Medieninformation Freitag, 27.02.2026, 09:30 Pflege und Sozialbetreuung 360° Erstmals umfassender Gesamtbericht zur Versorgung in Vorarlberg
Mit dem neuen Bericht „Pflege und Sozialbetreuung 360°“ legt das Land Vorarlberg erstmals eine umfassende und sektorenübergreifende Gesamtdarstellung der Pflege- und Sozialbetreuung mit aktuellen Daten, Entwicklungen und Prognosen vor. Damit wird ein wesentlicher Meilenstein in der strategischen Weiterentwicklung dieses zentralen Feldes gesetzt. Während bislang unterschiedliche Teilbereiche getrennt voneinander analysiert wurden, gelingt es nun, alle relevanten Versorgungsbereiche – von der Akutversorgung über die stationäre Langzeitpflege bis hin zu mobilen Pflege- und Betreuungsangeboten – erstmals systematisch zu verbinden und in einem Gesamtbild darzustellen.
Die Daten aus der Pflegedienstleistungsstatistik, der Ausbildungsstatistik sowie der Personalstatistik wurden erstmals zusammengeführt. Damit werden Zusammenhänge transparent dargestellt und eine verlässliche Grundlage für Planung und Entscheidungen geschaffen. Entwicklungen können nicht nur beschrieben, sondern im Kontext bewertet und strategisch eingeordnet werden. Gleichzeitig wird sichtbar, wie eng die verschiedenen Bereiche miteinander verknüpft sind. „Mit diesem Bericht schaffen wir erstmals einen vollständigen Überblick über die Pflege und Sozialbetreuung in Vorarlberg. Das ist eine entscheidende Grundlage, um Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu steuern“, betont Landesrätin Martina Rüscher.
Demografischer Wandel als zentrale Herausforderung
Die demografische Entwicklung bildet den zentralen Rahmen für die zukünftige Ausgestaltung der Pflege- und Sozialbetreuung. Bereits heute zeigt sich eine deutliche Verschiebung der Altersstruktur in Vorarlberg. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 lebten rund 412.000 Menschen in Vorarlberg, wobei insbesondere die älteren Altersgruppen zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Bis zum Jahr 2035 wird die Zahl der Menschen über 64 Jahre um rund ein Drittel steigen. Besonders dynamisch entwickelt sich die Gruppe der Hochaltrigen: Die Zahl der 95- bis 100-Jährigen wird sich nahezu verdoppeln. Gleichzeitig wächst die Gruppe der 70- bis 74-Jährigen um mehr als 8.000 Personen. Diese Entwicklung führt zu einer deutlichen Zunahme des Pflege- und Betreuungsbedarfs.
Auch die Entwicklung bei den Pflegegeldbezieherinnen und -beziehern verdeutlicht diesen Trend. Zwischen 2012 und 2024 ist ihre Zahl um rund 22 Prozent gestiegen. Parallel dazu hat die Zahl älterer Einpersonenhaushalte um rund 28 Prozent zugenommen. Diese Haushalte sind besonders häufig auf professionelle Unterstützung angewiesen.
Ein starkes und vernetztes Versorgungssystem
Trotz der demografischen Herausforderungen zeigt sich insgesamt ein klares und positives Bild der Versorgungssituation in Vorarlberg. Das bestehende System ist breit aufgestellt, differenziert und eng vernetzt. Die verschiedenen Versorgungsbereiche – von der Akutversorgung in den Krankenanstalten über die stationäre Langzeitpflege bis hin zu mobilen Pflege- und Betreuungsangeboten – greifen ineinander und ermöglichen eine durchgängige und bedarfsgerechte Versorgung.
