Medieninformation Samstag, 01.03.2025, 10:00 Amphibienschutzzäune zum Schutz der wandernden Frösche und Kröten Landesrat Gantner: „Die Amphibienwanderung hat begonnen – jetzt ist wieder besondere Vorsicht auf den Straßen geboten“

Bregenz (VLK) – Sobald die Temperaturen nach dem Winter wieder milder werden, machen sich tausende von Amphibien aus ihren Winterquartieren auf, um zu ihren Laichgewässern zu gelangen. Dabei überqueren sie in der Dämmerung und bei Nacht oft auch Straßen. Gerade im Frühjahr zur Amphibienlaichzeit sind Frösche und Kröten daher besonders bedroht. Gemeinsam mit engagierten Freiwilligen entschärfen Land und Gemeinden die Gefahrenquelle Verkehr durch die Errichtung von Amphibienschutzzäunen. „Vorarlberg ist in seiner Verantwortung für das natürliche Erbe und zum Schutz der Biodiversität angehalten, die Amphibien zu schützen und zu erhalten. Dieser Verantwortung wollen wir natürlich gerecht werden“, betont Landesrat Christian Gantner.

Amphibien zählen zu den am stärksten bedrohten Tiergruppen. Die empfindlichen Tiere benötigen naturnahe Lebensräume und Gewässer zur Fortpflanzung. Sie sind daher von Lebensraumverlusten, Schadstoffbelastungen und der Zerschneidung von Lebensräume ganz besonders betroffen. Insgesamt kommen in Vorarlberg zwölf heimische Amphibienarten vor. Die Hälfte davon gilt als unterschiedlich gefährdet, vier Arten sind vom Aussterben bedroht. 

Mobile Amphibienzäune
Zum Schutz werden daher an besonders wichtigen Zugstellen entlang von Straßen mobile Amphibienzäune aufgestellt und mit der Unterstützung von Freiwilligen die Amphibien sicher über die Straße gebracht. Ist das Aufstellen eines Zaunes nicht möglich, weisen entsprechende Hinweisschilder auf die Amphibienwanderung hin.  „Der Schutz der Amphibien ist wichtig in unserem Bestreben gegen das Artensterben. Ohne das Engagement der vielen Freiwilligen wären die Schutzbemühungen nicht machbar. Ihnen allen danke ich dafür sehr“, sagt Landesrat Gantner.

„Jeder kann zum Amphibienschutz beitragen. Aus Rücksicht auf die gefährdeten Tiere bitten wir besonders in der Dämmerung vorsichtig zu fahren und Rücksicht auf die Tiere auf der Straße nehmen“, so der Landesrat. Neben der Betreuung von Amphibienzugstellen an Straßen sind weitere wichtige Maßnahmen zum Schutz der Amphibien die Bewahrung naturnaher Lebensräume, kein Einsetzen von Fischen in Amphibienlaichgewässern und gezielte Lebensraumverbesserungen wie die Anlage von Kleinstrukturen und die Schaffung von Ersatzlaichgewässern abseits von Straßen.

Weitere Informationen siehe unter www.inatura.at (Rote Liste Amphibien und Reptilien 2021) und  www.herpetofauna.net.  

Redaktion
Lucas Rührnschopf

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