulturschaffende
Rankweil (VLK) – Das breite und vielfältige Kulturleben in Vorarlberg ist zu einem großen Teil auch durch ehrenamtliches Engagement mitgeprägt. Um dieses Tun und Wirken gebührend zu würdigen, lädt die Landesregierung jedes Jahr besonders verdienstvolle Persönlichkeiten zu einem Dankeabend. Gestern (Donnerstag, 27. November) in Rankweil begrüßte Kulturlandesrätin Barbara Schöbi-Fink zu diesem traditionellen Anlass Franz Elsensohn, Iris Biatel-Lerbscher, Maria Hagleitner und Alwin Rohner, um ihre Wertschätzung für deren Leistungen auszudrücken. „Kultur hat viele Gesichter und viele Funktionen. Sie bildet, unterhält und bringt uns zusammen. Die aktive und vielgestaltige Szene in Vorarlberg lebt davon, dass es Menschen gibt, die sich – oft auch außerhalb des Rampenlichts – mit Kreativität, Idealismus und viel Herzblut einbringen“, so Schöbi-Fink.
Franz Elsensohn, geboren 1929, ist pensionierter Hauptschullehrer aus Götzis mit großer Begeisterung für die Vorarlberger Sagenwelt. Diese war schon in der Zeit seiner aktiven Berufstätigkeit stets ein Lieblingsthema, dem er sich seit seiner Pensionierung in besonderem Maße zugewandt hat. 1995 veröffentlichte er sein erstes Buch, inzwischen sind es über 40 – in den meisten geht es um Sagenhaftes einer Ort- oder Talschaft Vorarlbergs. Zuletzt erschienen sind u.a.: „Himmlisches und Teuflisches“ (2019), „Sagenhaftes Au“ (2018), „Allerhand von Sattaas“ (2014) oder „Vom Klushund“ (2013). In einem anderen Werk – „Fünf Jahre sind genug: Erinnerungen eines Internats-Zöglings (1950 – 1955)“ – lässt der Autor in den Erinnerungen an seine Zeit im Salvatorkolleg Lochau-Hörbranz das Klosterleben der 1950er Jahre wieder „aufleben“.
Der Name Iris Biatel-Lerbscher ist untrennbar mit dem Theater in Hard verknüpft. Die ausgebildete Sozialarbeiterin war maßgebende Initiatorin und langjährige Obfrau der Kulturwerkstatt Kammgarn und ist seit 2002 Herz und Kopf des Puppentheaters Hard. Die Puppentheatergruppe Hard besteht aus engagierten Frauen, die sich zum Ziel gesetzt haben, Figurentheater für Kinder ab drei Jahren lustvoll auf die Bühne zu bringen. Die Stücke schreiben sie selbst, den musikalischen Teil übernehmen befreundete Musiker. Iris Biatel-Lerbscher zeichnete verantwortlich für das künstlerische Konzept und die Regie beim Projekt „Hard goes Wonderland“ mit über 120 Kindern und Jugendlichen aus Harder Schulen, Musikschule, Kammgarn u.a. Im Jahr 2023 war sie Ideengeberin und Mitinitiatorin des „Treffpunkt Leerstand“ in Hard. Im Hafner wird 1 x wöchentlich ein Ort geöffnet, der zum Treffen einlädt.
Die 1942 in Bregenz geborene Maria Hagleitner ist Gründerin und ehemalige Direktorin der Bregenzer Krankenpflegeschule. Nach ihrer Pensionierung bildete sie sich als Psychotherapeutin weiter und arbeitet zudem seit über 20 Jahren in der Krisenintervention. Seit Jahrzehnten beschäftigt sie sich intensiv mit der Entwicklung der Krankenpflege. So entstand eine umfangreiche Sammlung an pflegerelevanten Gegenständen – Pflegehilfsmittel, Geräte, Kleidung, medizinische Produkte, Literatur u.a. Das Frauenmuseum Hittisau bot 2017 bis 2018 in der Ausstellung „Pflege des Lebens. Betreuung. Pflege. Sorgekultur“ eine kulturhistorische und aktuelle Annäherung an dieses brisante Thema. Die Pflegesammlung von Maria Hagleitner wurde vor ein paar Jahren vom vorarlberg museum übernommen. Es ist eine Reise in die Geschichte der Pflege und eine Begegnung mit einer Frau, die ihr ganzes Leben bis zum heutigen Tag der Pflege widmet.
Alwin Rohner aus Lauterach wurde 1939 in eine Unternehmerfamilie geboren. Er ist im Bauhandwerk daheim und begann im Alter von 30 Jahren erstmals Kunst zu sammeln. 1996 überantwortete er seine Sammlung einer Stiftung und gründete ein Museum, um die Werke einer breiten interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seit 25 Jahren besteht das private Museum „Kunst im Rohnerhaus“ in Lauterach. Es beherbergt eine große Zahl von Werken heimischer KünstlerInnen, die einen ansehnlichen Querschnitt über das regionale Kunstschaffen der letzten 200 Jahre darstellen. Zudem gibt es jedes Jahr zwei umfassende Ausstellungen auch mit zeitgenössischen KünstlerInnen, deren Werke nicht in Rohners Besitz sind.
Das Rohnerhaus bietet auch Familien mit Kindern einzigartige Möglichkeiten, um Kunst zu erleben und zu genießen – interaktive Führungen, Workshops und Aktivitäten, die es ermöglichen, spielerisch mehr über Kunst zu lernen und die eigene Kreativität zu entfalten.
- Redaktion
- Gerhard Wirth
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