Die medizinische Versorgung in den Krankenanstalten bildet dabei einen zentralen Bestandteil des Systems und ist eng mit den nachgelagerten Pflege- und Betreuungsangeboten verknüpft. Die stationäre Langzeitpflege stellt mit ihren Einrichtungen eine wichtige Säule der Versorgung dar und gewährleistet eine verlässliche Betreuung für Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf. Ergänzt wird dieses Angebot durch die mobilen Dienste, die Pflege und Betreuung im häuslichen Umfeld ermöglichen und wesentlich dazu beitragen, dass Menschen möglichst lange selbstbestimmt leben können. Darüber hinaus umfasst das System ein breites Spektrum an Leistungen im Gesundheits- und Sozialbereich – von Angeboten für Menschen mit Behinderung über sozialpsychiatrische Unterstützung bis hin zur Suchthilfe. Diese Vielfalt ermöglicht es, unterschiedlichste Bedarfe abzudecken und flexibel auf individuelle Lebenssituationen zu reagieren. „Unsere Stärke liegt in der Vernetzung. Die Versorgung funktioniert, weil die einzelnen Angebote gut aufeinander abgestimmt sind und ineinandergreifen“, betont Rüscher.
Personalentwicklung und Arbeitsmarkt
Ein zentraler Schwerpunkt des Berichts liegt auf der Analyse der aktuellen Personalsituation sowie der zukünftigen Entwicklung im Pflege- und Sozialbetreuungsbereich. Bereits heute zeigt sich, dass das System durch eine hohe Dynamik geprägt ist. Im Jahr 2024 waren in Vorarlberg insgesamt rund 6.230 Personen in Pflege- und Betreuungsberufen tätig – davon ein wesentlicher Anteil in Krankenanstalten, in der stationären Langzeitpflege sowie in der mobilen Pflege.
Die detaillierte Auswertung zeigt, dass sich das Personal laufend weiterentwickelt. Im Jahr 2024 wurden beispielsweise in den Krankenanstalten über 300 Neueintritte verzeichnet. Gleichzeitig spiegeln Veränderungen wie Karenzen, berufliche Wechsel oder Pensionierungen die natürliche Dynamik eines großen Beschäftigungsfeldes wieder. Damit wird deutlich, dass Personalentwicklung nicht nur den weiteren Ausbau, sondern auch die langfristige Sicherung und Bindung von Fachkräften umfasst.
Besonders relevant ist dabei der Blick in die Zukunft: Die Ergebnisse zeigen klar, dass der Personalbedarf in den kommenden Jahren deutlich steigen wird. Einerseits entsteht zusätzlicher Bedarf durch die demografische Entwicklung und die steigende Nachfrage nach Pflege- und Betreuungsleistungen. Andererseits ergibt sich ein erheblicher Ersatzbedarf durch Pensionierungen. Bis zum Jahr 2035 wird der kumulative Ersatzbedarf auf rund 1.500 Personen geschätzt, zusätzlich entsteht ein weiterer Bedarf von über 1.100 Personen durch den demografisch bedingten Ausbau der Leistungen. Insgesamt ergibt sich damit ein deutlicher Mehrbedarf an Pflege- und Betreuungspersonal in allen Versorgungsbereichen.
Gleichzeitig zeigt die differenzierte Betrachtung nach Settings, dass sich der Bedarf unterschiedlich entwickelt: Während in den Krankenanstalten ein Anstieg des Personalbedarfs von rund 13 Prozent erwartet wird, wird für die stationäre Langzeitpflege ein deutlich stärkeres Wachstum prognostiziert. Auch die mobilen Dienste stehen vor einem spürbaren Ausbau der betreuten Personen und Leistungen. Die Herausforderung liegt somit nicht nur in der absoluten Zahl an benötigten Fachkräften, sondern auch in der gezielten Verteilung und Weiterentwicklung der Qualifikationsstruktur innerhalb des Systems.
Im Mittelpunkt steht dabei ein ausgewogener Skill-Grade-Mix, der eine bedarfsgerechte Verteilung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten ermöglicht. Unterschiedliche Berufsgruppen übernehmen dabei entsprechend ihrer Qualifikation spezifische Tätigkeiten, wodurch vorhandene Kompetenzen gezielter eingesetzt und Abläufe effizienter gestaltet werden können. Dies trägt wesentlich dazu bei, die Qualität der Versorgung zu sichern und gleichzeitig die vorhandenen personellen Ressourcen bestmöglich zu nutzen.
