Medieninformation Donnerstag, 26.03.2026, 17:26 Landgeld-Zusagen haben deutlich zugenommen
Bregenz (VLK) – Für die Erstellung der heute (Donnerstag, 26. März) von der Arbeiterkammer Vorarlberg präsentierten Studie zur Landeswohnbauförderung wurden zwar auch aus der Fachabteilung des Landes Daten weitergeleitet, die Studie selbst und die darin getroffenen Aussagen waren aber beim Land bis dato nicht bekannt. „Tatsache ist jedenfalls, dass die Zahl der Kreditzusagen der Landeswohnbauförderung in den letzten Jahren wieder deutlich zugenommen hat“, betont Wohnbaulandesrat Marco Tittler.
Im Jahr 2025 wurden Zusagen für 660 Wohnungen und Eigenheime gewährt, 2024 für 480, 2023 für 281 und 2022 für 299. Die Steigerung hängt auch mit der Entwicklung der Zinssituation zusammen, erklärt Tittler. Er verweist zudem darauf, dass in der Wohnbauförderung zwei Grenzen eingezogen sind – zum einen beim Einkommen und zum anderen bei den Errichtungskosten bzw. Verkaufspreisen. „Dadurch wird gewährleistet, dass es keine Ausreißer nach oben gibt. Die private Wohnbauförderung ist in erster Linie eine Finanzierungsunterstützung für den Erwerb von Eigentum“, so Tittler.
Zugleich widerspricht er der Forderung der Arbeiterkammer, die rund 40 Millionen Euro, die das Land in die Wohnbeihilfe investiert, stattdessen in den gemeinnützigen Wohnbau zu überführen. „Das wäre ein fataler Irrtum“, betont Tittler. Die AK übersehe dabei nämlich, dass 57 Prozent der Wohnbeihilfe Beziehenden bereits in gemeinnützigen Wohnungen und weitere vier Prozent in Eigentum leben. Das heißt, über 60 Prozent unterliegen nicht dem frei finanzierten Mietmarkt, „nur“ 39 Prozent wohnen in privaten Mietwohnungen - und dabei wird bei der Gewährung der Wohnbeihilfe darauf geachtet, dass eine ortsübliche Miete gegeben ist. „Unsere Wohnbeihilfe ist eine wichtige Unterstützung für jene, die es am dringendsten brauchen“, bekräftigt Landesrat Tittler.
- Redaktion
- Gerhard Wirth