Medieninformation Freitag, 12.06.2026, 10:30 Kleiner Daumen – große Wirkung Kindergärten und Umweltzeichen-Schulen feiern ihre Erfolge

Bregenz (VLK) – Am Donnerstag, dem 11. Juni 2026, feierten die teilnehmenden Kindergärten den Abschluss des Projekts „Kleiner Daumen – große Wirkung“ im Landhaus. Erstmals wurden im Rahmen der Veranstaltung auch Umweltzeichen-Schulen für ihre Re-Zertifizierung gewürdigt. Landesrat Daniel Allgäuer nutzte die Gelegenheit, um sich bei den Pädagoginnen und Pädagogen für ihren wertvollen Beitrag zur Energieautonomie zu bedanken.

  Im Kindergartenjahr 2025/26 beteiligten sich sieben Vorarlberger Kindergärten sowie ein weiterer Kindergarten mit dem Vorgängerprojekt „Ein Königreich für die Zukunft“. Rund 50 Pädagoginnen und Pädagogen begleiteten knapp 300 Kinder durch das Projektjahr. Gemeinsam mit einem König und seinem Daumen erleben sie Klimaabenteuer und entdecken dabei Zusammenhänge zwischen Alltag, Umwelt und Energie. Die Themen Konsum, Ernährung, Abfall und Mobilität werden mit mehr als 120 praxisnahen Bausteinen kindgerecht vermittelt. Mit dem Wissen aus einer ganztägigen Fortbildung des Energieinstituts Vorarlberg sowie einem Praxishandbuch und einer Klima-Tasche als Unterstützung setzten die Einrichtungen die Themen Energie und Klimaschutz individuell und passend zu ihrem jeweiligen Alltag um.

Spielerisch Klimaschutz erleben

Im Jahresprojekt „Kleiner Daumen – große Wirkung“ werden Kinder auf phantasievolle und spielerische Weise an die Themen Energie, Klimaschutz und Nachhaltigkeit herangeführt. „Wer Kinder frühzeitig für diese Themen begeistert, legt den Grundstein für verantwortungsvolles Handeln und eine lebenswerte Zukunft“, erklärte Landesrat Allgäuer. Gerade im Kindergartenalter sei es eine besondere Herausforderung, komplexe Zusammenhänge verständlich und altersgerecht zu vermitteln. „Dass dies gelingt, verdanken wir dem großen Engagement unserer Pädagoginnen und Pädagogen. Ihnen gilt heute unser besonderer Dank“, sagte Allgäuer.

So vielfältig wie die Kindergärten selbst

Im Kindergarten Koblach wurde beispielsweise eine Fahrradputz-Aktion organisiert und ein eigenes Klima-Lied komponiert. Die „Königskinder“ aus Mellau pflanzten gemeinsam mit allen KEM-witus-Kindergärten eigene Bohnensetzlinge und lernten, wie Lebensmittel entstehen. Im Kindergarten Buch stellten die Kinder nicht nur ihr eigenes Müsli her, sondern setzten sich auch intensiv mit Wetterkarten und dem Wettergeschehen auseinander. Im Kindergarten Reuthe fanden ein Spielzeugtausch und ein Upcycling-Projekt statt, um Ressourcen bewusst zu nutzen. Im Kindergarten Hof Hohenems, einem Outdoor-Kindergarten, konnten zahlreiche Aktivitäten direkt in der Natur umgesetzt werden. Die „fünfte Jahreszeit“ wurde mit fantasievollen „Müllzwerge“-Kostümen gefeiert. Im Kindergarten Schwarzenberg gab es eine Danke-Aktion für Busfahrende, und mit dem Projekt „Energiefasten“ erforschten die Kinder spielerisch, wie sie im Alltag Ressourcen und Energie sparen können.

