Medieninformation Mittwoch, 14.01.2026, 14:21 LH Wallner: Industriestrompreis ist wichtiges Signal für Vorarlbergs Wirtschaftsstandort Klausur der Bundesregierung bringt Entlastung für energieintensive Betriebe, stärkere Werte-Charta und neue Impulse für Forschung – Finanzierung des Industriestrompreises noch zu klären

Bregenz (VLK) – „Der Industriestrompreis ist ein wichtiges Signal für unseren Wirtschaftsstandort und eine zentrale Weichenstellung für die Sicherung von Arbeitsplätzen in Vorarlberg“, kommentiert Landeshauptmann Markus Wallner eines der wesentlichen Ergebnisse der Klausur der Bundesregierung. Er begrüßt insbesondere die geplante Industriestromabsicherung und den künftigen Industriestrompreis von 5 Cent pro Kilowattstunde, ebenso wie die Weiterentwicklung der Werte-Charta für Asylberechtigte und neue Maßnahmen im Bereich Forschung und tertiäre Bildung. Gleichzeitig mahnt Wallner eine sachgerechte Gegenfinanzierung ein, die Investitionen in nachhaltige Energie nicht ausbremst.

Die Bundesregierung plant ab 2026 eine mehrjährige Absicherung für energieintensive Betriebe, ab 1. Jänner 2027 soll ein Industriestrompreis von 5 Cent pro Kilowattstunde gelten. „Für ein exportorientiertes Industrieland wie Vorarlberg ist verlässlicher, günstiger Strom eine Grundvoraussetzung, damit unsere Betriebe weiter investieren, innovativ bleiben und Arbeitsplätze sichern können“, so Wallner. Er verweist darauf, dass Vorarlberg diese Entlastung erst gestern mit Nachdruck eingefordert habe und die nun präsentierten Beschlüsse in die richtige Richtung gehen.

Kritisch bewertet der Landeshauptmann hingegen die bisher vorgesehene Gegenfinanzierung über zusätzliche Beiträge der Energiewirtschaft. „Es darf nicht passieren, dass jene Energieunternehmen belastet werden, die in große und langfristige Investitionen in Wasserkraft, Netze, Speicher und andere erneuerbare Energien gehen“, stellt Wallner klar. Die Bundesregierung sei nun gefordert, ein Modell auszuarbeiten, das Standortentlastung und Energiewende zusammen denkt und Vorarlberger Stärken im Bereich der nachhaltigen Energieversorgung gezielt unterstützt.

Positiv bewertet Wallner auch die Weiterentwicklung der Werte-Charta für Asylberechtigte, in der zentrale Prinzipien wie Rechtsstaatlichkeit, Gleichberechtigung und der Schutz von Kindern und Jugendlichen verankert werden. „Genauso wie der Bund die Werte-Charta für Asylberechtigte weiterentwickelt, wollen auch wir den Vorarlberg Kodex für Asylwerber auf Stand bringen“, unterstreicht der Landeshauptmann. Es gehe dabei nicht um eine bloße Unterschrift, sondern darum, „dass diese Vereinbarung dann auch in aller Konsequenz durchgesetzt wird“.

Am Rande begrüßt Wallner die angekündigten Schritte zur Stärkung von Forschung, Schlüsseltechnologien und tertiärer Bildung, etwa zusätzliche Mittel für Zukunftstechnologien, Spin-offs und Bemühungen um bessere Rahmenbedingungen für Fachkräfte. Aus Vorarlberger Sicht bleibt jedoch ein wichtiger Punkt offen: „Das Promotionsrecht für forschungsstarke Fachhochschulen wäre ein entscheidender Hebel für Regionen wie Vorarlberg, um den Forschungsstandort weiter aufzuwerten und hochqualifizierte Fachkräfte im Land zu halten“, so der Landeshauptmann. Vorarlberg werde sich daher weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Interessen des Landes bei der weiteren Umsetzung der Beschlüsse berücksichtigt werden.

Redaktion
Gerhard Wirth

Ihr Browser ist veraltet!
Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen!
www.outdatedbrowser.com