In diesem Zusammenhang gewinnen insbesondere die Pflegefachassistenz (PFA) und Pflegeassistenz (PA) sowie die Fach- und Diplomsozialbetreuung (FSB/DSB) zunehmend an Bedeutung. Diese Berufsgruppen übernehmen künftig verstärkt Aufgaben in der täglichen Versorgung und Betreuung und leisten damit einen zentralen Beitrag zur Entlastung höher qualifizierter Fachkräfte. Durch diese gezielte Aufgabenverteilung entstehen innerhalb der Pflegeberufe strukturelle Verschiebungen, die eine effizientere Nutzung der vorhandenen Qualifikationen ermöglichen. Gleichzeitig wird damit sichergestellt, dass Pflegefachkräfte verstärkt in jenen Bereichen eingesetzt werden können, in denen ihre spezifische Expertise besonders gefragt ist.
Diese Entwicklung ist ein wesentlicher Baustein, um den steigenden Bedarf an Pflege- und Betreuungspersonal nachhaltig zu bewältigen. Sie zeigt, dass die zukünftige Bedarfsdeckung nicht allein durch eine Erhöhung der Personalzahlen erfolgt, sondern vor allem durch eine gezielte Weiterentwicklung der Berufsstruktur und eine Organisation der Versorgung.
Ausbildung als zentraler Hebel – und klare Stärke Vorarlbergs
Ein zentrales und zugleich sehr positives Ergebnis zeigt sich im Bereich der Ausbildung: Das Ausbildungsangebot in Vorarlberg wurde in den vergangenen Jahren gezielt ausgebaut und deutlich breiter aufgestellt. Heute stehen vielfältige Ausbildungswege zur Verfügung – von der Pflegelehre und den klassischen Pflegeausbildungen über Fachhochschulstudiengänge bis hin zu berufsbegleitenden Modellen und spezialisierten Sozialbetreuungsberufen. Damit ist es gelungen, ein durchlässiges und flexibles Ausbildungssystem zu etablieren, das unterschiedliche Zielgruppen anspricht und verschiedene Zugänge in den Pflege- und Betreuungsbereich ermöglicht. Dies trägt wesentlich dazu bei, den Einstieg in diese Berufe zu erleichtern und neue Potenziale zu erschließen.
Die Bedarfsanalyse zeigt, dass der zukünftige Personalbedarf durch die Absolventinnen und Absolventen der bestehenden und geplanten Ausbildungsangebote gedeckt werden kann. Dabei werden sowohl der zusätzliche Bedarf durch die demografische Entwicklung als auch der Ersatzbedarf berücksichtigt. Insgesamt zeigt sich, dass die Ausbildungszahlen in den vergangenen Jahren gezielt in jene Bereiche entwickelt wurden, in denen auch künftig ein steigender Bedarf zu erwarten ist.
Die strategischen Maßnahmen der vergangenen Jahre zeigen damit Wirkung: Vorarlberg verfügt über eine sehr gute Ausgangsbasis, um den steigenden Bedarf an Pflege- und Betreuungspersonal auch langfristig bewältigen zu können. Damit zeigt sich, dass frühzeitig gesetzte Schritte im Ausbildungsbereich einen wesentlichen Beitrag zur Sicherstellung der Versorgung leisten.
Einblicke in die Praxis: Ausbildung und Einstieg in Pflege- und Betreuungsberufe
- Welcome Center Care, connexia – Gesellschaft für Gesundheit und Pflege gGmbH
Das Welcome Center Care ist die zentrale Anlaufstelle für Personen, die sich für einen Berufseinstieg oder Berufsumstieg im Gesundheits- und Sozialbereich interessieren. Ziel ist es, alle relevanten Informationen zu bündeln und bedarfsgerecht bereitzustellen.
Dies erfolgt in enger Vernetzung mit Ausbildungseinrichtungen sowie Sozial- und Pflegeeinrichtungen in Vorarlberg. Interessierte erhalten umfassende Informationen zu Ausbildungswegen, Praktikumsmöglichkeiten sowie zu finanziellen Förderungen – stets abgestimmt auf die jeweiligen persönlichen Ressourcen und Möglichkeiten. Im Jahr 2025 wurden im Welcome Center Care insgesamt 1.296 Erstberatungen durchgeführt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Nostrifikationsanfragen, die zunehmend auch direkt aus dem Ausland an das Welcome Center Care herangetragen werden. Darüber hinaus werden Personen, die eine Absage von einer Ausbildungseinrichtung erhalten haben, aktiv kontaktiert, um gemeinsam alternative Wege oder Überbrückungsmöglichkeiten zu erarbeiten.
