Presseaussendung · 09.07.2024 Auf dem Weg zum Top-Standort für Forschung und Innovation Vorarlberger Wissenschafts- und Forschungsstrategie 2030+ setzt auf Ausbau der Forschungsinfrastruktur und Ausweitung von Kooperationen

Veröffentlichung
Dienstag, 09.07.2024, 15:37 Uhr
Themen
Wissenschaft/Forschung/Wirtschaft/Wallner/Schöbi-Fink/Tittler
Redaktion
Gerhard Wirth

Bregenz (VLK) – "Vorarlberg hat das Potenzial zu einem führenden Forschungs- und Wissenschaftsstandort in Europa. Wir wollen dieses Potenzial voll entfalten“, betonte Landeshauptmann Wallner bei der Vorstellung der neuen Vorarlberger Wissenschafts- und Forschungsstrategie 2030+ im heutigen (Dienstag, 9. Juli) Pressefoyer gemeinsam mit Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink und Landesrat Marco Tittler sowie dem Co-Autor der Strategie, Thomas Wiesinger (Pöchhacker Innovation Consulting, Linz). In einer globalisierten Welt, in der technologische Innovationen und wissenschaftliche Fortschritte immer schneller voranschreiten, sei die Fähigkeit von entscheidender Bedeutung, sich laufend an neue Entwicklungen anzupassen und diese aktiv mitzugestalten. Deshalb zielt die neue Strategie darauf ab, die Forschungsinfrastruktur im Lande auszubauen, digitale und technische Kompetenzen zu fördern und die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung weiter zu intensivieren.

Die neue Wissenschafts- und Forschungsstrategie Vorarlberg 2030+ sieht vor, die Forschungsinfrastruktur insbesondere im Bereich der technischen und digitalen Kompetenzen auszubauen, und setzt besonders auf die Förderung von Future Skills, also zukunftsorientierten Kompetenzen, auf die es in der modernen Arbeitswelt besonders ankommt. Hierzu zählen vor allem Fähigkeiten in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Weil die enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren aus Wissenschaft und Wirtschaft essenziell für die erfolgreiche Umsetzung der Strategie ist, wird großer Wert wird auf die Förderung von Kooperationen und Netzwerken gelegt. 

Vorarlberg habe bereits in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte im Bereich Forschung und Entwicklung gemacht, erklärte Landeshauptmann Wallner und verwies auf die massiv gestiegenen F&E-Ausgaben sowie auf die Tatsache, dass diese in Vorarlberg zu über 90 Prozent – das ist österreichweit der mit Abstand höchste Wert – durch die Wirtschaft finanziert werden. „Das spricht für große Praxisnähe. Geforscht wird direkt am Bedarf der Wirtschaft“, sagte Wallner. Vorarlberg verfüge zwar über keine eigene Universität, habe aber einen Trumpf in Form einer besonders forschungsstarken Fachhochschule und deren enger Kooperation mit heimischen Unternehmen sowie über die Landesgrenzen hinaus, wie etwa mit der Universität St.Gallen (HSG). „Es besteht großes Potenzial für weitere Forschungskooperationen und eine noch internationalere Ausrichtung“, so Wallner.

Auch Landesstatthalterin Schöbi-Fink unterstrich die Bedeutung bewährter Kooperationen und nannte als Beispiel das Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik der Universität Innsbruck am Standort Dornbirn. Auch die Mitgliedschaft der FHV im RUN-EU-Netzwerk sei ein „wichtiger strategischer Anker für F&E“, sagte Schöbi-Fink und bekräftigte dabei die Forderung an den Bund, auch Fachhochschulen das Promotionsrecht zuzuerkennen. Insgesamt gehe es darum, attraktive Arbeitsplätze für AkademikerInnen in den Forschungseinrichtungen und eine forschungsfreundliche Stimmung im Land zu schaffen. „Es gilt das Interesse junger Menschen für Forschung und Entwicklung zu fördern. Ein wichtiger Beitrag dazu ist unsere MINT-Strategie“, betonte Schöbi-Fink.

Auch Landesrat Tittler zeigte sich überzeugt, dass die Vorarlberger Wissenschafts- und Forschungsstrategie 2030+ den heimischen Unternehmen jene Unterstützung bietet, die sie brauchen, um sich in den wesentlichen technologischen Zukunftsfeldern gut zu positionieren und so im internationalen Wettbewerb zu bestehen. „Mit der WISTO als Innovationsmotor und durch die gezielte Förderung von Schlüsseltechnologien, die Schaffung von Innovationsnetzwerken und die Unterstützung von Start-ups und KMUs stärken wir die regionale Innovationskraft und damit unser Land als attraktiven Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort“, so Tittler.

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