Medieninformation Dienstag, 30.12.2025, 10:00 LH Wallner: „2026 bringt vielfältige Neuerungen für Vorarlberg“ Innovationen und Förderungen – Überblick über 14 zentrale Entwicklungen
Bregenz (VLK) – Auch 2026 erweitert das Land Vorarlberg sein Leistungsangebot durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Neuerungen. Landeshauptmann Markus Wallner kündigte an, dass insbesondere Familien, Kinder und Jugendliche sowie die Bereiche Digitalisierung und Gesundheitsversorgung davon profitieren werden. „Mit diesen Neuerungen optimieren wir das Angebot des Landes weiter und machen es zugänglicher, um den Bedürfnissen unserer Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden und die nachhaltige Entwicklung Vorarlbergs zu fördern“, so Wallner heute (30. Dezember).
„Von der Einführung der MINT-Schecks für Kinderbetreuungseinrichtungen über die fortgesetzte Förderung von Musikschulpersonal bis hin zur Digitalisierung im Bereich der Angelfischerei“, erläutert Wallner, „sind diese Maßnahmen darauf ausgelegt, langfristige positive Effekte zu erzielen.“ Hervorzuheben sind insbesondere die Neuerungen, von denen Familien, Kinder und Jugendliche profitieren, wie das Programm „Kinder.Essen.Körig” und die Sportstrategie 2030. Zudem werden bedeutende Schritte in den Bereichen Digitalisierung und Umwelt- und Klimaschutz unternommen, etwa durch die Überarbeitung der Vorarlberger Waldkarte und die Einführung des „SozialKompass V”.
„Unser Ziel ist es, Vorarlberg als lebenswerten und zukunftsorientierten Lebensraum zu positionieren“, betont der Landeshauptmann. „Die Neuerungen des Jahres 2026 sind ein weiterer Schritt in diese Richtung. Sie zeigen, dass wir bereit sind, innovative Wege zu gehen, um die Lebensqualität in unserem Bundesland kontinuierlich zu steigern.“
Das sind Neuerungen im Serviceangebot des Landes 2026:
1. MINT-Schecks
Um Kinder früh für die MINT-Themen begeistern zu können, werden MINT-Schecks für Kinderbetreuungseinrichtungen ausgeschrieben. Damit sollen kleine Investitionen unbürokratisch finanziert werden, um MINT in den Einrichtungen umsetzen zu können.
2. Förderung von Musikschulpersonal
Das Land Vorarlberg setzt sich für einen breiten Zugang zu Musikschulen ein und macht Unterricht für alle leistbar: Durch die Fortführung der Subventionierung der Personalkosten im Jahr 2026 wird sichergestellt, dass Menschen jeden Alters Musikunterricht zu erschwinglichen Konditionen erhalten können.
3. Neue Kinderwohngruppe von SOS Kinderdorf
Die neue Kinderwohngruppe von SOS-Kinderdorf in Hohenweiler wird im ersten Quartal eröffnet. Sie bietet Platz für sechs Kinder und stellt eine wichtige Bereicherung für das Kinder- und Jugendhilfesystem in Vorarlberg dar.
4. Sanierung des Vorarlberger Landestheaters
Die Vorbereitungen laufen: Im Sommer 2026 startet die Sanierung des Vorarlberger Landestheaters. Diese umfasst die technische Generalsanierung der Bühnen- und Veranstaltungstechnik sowie damit verbundene architektonisch-bauliche Maßnahmen. Die Investitionskosten dafür belaufen sich auf rund 11 Millionen Euro.
