Medieninformation Montag, 22.12.2025, 11:22 Natur- und tierfreundlich unterwegs im winterlichen Gelände LR Gantner erinnert an die Landeskampagne „Respektiere deine Grenzen“

Bregenz (VLK) – Auch wenn sich der Winter derzeit in Vorarlberg noch schneearm zeigt, wächst die Vorfreude auf Skitouren, Schneeschuhwanderungen und Freeriden im winterlichen Gelände. Gleichzeitig sind verschneite Landschaften ein sensibler Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, erinnert Landesrat Christian Gantner. In der kalten Jahreszeit sind Tiere besonders auf Ruhe und Schutz angewiesen. Mit der Landeskampagne „Respektiere deine Grenzen“ macht das Land Vorarlberg daher auf einen bewussten und rücksichtsvollen Umgang mit der Natur und den Tieren abseits markierter Pisten und Routen aufmerksam.

Wälder erfüllen wichtige Schutzfunktionen und sind zugleich unverzichtbare Rückzugsorte für Wildtiere. Variantenfahrten und unbedachte Touren in diesen sensiblen Bereichen können Tiere zusätzlich stören. „Im Winter ist der Energiehaushalt der Wildtiere auf ein Minimum reduziert. Deshalb ist eine sorgfältige Planung von Wintersportaktivitäten wichtig, um die Tiere und ihre Lebensräume nicht zu belasten“, betont Landesrat Gantner. Neben Wetter-, Schnee- und Lawinenlage sollten bereits bei der Tourenplanung Schutzgebiete, Wildruhezonen und empfohlene Routen berücksichtigt werden. 

Unterstützung bietet die Website respektiere-deine-grenzen.at mit Informationen, praktischen Verhaltenstipps und Hintergrundwissen für Aktivitäten im winterlichen Gelände. Ergänzend dazu dient der Vorarlberg-Atlas (atlas.vorarlberg.at) als zentrale Orientierungshilfe. Im Vorarlberg-Atlas sind Schutzgebiete, Wildruhezonen und die geltenden rechtlichen Regelungen übersichtlich dargestellt. Auch digitale Tourenportale und Outdoor-Apps greifen diese Informationen zunehmend auf. Vor Ort helfen zudem Informationstafeln, Markierungen, Pfeile und Bojen dabei, sensible Bereiche zu meiden. Diese Markierungen bieten allerdings keine Garantie für Lawinensicherheit – die Beurteilung der Lawinensituation bleibt in der Eigenverantwortung der Wintersportlerinnen und Wintersportler.

Mit vier einfachen Hinweisen lässt sich viel bewirken:
1.    Auf Aktivitäten in der Dämmerung und in der Dunkelheit verzichten, 
2.    Waldränder und schneearme Flächen meiden, 
3.    im Wald möglichst auf bestehenden Wegen bleiben und 
4.    vorab prüfen, ob die geplante Tour durch besonders geschützte Gebiete führt. 

Ebenso wichtig ist eine umweltfreundliche Anreise, idealerweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch das eigene Verhalten in sozialen Medien trägt spürbar zum Naturschutz bei. Sensible Beobachtungen sollten ohne genaue Ortsangaben geteilt werden, um zusätzlichen Nutzungsdruck zu vermeiden. Eigene Tourenrouten sollten nur veröffentlicht werden, wenn sie rücksichtsvoll gewählt sind und sensible Lebensräume nicht zusätzlich belasten.

Grenzen zu respektieren ist nicht nur im Wintersport wichtig: Ob beim Wandern, Mountainbiken oder bei Freizeitaktivitäten im Sommer – Rücksicht auf Lebensräume und Artenvielfalt ist das ganze Jahr über ein zentraler Beitrag zum Schutz unserer Natur. „Unser Ziel ist es, die Winterlandschaft natur- und tierfreundlich genießen zu können. Wer Rücksicht nimmt, trägt dazu bei, dass wir unsere winterliche Natur auch weiterhin erleben können – ohne Verbote, sondern mit Verantwortung“, sagt Landesrat Gantner.

Redaktion
Martina Hämmerle

Pressebilder

Ihr Browser ist veraltet!
Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen!
www.outdatedbrowser.com