„Viele Menschen interessieren sich für einen Einstieg in den Pflege- und Sozialbereich, wissen aber nicht genau, welcher Weg für sie der richtige ist. Genau hier setzen wir an: Wir begleiten individuell, zeigen Möglichkeiten auf und unterstützen dabei, den passenden Zugang zu Ausbildung und Beruf zu finden“, so Birgit Battlogg. Damit leistet das Welcome Center Care einen wichtigen Beitrag als erste Anlaufstelle und Orientierungspunkt und unterstützt gezielt dabei, neue Fachkräfte für das System zu gewinnen.
- Pflegeschulen Vorarlberg
Die Pflegeschulen Vorarlberg sind die zentrale Ausbildungsdrehscheibe für Pflege- und Assistenzberufe im Land und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Sicherstellung der zukünftigen Pflegeversorgung. Mit einem breiten und durchlässigen Ausbildungsangebot sowie starken Kooperationen mit Partnerinstitutionen wird ein vielfältiger Zugang zu Pflegeberufen ermöglicht.
Das Ausbildungsportfolio umfasst ein breites Ausbildungsangebot von der Pflegeassistenz (PA) und Pflegefachassistenz (PFA) über die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege (DGKP) bis hin zu spezialisierten Weiterbildungen, etwa im Bereich der psychiatrischen Pflege oder der Operationspflege. Ergänzt wird das Angebot durch Nostrifikationskurse sowie Ausbildungen in medizinischen Assistenzberufen.
Aktuell befinden sich mehr als 500 Personen in Ausbildung an den Pflegeschulen Vorarlberg sowie in kooperativen Ausbildungsmodellen, unter anderem mit dem St. Josefs-Institut, dem BFI Feldkirch und der Fachhochschule Vorarlberg. Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht durchgängige Bildungswege und trägt wesentlich zur Qualifizierung von Fachkräften im Pflege- und Sozialbereich bei. „Die Pflegeschulen Vorarlberg bieten ein breites und durchlässiges Ausbildungsangebot, das sich an den Anforderungen der Praxis orientiert. Unser Ziel ist es, Menschen für Pflegeberufe zu gewinnen, sie bestmöglich auszubilden und langfristig für das Berufsfeld zu begeistern“, betont Mario Wölbitsch.
- Fachhochschule Vorarlberg
Der Bachelorstudiengang Gesundheits- und Krankenpflege an der FHV ist ein zentraler Pfeiler in der Fachkräfteausbildung für die regionale Gesundheitsversorgung. Studiengangsleiter Arno Geiger gibt einen Einblick: "Aktuell studieren 210 Personen sowie 22 im laufenden Bachelor-Upgrade-Programm. Am 2. März starten weitere 18 Pflegepersonen in einen neuen Upgrade-Durchgang. Ebenso haben letzte Woche 13 Studierende mit dem Nostrifikationslehrgang begonnen. Pflegepersonen mit ausländischem Bachelorabschluss erwerben dadurch die Anerkennung ihres Abschlusses. Weiters werden alle Spezialisierungen im tertiären Bereich für die Pflege, z.B. Anästhesiepflege, Intensivpflege, Kinder- und Jugendlichenpflege, psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege, wechseln und gemeinsam mit der Weiterbildungseinrichtung Schloss Hofen angeboten."