5. Sport – Fördercall, Sportstrategie 2030
Mit dem Sonderförder-Call „Gesundheit durch Motivation mit Bewegungsvielfalt“ setzt das Land Vorarlberg gezielte Impulse für innovative Bewegungsangebote und stärkt somit die Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen. Die 32 eingereichten Projekte aus 17 Sportdisziplinen zeugen von der Dynamik der Vorarlberger Vereinslandschaft. Sie tragen dazu bei, Vorarlberg bis 2035 zum chancenreichsten Lebensraum für junge Menschen zu entwickeln. Kooperationen mit „Eltern-Kind-Turnen Dornbirn“ – Finde deinen Sport – sind Teil der neuen Sportstrategie. Erste Maßnahmen sorgen dafür, dass Familien im ganzen Land von mehr Bewegungsvielfalt und einer bürgernahen Gesundheitsprävention profitieren.
6. SozialKompass.V – neuer digitaler Wegweiser durch Vorarlbergs soziales Netz
Die Nutzung des SozialKompass.V ist seit dem 21.11.2025 über die Website https://sozialkompass.vorarlberg.at/ möglich. Der SozialKompass.V ist jedoch weit mehr als nur ein digitales Verzeichnis. Er ermöglicht es Bürger:innen, rund um die Uhr schnell und unkompliziert passende Unterstützungsangebote zu finden – unabhängig von Öffnungszeiten oder persönlichen Hürden. Die barrierefreie Plattform ist klar strukturiert und stellt verständliche sowie vollständige Informationen bereit. Damit erleichtert sie den Zugang zum sozialen Versorgungssystem und macht Hilfeleistungen transparenter, übersichtlicher und leichter nutzbar.
7. 1450 wieder in Landesverantwortung
Aktuell wird daran gearbeitet, die 1450 in Vorarlberg Mitte des Jahres 2026 wieder in die Verantwortung des Landes zu überführen. Dies soll dazu beitragen, schlagkräftiger zu werden, Schnittstellen zu verkürzen und eine bessere Anpassung der Steuerung an die regionalen Versorgungsbedürfnisse zu ermöglichen. Das Ziel besteht darin, die 1450 zur ersten Anlaufstelle im Gesundheitssystem zu machen, die eine klare Lotsenfunktion („best point of service“) übernimmt. Zudem soll der an die 1450 angedockte kurative Bereitschaftsdienst im Laufe des Jahres 2026 um eine telemedizinische Videokonsultation während der Nacht erweitert werden.
8. Update für Vorarlberger Waldkarte
Im Rahmen des mehrjährigen internationalen Projekts WINALP 21 wurde die Vorarlberger Waldkarte überarbeitet. Verschiedene Klimaszenarien wurden modelliert und ermöglichen einen Blick auf die zukünftige Entwicklung unserer Schutzwälder. Dies liefert den Waldbewirtschaftenden wichtige Informationen, um ihren Wald bereits heute klimafit aufzustellen. Die Karten werden Ende Jänner 2026 im Vorarlberg Atlas online gestellt.
9. Kinder.Essen.Körig: hochwertiges, leistbares Mittagessen für Kinder wird abgesichert
Das Landesprogramm Kinder.Essen.Körig wird mit dem Jahreswechsel fortgeführt und sorgt weiterhin dafür, dass Kinder ein hochwertiges Mittagessen erhalten. Der Fokus liegt auf regionalen, saisonalen und biologischen Speisen, deren Anteil weiter ausgebaut wird. Gleichzeitig bleibt das Angebot für Eltern leistbar: Sie zahlen höchstens 7 Euro pro Mittagessen für ihr Kind – unabhängig von Kostensteigerungen bei Lebensmitteln oder Personal. Das Programm wird schrittweise in weiteren Einrichtungen und Gemeinden eingeführt und umgesetzt.
10. Grundverkehr: Verfahren werden schneller und einfacher
In Vorarlberg gelten für die Übertragung von Grundstücken klare Regeln. Um diese Abläufe für die Bevölkerung und die Behörde zu vereinfachen, wurde der Prozess schrittweise digitalisiert. Immer mehr Verfahren im Grundverkehr – darunter Negativbescheinigungen und Bebauungserklärungen – können inzwischen vollständig digital eingebracht werden. Dadurch können inzwischen rund 80 Prozent aller Ansuchen vollständig digital abgewickelt werden. Das führt zu deutlich kürzeren Bearbeitungszeiten, erspart Bürgerinnen und Bürgern Postwege und Amtsbesuche und sorgt durch digitale Prüfmechanismen für hohe Datensicherheit sowie für eine spürbare Kosten- und Ressourcenschonung.
