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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Freitag, 23.9.2022 10:41 Uhr

Naturschutz/Wiesenbrüter/Zadra

Wiesenbrüterprojekt trägt Früchte

LR Zadra: Erhalt und Schutz der Vogelvielfalt im Vorarlberger Rheintal

Bregenz (VLK) – Die meisten Wiesenbrüter haben das Rheintal verlassen und ziehen in ihre Winterquartiere in Südeuropa und Afrika. Die heurige Brut-Saison hatte einige Highlights und Sensationen zu bieten. Beim Großen Brachvogel beispielsweise wurden sechs Küken flügge. Damit erreichten im vierten Jahr in Folge junge Brachvögel das flugfähige Alter – ein großer Schritt die kleine Population langfristig lebensfähig zu halten. Auch die erste Schafstelzenbrut war erfolgreich. „Wir wollen den Lebensraum für Wiesenbrüter bewahren. Vorarlberg trägt für diese Arten eine besondere Verantwortung, die über die Landesgrenzen hinausreicht“, betont Umweltlandesrat Daniel Zadra.

   Wiesenbrüter sind Vögel, die ihre Nester am Boden anlegen und ihre Nahrung in den Wiesen und Äckern suchen. Dabei können die Vögel nicht unterschiedlicher sein. Während der Große Brachvogel über einen halben Meter groß wird und bis zu 1 kg wiegt, ist das Braunkehlchen gerade mal knapp 15 cm groß und mit max. 30 g federleicht. Alle Wiesenbrüter sind Zugvögel – die Bekassine überwintert in Südfrankreich und auf der iberischen Halbinsel, während das Braunkehlchen die Savannenlandschaft südlich der Sahara bevorzugt. Der Kiebitz lässt sich schon Anfang März in Vorarlberg blicken, während das Braunkehlchen erst im April/Mai die Brutgebiete aufsucht.

Erfolgreiche Saison

   Die heurige Saison hatte einige Highlights und Sensationen zu bieten. Beim Großen Brachvogel wurden heuer sechs Küken flügge. Damit erreichten im vierten Jahr in Folge junge Brachvögel das flugfähige Alter – ein großer Schritt die kleine Population langfristig lebensfähig zu halten. Vorarlberg trägt für diese Art eine besondere Verantwortung, die über die Landesgrenzen hinausreicht. Denn die Brachvogel-Brutvorkommen im unteren Vorarlberger Rheintal sind die einzig verbliebenen im Bodenseeraum. In der Schweiz brütet der Brachvogel seit 15 Jahren nicht mehr.

   Auch beim Braunkehlchen gab es ein Spitzenjahr mit über 200 flüggen Jungvögeln. Mit gezählten 148 Revieren konnte der sehr gute Bruterfolg des letzten Jahres (152 Reviere) erreicht werden. Grund für den guten Bruterfolg dürfe das trocken-warme Wetter in der Brutsaison gewesen sein. Sollten die nächsten Jahre ebenfalls so erfreuliche Zahlen liefern, wird das Braunkehlchen wieder ein vielgesehener Gast in den Feuchtwiesen Vorarlbergs sein. 

   Ein großer Erfolg konnte auch im neu angelegten Biotop im Auer Ried in Lustenau verzeichnet werden. Hier gab es eine erste und gleich erfolgreiche Schafstelzenbrut. Aber auch im Gaißauer Ried gab es eine kleine Sensation –  nach vielen Jahren wieder eine singende Grauammer. Ein Brutnachweis fehlt zwar, ist aber wahrscheinlich.

   Etwas durchwachsen war der Bruterfolg des Kiebitzes. Mit ca 45 flüggen Jungen bei ca 71 Brutpaaren ist ein langfristiger Erhalt des Bestandes noch nicht gesichert. Für den Kiebitz war, im Gegensatz zum Braunkehlchen, das trocken-warme Wetter in der Brutsaison nicht ideal. Im Widnauer und Schmitter Ried, dem ehemals wichtigsten Brutgebiet für den Kiebitz in Vorarlberg, wurden vermutlich nicht mehr als sieben bis acht Junge flügge.

Dank dem Wiesenbrüterteam

    Landesrat Zadra dankt dem Wiesenbrüterteam des Vorarlberger Naturschutzbundes, die seit Jahren mit ihrem Engagement die Bodenbrüter unterstützen. Mit dem Wiesenbrüterprojekt, das auch durch Mitteln aus dem Naturschutzfonds des Landes finanziert wird, konnten viele Maßnahmen – vom Gelegeschutz, Information der FreizeitnutzerInnen bis hin zur Anlage von Biotopen – umgesetzt werden. Die Erfolge wären aber nicht möglich ohne die tatkräftige Mithilfe der LandwirtInnen, GrundbesitzerInnen, JägerInnen und umsichtiger FreizeitnutzerInnen, betont Zadra: „Gemeinsam schützen sie die Artenvielfalt in Vorarlberg. Denn nur mit gemeinsamen Bemühungen können wir die Wiesenbrüter vor dem Aussterben bewahren.“ 
 

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Redakteur/in: Thomas Mair


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