Bachelor-Upgrade in drei Semestern
Besonders wichtig ist die Durchlässigkeit innerhalb der Pflegeberufe für das Land Vorarlberg. Die FHV bietet attraktive und flexible Bildungswege, die eine kontinuierliche fachliche Weiterentwicklung ermöglichen und maßgeblich zur Professionalisierung der Pflege in Vorarlberg beitragen. Das Bachelor-Upgrade dauert drei Semester und richtet sich an diplomierte Pflegekräfte – mit allgemeinem Diplom, psychiatrischem Diplom oder Diplom in der Kinderkrankenpflege. Das Ziel ist es, wissenschaftliche Kompetenzen zu fundieren, evidenzbasiertes Arbeiten zu erlernen und die eigenen Fähigkeiten zu erweitern. Das Clinical Assessment ist integriert, und das Studium eröffnet den Weg zu einem weiterführenden Masterstudium. Aufbauend auf dem Abschluss in der Allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflege eröffnet der Bachelor of Science in Health Studies neue berufliche und akademische Perspektiven. Das Bachelor-Upgrade ist keine reine Verkürzung des Studiums um drei Semester, sondern eine eigene Studienform. Bewerbungen für ein Studium an der FHV sind ab sofort möglich. Der nächste Infoabend an der FHV findet am 12. Mai statt.
Prognosen und Weiterentwicklung: aktives Steuern statt reaktives Handeln
Die vorliegenden Analysen gehen deutlich über eine reine Bestandsaufnahme hinaus und umfassen eine umfassende Bedarfs- und Entwicklungsplanung bis zum Jahr 2035. Dabei werden sowohl der zusätzliche Personalbedarf aufgrund steigender Nachfrage als auch der Ersatzbedarf wegen Pensionierungen gemeinsam betrachtet und in einem Gesamtbild zusammengeführt.
Auf dieser Grundlage lassen sich zentrale Handlungsfelder ableiten. Ein wesentliches Element ist dabei die Weiterentwicklung des sogenannten Skill-Grade-Mix, also die gezielte Zusammensetzung der verschiedenen Berufsgruppen im Pflege- und Betreuungsbereich. Ziel ist es, vorhandene Kompetenzen bestmöglich einzusetzen und eine effiziente Zusammenarbeit im System weiter zu stärken.
Darüber hinaus wird deutlich, dass bereits eine Vielzahl an Maßnahmen gesetzt wurde und laufend weiterentwickelt wird – insbesondere im Bereich der Ausbildung, beim Einstieg in die Berufe sowie bei der langfristigen Sicherung von Fachkräften. Auch strukturelle Weiterentwicklungen spielen eine wichtige Rolle. Im Fokus steht dabei die weitere Abstimmung und Koordination der bestehenden Angebote, um durchgängige und möglichst einfache Versorgungswege sicherzustellen.
Insgesamt zeigt sich, dass Vorarlberg nicht nur auf Entwicklungen reagiert, sondern diese aktiv gestaltet. Die Kombination aus fundierter Datengrundlage, klarer Prognose und gezielten Weiterentwicklungen bildet eine solide Basis für die zukünftige Ausrichtung des Systems. „Wir setzen auf ein abgestimmtes Gesamtpaket. Nur durch das Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen können wir die Versorgung langfristig sichern und weiterentwickeln“, so Rüscher.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die sektorübergreifende Zusammenarbeit. Die Versorgung von Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf erfordert ein gut abgestimmtes Zusammenspiel zwischen Gesundheitswesen, Sozialbereich und Gemeinden. Gerade an den Schnittstellen ist eine enge Koordination entscheidend, um eine durchgängige Versorgung sicherzustellen. Insgesamt zeigt sich, dass Vorarlberg auch in diesem Bereich gut aufgestellt ist. Der Fokus liegt darauf, die bestehenden Strukturen weiter zu stärken und die Abstimmung der Angebote kontinuierlich zu verbessern, um für die Betroffenen möglichst einfache und nahtlose Versorgungswege zu gewährleisten.
Auch die Rolle der Angehörigen ist dabei von zentraler Bedeutung. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Betreuung und Pflege und sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Systems. Gleichzeitig rückt ihre Unterstützung zunehmend in den Fokus, um diese wichtige Aufgabe langfristig gut bewältigen zu können.
Damit wird deutlich, dass eine zukunftsfähige Pflege- und Sozialbetreuung nur im Zusammenspiel aller Beteiligten gelingen kann – von professionellen Angeboten über die Angehörigen bis hin zu gut abgestimmten Strukturen im System. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Pflege- und Sozialbetreuung in Vorarlberg auch in Zukunft verlässlich und auf hohem Niveau sicherstellen“, betont Landesrätin Rüscher abschließend.
- Redaktion
- Gerhard Wirth
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