Medieninformation Samstag, 29.11.2025, 10:00 „Bergholz“ ist Tradition und Zukunft im Großen Walsertal LR Gantner gratulierte dem Verein zum 25-Jahre-Jubiläum

Sonntag (VLK) – Seit 25 Jahren steht der Verein „Bergholz“ für ökologisches Bauen mit Holz aus dem Biosphärenpark Großes Walsertal. Bei der Jubiläums-Jahreshauptversammlung gestern (Freitag, 28. November 2025) in Sonntag war der Blick auf die bisherige Erfolgsgeschichte sowie auf die Zukunftsperspektiven des Vereins gerichtet. Landesrat Christian Gantner gratulierte seitens des Landes Vorarlberg und nahm die Ehrung der verdienten Gründungsmitglieder vor. „‘Bergholz‘ ist zu einem Begriff geworden für die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Rohstoffquelle Wald und für die Nutzung und Vermarktung von Holz aus der Region. Ich danke Obmann Gottlieb Kaufmann und allen, die durch ihre Mitwirkung dazu beigetragen haben und es weiter tun – zum Wohle der Betriebe und ihrer Beschäftigten sowie der gesamten Bevölkerung im Großen Walsertal“, sagte Gantner.

Am Anfang war es eine kleine Gruppe von vier Handwerkern und einem Forstverantwortlichen, die sich Gedanken machten, wie das heimische Holz aus dem Biosphärenpark Großes Walsertal bestmöglich verwertet werden kann. Mit Förderungen der EU und des Landes Vorarlberg für zwei LEADER-Projekte sowie unterstützender Begleitung durch das Land Vorarlberg wurde jenes Konzept erarbeitet, das sich unter der Marke „Bergholz“ nunmehr seit 25 Jahren bewährt. Mittlerweile zählen zu den Mitgliedern des Vereins Baumeister, Holzbauarchitekten, EDV-Dienstleister, Tischler, Ofenbauer und Elektrotechniker sowie alle sechs Gemeinden der Talschaft mit ihren BürgermeisterInnen und Regio-Obfrau Andrea Schwarzmann.

Aus dem Verein und LEADER-Erfolgsprojekt „Bergholz“ sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten zahlreiche markante Gebäude hervorgegangen, die die ursprüngliche Idee sichtbar machen. Dazu zählen etwa die Himmelchalets des Alpencamping Nenzing oder das mit dem Vorarlberger Holzbaupreis prämierte Berghaus Eller sowie mehrere kommunale und private Holzbauprojekte im gesamten Großen Walsertal. Landesrat Gantner: „Diese Beispiele zeigen eindrucksvoll, wie regionales Holz und lokale Wertschöpfung zu architektonischer Qualität und nachhaltiger Entwicklung beitragen.“

Das Handwerk prägt neben der Landwirtschaft und dem Tourismus das Leben und die Lebensqualität in den Talschaften, betonte Gantner: „Das zeigt sich bei ‚Bergholz‘ auf eindrucksvolle Weise. Hier treffen sich natürliche Waldwirtschaft, traditionelles Handwerk und modernste Technik. Daraus resultiert eine innovative Vorarlberger Holzbauarchitektur, die auch international wegweisend ist.“ Gantner unterstrich die Vorteile, die sich aus der Verarbeitung von Holz aus der Region ergeben – kurze Transportwege, aber auch sichere Arbeits- und Ausbildungsplätze. Das wirkt: Bewarben sich früher noch viele Jugendliche eher um einen Lehrplatz bei Betrieben außerhalb der Region, so ist es durch die „Bergholz“-Initiative gelungen, die Beschäftigung im Tal zu steigern.

Redaktion
Gerhard Wirth

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