Medieninformation Freitag, 09.01.2026, 10:40 Versorgung von wohnungslosen Menschen gesichert
Bregenz (VLK) – Aufgrund der aktuellen Berichterstattung stellt die zuständige Landesrätin Martina Rüscher klar, dass die Versorgung von wohnungslosen Menschen sowie von Personen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind, gesichert ist. „Gerade in Zeiten steigender sozialer Herausforderungen und insbesondere während der kalten Jahreszeit hat dieser Bereich höchste Priorität. So wurden bereits die Öffnungszeiten im dowas Treffpunkt in Bregenz in den kalten Wintermonaten erweitert“, hält Rüscher fest.
Die Wohnungslosenhilfe in Vorarlberg erhält für ihre Leistungen im Jahr 2026 insgesamt ca. 12,95 Millionen Euro aus Mitteln des Sozialfonds, davon sind 7,45 Millionen Euro für Wohnplätze im Rahmen der stationären Wohnungslosenhilfe und 4,44 Millionen Euro für ambulante Wohnberatung und -betreuung vorgesehen. Für die 24 Notschlafstellenplätze stehen Mittel in Höhe von 0,86 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 0,2 Millionen Euro sind für präventive Angebote wie etwa für die Koordinationsstelle der Delogierungsprävention und das Soziale Netzwerk Wohnen veranschlagt.
„Die Versorgung von Menschen, die wohnungslos oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind, ist dem Land Vorarlberg ein großes Anliegen. Gerade in der kalten Jahreszeit gilt es, die Versorgung dieser Menschen mit höchster Priorität zu sichern“, so Landesrätin Martina Rüscher. „Aus diesem Grund sind auch die stationäre Wohnungslosenhilfe und Transferleistungen von den Maßnahmen im Rahmen der Strukturreform des Sozialfonds nicht betroffen.“
Folgende Maßnahmen wurden in den letzten drei Jahren gesetzt:
- Grundsanierung der Notschlafstelle der Caritas in Feldkirch sowie neue Raumeinteilung – aus Mehrbettzimmern wurden acht Einzelzimmer eingerichtet, um den besonderen Bedürfnissen wohnungsloser Menschen gerecht zu werden (Privatsphäre), sowie ein eigener Frauenraum
- Grundsanierung des Kolpinghauses Bregenz
- Erweiterung der Öffnungszeiten im dowas Treffpunkt in Bregenz in den kalten Wintermonaten
- Räumliche und konzeptionelle Ausweitung des dowas Treffpunkts – Anbau im Garten
Der Vorarlberger Sozialfonds hat im Rahmen des Strukturprozesses in allen Sozialeinrichtungen, so auch in der Wohnungslosenhilfe, maximale Stundentarife festgelegt. Dies vor allem deshalb, weil bisher für die gleiche Leistung unterschiedliche Stundentarife verrechnet wurden.
Alle Sozialeinrichtungen, so auch die Beratungen der Wohnungslosenhilfe, sind nun angehalten strukturelle Maßnahmen zu treffen, um diese Zielwerte bei den Tarifen einzuhalten. Es wurde die klare Vorgabe gemacht, dass die direkte Leistung bei den Menschen, die Hilfe brauchen, nicht eingespart werden darf. In diesem Zusammenhang wurde seitens des Landes bereits im Dezember in Aussicht gestellt, dass für allfällige finanzielle Mehrbedarfe – insbesondere im Bereich der Notschlafstelle der Caritas – nach Vorliegen einer nachvollziehbaren und detaillierten Kalkulation eine entsprechende Lösung gefunden wird.
- Redaktion
- Gerhard Wirth