Großes Engagement eindrucksvoll dokumentiert

Wie vielfältig Klima- und Energiethemen im Kindergartenalltag umgesetzt werden, zeigt ein eigener Film des Kindergartens Feldkirch Gallmist. Im Zuge der Dreharbeiten machte sich auch Landesrat Allgäuer vor Ort ein Bild und zeigte sich beeindruckt vom Engagement aller Beteiligten: „Ich danke den Pädagoginnen und Pädagogen sowie allen teilnehmenden Kindergärten ganz herzlich. Mit ihrem Einsatz legen sie den Grundstein für eine nachhaltige Zukunft und zeigen, wie Klimaschutz von klein auf spielerisch vermittelt werden kann – ganz ohne erhobenen Zeigefinger.“

Wenn Kinder ihr Umfeld begeistern

In der EVO-Kindergartengruppe Alberschwende wurde besonders deutlich, wie Kinder Erfahrungen aus dem Projekt über den Kindergarten hinaus weitertragen: So wurde die Geburtstagsfeier eines Kindes auf dessen Wunsch zu einer Baumpflanzaktion mit dem Großvater, während ein anderes Kind eigenständig Plakate mit Umweltschutzbotschaften gestaltete und damit das Dorf verschönerte. „Die Kinder tragen ihre Erfahrungen nach Hause und beeinflussen ihr Umfeld auf spielerische und positive Weise. Die Rückmeldungen der Eltern waren durchwegs positiv, und die Inhalte des Projekts wurden von den Familien aktiv mitgetragen“, betont Pädagogin Daniela Hagspiel. So konnten die Kinder ihr Wissen direkt in den Alltag einbringen und Selbstwirksamkeit erleben – ganz nach dem Motto „Kleiner Daumen – große Wirkung“!

Umweltzeichen-Schulen für ihr Engagement gewürdigt

Erstmals wurden im Rahmen der Veranstaltung auch drei Vorarlberger Umweltzeichen-Schulen für ihre erfolgreiche Re-Zertifizierung gewürdigt: das BG Dornbirn, die MS Höchst sowie die Schule am See Hard mit Volks- und Mittelschule. Das Österreichische Umweltzeichen zeichnet Schulen aus, die Nachhaltigkeit und Klimaschutz ganzheitlich im Schulalltag verankern – etwa in den Bereichen Energie, Mobilität, Ernährung, Abfallvermeidung und Umweltbildung.

Die Re-Zertifizierung zeigt, dass Nachhaltigkeit an diesen Schulen nicht nur punktuell, sondern über viele Jahre hinweg gelebt und weiterentwickelt wird. Im Mittelpunkt der Würdigung standen daher vor allem die engagierten Schulleitungen, Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie weitere Beteiligte, die diese Arbeit möglich machen. Das BG Dornbirn, die MS Höchst und die Schule am See Hard stehen beispielhaft für gelebte Nachhaltigkeit, Mitbestimmung und konkrete Klimaschutzprojekte im Schulalltag.

Gemeinsam für die Zukunft

Landesrat Allgäuer dankte abschließend allen Beteiligten sowie den Projektpartnern Energieinstitut Vorarlberg und illwerke vkw für die erfolgreiche Zusammenarbeit:

„Die Investition in Bildung ist immer auch eine Investition in die Zukunft unseres Landes. Es freut mich besonders, dass wir diesen erfolgreichen Weg gemeinsam weitergehen und die Projekte auch in den kommenden Jahren fortführen werden.“

Angebote für Schulen und Kindergärten

Das Energieinstitut Vorarlberg ist seit 2025 die Koordinationsstelle für Umweltzeichen-Schulen in Vorarlberg.

Interessierte Schulen finden Informationen zur Teilnahme und Unterstützung unter: www.energieinstitut.at/uz-schule

Interessierte Kindergärten können sich bereits jetzt für das neue Kindergartenprojekt und die dazugehörige Fortbildung anmelden.

Das Angebot ist Teil von „Energieautonomie begreifen“ und wird Vorarlberger Kindergärten kostenlos zur Verfügung gestellt: www.energieautonomie-vorarlberg.at/lernen

Redaktion
Thomas Mair

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