Medieninformation Samstag, 20.12.2025, 10:52 TBC-Untersuchungen bei landwirtschaftlichen Betrieben: Aktueller Stand Fünf Bauernhöfe im Bregenzerwald aktuell gesperrt

Bregenz (VLK) – Wie in jedem Jahr sind routinemäßige veterinärbehördliche Untersuchungen im Zusammenhang mit Tuberkulose (TBC) bei Rinderbeständen mit Beginn des Winters angelaufen. Derzeit sind im Bregenzerwald fünf landwirtschaftliche Betriebe gesperrt und die Untersuchungen der Kontaktbetriebe laufen. Die Landesveterinärbehörde und Landesrat Christian Gantner informieren über den aktuellen Stand.

Ein Betrieb ist seit September gesperrt, als ein Schlachttier bei der Untersuchung mit verdächtigen Veränderungen aufgefallen ist und bei den abklärenden Untersuchungen der Erreger der Tuberkulose festgestellt wurde. 

Bei einem weiteren Betrieb wurden Anfang Dezember ebenfalls im Zuge einer Schlachtung verdächtige Veränderungen festgestellt. Abklärungen bei den Tieren des Bestandes laufen noch, dennoch ist auch dieser Betrieb aufgrund eines positiven PCR-Tests beim Schlachttier vorläufig für den Viehverkehr gesperrt worden. Im Zuge der Untersuchung dieses Betriebes gab es mehrere auffällige Reaktionen beim Hauttest, sodass hier zur weiteren Abklärung sechs Tiere diagnostisch getötet werden mussten. Die Befunde hierzu sind derzeit noch ausständig. 

Im Zuge der routinemäßigen Untersuchungen im Zusammenhang mit der Alpung im TBC-Bekämpfungsgebiet sind in den letzten Tagen vier weitere Betriebe aufgefallen. Die daraufhin durchgeführten insgesamt sieben diagnostischen Tötungen bestätigten den Verdacht auf Tuberkulose, sodass hier ebenfalls eine vorläufige Sperre in drei Betrieben eingerichtet wurde.

Diagnostische Tötungen und Sperrmaßnahmen sind Teil des standardisierten Vorgehens, sobald Abklärungen zu möglichen TBC-Verdachtsfällen notwendig werden. Die Landesveterinärbehörde rechnet damit, dass der Großteil der Untersuchungen bis ca. Ende Februar abgeschlossen sein wird. Ein Gesamtüberblick ist erst möglich, sobald alle Rückmeldungen der beauftragten Tierärztinnen und Tierärzte vorliegen.

Die Veterinärbehörde des Landes Vorarlberg steht während des gesamten Prozesses in engem Austausch mit dem zuständigen Bundesministerium sowie der AGES. Nach derzeitigem Kenntnisstand liegen keine Hinweise auf mögliche TBC-Erkrankungen beim Menschen im Zusammenhang mit den laufenden veterinärbehördlichen Untersuchungen vor.

Landesrat Christian Gantner betont: „Die bisherigen Untersuchungen zeigen deutlich, dass sich das im vergangenen Jahr verordnete Bekämpfungsgebiet bestätigt hat und die drastischen Maßnahmen mit stark erhöhten Abschussvorgaben und zusätzlichen Untersuchungen beim Rotwild notwendig waren. Im betroffenen Gebiet haben die Jagdverantwortlichen in diesem Jahr große Anstrengungen unternommen. Mir ist wichtig, klar zu sagen: Wir reden hier nicht mehr über übliche Jagdmaßnahmen, sondern über Seuchenbekämpfung. Das Tuberkulosegeschehen in dieser Region darf uns nicht über mehrere Jahre begleiten. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, hier kurzfristige Erfolge zu erzielen. Es braucht weitere Schritte für gesunde Rotwild- und Nutztierbestände.“

Die Untersuchungsphase ist für alle Landwirtinnen und Landwirte, insbesondere für betroffene Betriebe, mit Unsicherheit und einer enormen psychischen Belastung verbunden. Das Land Vorarlberg ersucht deshalb um Rücksichtnahme und eine angemessene Berichterstattung während der laufenden Untersuchungen, um die betroffenen Bäuerinnen und Bauern nicht noch zusätzlich zu belasten. Aussagen über mögliche Ergebnisse oder Maßnahmen sind erst nach Abschluss der Untersuchungen möglich.

Weitere Informationen werden vom Land Vorarlberg veröffentlicht, sobald gesicherte Untersuchungsergebnisse vorliegen.
 

Redaktion
Gerhard Wirth

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