11. „Fischen in Vorarlberg“: Vorarlberg setzt auch in der Angelfischerei auf Digitalisierung
Die App „Fischen in Vorarlberg“ digitalisiert die Fang- und Besatzmeldungen vollständig und löst damit die bisherige Papierstatistik ab. FischerInnen profitieren von einer deutlich einfacheren und schnelleren Erfassung ihrer Fänge direkt auf dem Smartphone. Bewirtschafter haben in Echtzeit einen Überblick über Erlaubnisse und Fänge und erhalten ihre Fischereistatistik auf Knopfdruck. Durch die digitale Übermittlung an die Behörde werden Fehler reduziert und die Bearbeitungszeiten wesentlich verkürzt. Insgesamt steigt somit die Qualität der Daten, während der Verwaltungsaufwand erheblich sinkt.
Weitere Infos: https://vorarlberg.at/-/binnenfischerei
12. Erhöhte Bildungsprämie für niedrige Einkommen
Die Bildungsprämie für ArbeitnehmerInnen im Rahmen des Bildungszuschusses wird ab 1. Jänner 2026 einkommensabhängig ausgestaltet. Dadurch erhalten Personen mit niedrigerem Einkommen zukünftig eine Förderung von 50 Prozent der Kurskosten.
13. Entbürokratisierung bei der Förderung von raumplanerischen Aktivitäten und Entwicklungskonzepten
Die Vorarlberger Landesregierung hat kürzlich zwei überarbeitete Förderrichtlinien im Bereich der Raumplanung in Kraft gesetzt:
• Die Regio-Basisförderung unterstützt das professionelle Regionalmanagement durch ein transparentes und effektives Förderinstrument aus Bedarfszuweisungsmitteln. Davon profitieren derzeit acht Regio, wie beispielsweise die Region Vorderland-Feldkirch, die Regio Im Walgau oder die Regio Klostertal-Arlberg.
• Die Förderung von raumplanerischen Entwicklungskonzepten verfolgt das Ziel einer qualitativen Siedlungs- und Freiraumentwicklung. Gefördert werden Konzepte der Vorarlberger Gemeinden und Regios, die auf dem Raumbild Vorarlberg 2030 aufbauen und als strategische Grundlage für Flächenwidmungspläne und Bebauungspläne dienen sollen.
Beide Neufassungen vereinfachen die Förderabwicklung deutlich, schaffen praxisgerechte Bestimmungen und ermöglichen unter Sicherstellung der beabsichtigten Fördereffekte budgetäre Einsparungen. Geförderte Entwicklungskonzepte seit 2010 sind hier und hier unter www.vorarlberg.at/raumbeobachtung einsehbar.
14. Weiterentwicklung der Bildungslandschaft im Land
Im Schuljahr 2025/2026 stehen die Sprach- und Leseförderung, Digitalisierung & KI, Sicherheit an Schulen sowie Maßnahmen zur Gewinnung von Lehrpersonal im Fokus. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der sprachlichen Bildung: Unter anderem wird zusätzliches Personal für Sprachförderung in Schulen bereitgestellt, das pädagogische Personal wird mit praxisnahen Fort- und Weiterbildungsangeboten speziell geschult und die Eltern werden aktiv eingebunden. Zudem wird der Ausbau der Schulsozialarbeit als wichtige Entlastung für die Schulen konsequent vorangetrieben. Im Bereich Kinderschutz, Gewalt- und Mobbingprävention rückt die Sensibilisierung und professionelle Unterstützu
- Redaktion
- Mathias Bertsch