Medieninformation Samstag, 13.12.2025, 16:30 Sicherheit bewahren ist Verpflichtung, kein Selbstläufer LR Allgäuer beim zeitgeschichtlichen Symposium des Landeskameradschaftsbundes

Bregenz (VLK) – In Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren und die Neugründung des Österreichischen Bundesheers vor 70 Jahren lud der Vorarlberger Landeskameradschaftsbund zu einem zeitgeschichtlichen Symposium in die Bilgeri-Kaserne in Bregenz. In Vorträgen und Interviews mit Zeitzeugen wurde an die damalige Zeitenwende vom Krieg zu Frieden und Sicherheit erinnert, zugleich aber auch die Gefährdung dieser Errungenschaften durch die aktuellen Entwicklungen angesprochen. Sicherheitslandesrat Daniel Allgäuer unterstrich die Bedeutung der Neutralität Österreichs und die Notwendigkeit eines einsatzfähigen Bundesheers für die glaubwürdige Wahrnehmung dieser Rolle und zur Wahrung der staatlichen Souveränität.

Sicherheit ist ein Grundbedürfnis aller Menschen und dementsprechend ein hohes Gut, mit dem nicht experimentiert werden darf, betonte Allgäuer: „Wir leben in einem der sichersten Länder. Das zu bewahren, ist eine Verpflichtung, kein Selbstläufer.“ Dabei verwies er auf die hohe Zustimmung in der Bevölkerung zur Neutralität – rund 75 Prozent: „Die Neutralität ist unser sicherheitspolitisches Fundament und Teil unserer Identität. Daher soll sie nicht nur am Nationalfeiertag gefeiert werden, sondern muss jederzeit als aktiver Auftrag ernstgenommen und hochgehalten werden.“ Dafür bedürfe es der engen Verbundenheit des Bundesheers mit der Gesellschaft. „Die Kernaufgabe ist der Schutz von Bevölkerung, Staatsgrenze und Demokratie. Darüber hinaus sind unsere Soldaten stets zur Stelle, wenn sie für Katastrophenhilfe oder Sicherheitsvorsorge gebraucht werden“, so Allgäuer.

Für das Land Vorarlberg sei – wegen seiner Rolle als EU-Außengrenze, als Transitland und als international verknüpfter Wirtschaftsraum sowie aufgrund der durch die geografische Lage im Alpenraum bedingten Notwendigkeit eines effizienten Katastrophenschutzes – die enge Partnerschaft mit dem Bundesheer besonders wichtig.

Die Politik habe die Aufgabe, die Rahmenbedingungen zur Erhaltung der sicherheitsrelevanten Fähigkeiten zu schaffen. Neue Bedrohungen erfordern die Modernisierung von Strukturen und Ausrüstung des Bundesheers, sagte Allgäuer und nannte als Stichworte Drohnenabwehr, Cyber-Intelligence und Schutz kritischer Infrastruktur. Ebenso gelte es die Miliz zu stärken – durch bessere Übungsrahmen und realitätsnahe Ausbildung – und den Militärdienst insgesamt attraktiver zu gestalten.

Zugleich sei Sicherheit heute nicht mehr nur militärisch zu denken, sondern darüber hinaus. Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit – etwa aus der Pandemie oder aus den Debatten um die Energieversorgung – machen die Krisenfestigkeit der Gesellschaft zu einem wesentlichen Zukunftsthema. „Zivilschutz, Vorsorge und die Festigung einer entsprechenden Sicherheitskultur erfordern die Einbindung der Bevölkerung“, betonte Allgäuer.

Redaktion
Gerhard Wirth

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