Medieninformation Freitag, 20.03.2026, 11:32 Wald und Wirtschaft im Einklang Landesrat Gantner zum Internationalen Tag des Waldes 2026

Bregenz (VLK) – „Wald und Wirtschaft“ lautet das Motto des heurigen Internationalen Tages des Waldes am Samstag, 21. März 2026. Für das traditionsreiche Holzbauland Vorarlberg sei dieses Motto in besonderem Maße zutreffend, betont Forstwirtschaftslandesrat Christian Gantner: „Vorarlbergs Wälder werden seit Generationen nachhaltig bewirtschaftet und zeigen, dass Ökonomie und Ökologie kein Widerspruch sind. Die Holznutzung ist ein Motor für die Klimawandelanpassung. Holz ist ein genialer und vielseitig einsetzbarer heimischer Rohstoff mit hervorragender Ökobilanz, der in regionalen Wirtschaftskreisläufen optimal verwertet wird und für zahlreiche Arbeitsplätze – insbesondere im ländlichen Raum – sorgt.“

Vorarlbergs Wald liefert das Material für eine vielbeachtete und international anerkannte Holzbauarchitektur und für die Möbelproduktion. Darüber hinaus wird Holz zum Heizen verwendet und kommt auch in der sogenannten Bioökonomie verstärkt zum Einsatz, etwa in der Chemiebranche. Wenn eines der weltbekannten Vorarlberger Holzhäuser errichtet wird, dann speichert es den im Holz gebundenen Kohlenstoff. Dort, wo ein alter Baum im Wald entnommen wird, fällt Licht auf den Boden. Junge Bäume können nachwachsen und binden weiteres CO² aus der Luft.

„Holz ist zum einen als Baustoff positiv für das Klima und kann zum anderen auch energetisch genutzt werden, wodurch wir uns den Einsatz von fossilen Energieträgern ersparen, die dem Klima schaden, begrenzt verfügbar sind und teuer importiert werden müssen. Holz dagegen wächst in unseren Wäldern in reichlicher Menge laufend nach“, so Landesrat Gantner.

Die Ernte und Verarbeitung von Holz steht für jeden 15. Arbeitsplatz in Österreich und jeden 17. Euro der österreichischen Bruttowertschöpfung. „Aber auch die anderen Waldfunktionen spielen für die Wirtschaftsleistung unserer Region eine wichtige Rolle“, sagt Gantner. So wären ohne einen intakten Schutzwald große Teile des Landes als Industriestandorte nicht geeignet. Die Reinigung und Speicherung des Wassers sowie die Kühlleistung bei sommerlichen Trockenperioden erhalten Vitalität und Arbeitskraft, die ästhetischen Bergwälder sind landschaftsprägend und fördern den Tourismusstandort.

„Damit auch kommende Generationen in Vorarlberg einen chancenreichen Lebensraum vorfinden, ist es wichtig, unsere Wälder weiterhin im Sinne der Vorarlberger Waldstrategie 2030+ zu bewirtschaften“, bekräftigt Landesrat Gantner. Ganz nach dem Grundsatz „Schützen durch Nützen“ gilt: Wer den Wald bewirtschaftet und pflegt, schützt ihn.

Wichtige Kennzahlen zum Wald in Vorarlberg:

  • Die Waldfläche in Vorarlberg ist in den letzten Jahrzehnten gewachsen. Mit rund 100.000 Hektar bedeckt der Wald ca. 1/3 des Landes.
  • Die jährliche Nutzung schwankt durch Schadereignisse, liegt aber unter den durchschnittlichen Zuwächsen von ca. 9,8 ha/Jahr
  • Die Vorarlberger Holzbaukunst ist international bekannt. Es sind ca. 50 Zimmereien, 65 Betriebe in der Holzindustrie und im Baustoffhandel sowie ca. 35 ArchitektInnen und PlanerInnen in diesem Bereich tätig.
  • Nach der Wasserkraft ist Biomasse mit einem Anteil von 37 Prozent die wichtigste regenerative Energiequelle in Vorarlberg.
  • Landesweit sind 245 Holzschlägerungsunternehmen gemeldet.
Redaktion
Gerhard Wirth

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