Medieninformation Mittwoch, 31.12.2025, 09:33 Kinder- und Jugendbeteiligung 2025: Vorarlberg zieht starke Bilanz Von Kinderrechten im Rathaus bis zu Jugendkonferenzen und Weltklimaspielen – junge Menschen gestalten ihr Lebensumfeld mit

Bregenz (VLK) – Ob Spielplatz, Schulweg, Treffpunkte, Müllvermeidung, Klima und Konsum oder demokratisches Miteinander: 2025 haben Kinder und Jugendliche in Vorarlbergs Gemeinden und Regionen vielfach gezeigt, wie viel entsteht, wenn ihre Perspektiven ernst genommen werden. Beteiligung fand dabei nicht nur als „Mitreden“, sondern auch als Mitplanen und Umsetzen statt – gemeinsam mit Politik, Verwaltung, Schulen und engagierten Partnerorganisationen.

„Kinder und Jugendliche sollen erleben, dass ihre Stimme zählt und dass aus Ideen konkrete Verbesserungen werden. Der Jahresrückblick zeigt: Diese Investition lohnt sich für die Zukunft unserer Gemeinden“, so Landesstatthalter Christof Bitschi. 

Demokratie praktisch erleben – von klein auf
In Bregenz werden Kinderrechte und Demokratie in den dritten Volksschulklassen greifbar vermittelt. Im Anschluss bringen die Kinder ihre Ideen direkt in den Rathauskontext: 225 Kinder wurden 2025 eingeladen, Anliegen für Bregenz einzubringen. Häufig genannt wurden Themen wie Umwelt und Müll, Spielplätze, Bewegung, Schulweg und Mobilität.

Auch außerhalb der Schule gibt es feste Beteiligungsorte. Im Kindercafé werden Ideen der Kinder aufgegriffen und umgesetzt, und Kinderreporterinnen und Kinderreporter bereiten Themen kindgerecht auf.

Regionen im Fokus: Walgau und Klostertal-Arlberg
Im Walgau wurden im Rahmen des Programms jung&weise 2025 über 230 unterschiedliche Jugendliche in mehreren Formaten erreicht. In Bürs folgten auf Seminare und Jugendkonferenzen ein dreitägiges Weltklimaspiel und Initiativteams, die 2026 weiterarbeiten – darunter ein Schwerpunkt zur Müllvermeidung und Müllbekämpfung. Für 2026 sind weitere Formate bereits geplant, unter anderem ein Weltklimaspiel in Ludesch (26.-28. Jänner 2026).
In der Regio Klostertal-Arlberg wurden 2025 111 Kinder und 65 Jugendliche in 15 Veranstaltungen eingebunden. Beispiele zeigen, wie aus Anliegen konkrete Schritte werden: Busfahrpläne wurden besser auf Schulzeiten abgestimmt, Naturschutzanliegen umgesetzt, Kinder organisierten ein Kinoformat selbst und Jugendliche bereiten als Folgeprojekt ein Dorffest „Generationswechsel“ für den 19. Juni 2026 vor.

Montafon: Jugendforum stärkt Demokratie und Engagement
Das Jugendforum Montafon setzte Schwerpunkte zu Nachhaltigkeit und Konsum (unter anderem Second-Hand-Projekte) sowie zur politischen Bildung. Mit „Let’s talk democracy“ wurde ein Jugenddialogprozess etabliert, der konkrete Maßnahmen und eine stärkere Verankerung jugendlicher Perspektiven in regionalen Strukturen anstieß.

Kinderstimmen sichtbar machen: Nüziders und Satteins
In Nüziders zeigt sich Beteiligung als Mix aus Mitreden und Mitmachen: 2025 wurden 82 Kinder aus zwei Jahrgängen erreicht; an der Kinderkonferenz am 19. November 2025 nahmen 40 Kinder teil. Ergänzend gab es Kindercafé, Kinderflohmarkt, die Kinderzeitung „Kinderstimme“ (Auflage 250) sowie Vorbereitungen für ein Kinderkino 2026.
In Satteins wird Beteiligung seit Jahren als Selbstverständlichkeit gelebt. Die Kinderzeitung „KinderStimme“ zeigt, wie engagiert Kinder Themen aus ihrer Lebenswelt aufgreifen und öffentlich machen.

Fazit: Das sollte weitergeführt werden
Der Jahresrückblick macht deutlich: Beteiligung wirkt besonders dann, wenn sie verlässlich, altersgerecht und mit Umsetzungsperspektive gestaltet wird. So entstehen Motivation und das Vertrauen, dass Demokratie im Alltag funktioniert.

Call-to-Action: Beteiligung auch in Ihrer Gemeinde?
Wer ähnliche Formate in der eigenen Gemeinde oder Region starten möchte, kann sich an die jeweilige Gemeindevertretung wenden (Bürgermeisterin oder Bürgermeister, Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, zuständige Ausschüsse) und Kinder- und Jugendbeteiligung aktiv anregen. Informationen zum Fördertopf des Landes Vorarlberg:
www.vorarlberg.at/kjb

Redaktion
Martina Hämmerle

Pressebilder

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