Medieninformation Sonntag, 08.03.2026, 09:15 Breitbandausbau schreitet 2026 weiter voran LR Tittler: Breitbandverfügbarkeit – Vorarlberg unter den Top 3 im Ländervergleich

Die Zwischenevaluierung der Initiative „Breitband Austria 2030”, die nun veröffentlicht wrude, zeigt auf, dass Vorarlberg über die drittbeste Grundversorgung mit 100 Mbit/s verfügt – direkt hinter Wien und Salzburg. „Die zukunftsgerichtete Gigabit-Versorgung liegt mit 79,2 Prozent deutlich über dem österreichischen Durchschnitt. Der Anteil von Glasfaseranschlüssen mit ‚Fiber to the Home‘ wird durch die aktuell laufenden Projekte und Investitionen der Betreiber erheblich gesteigert“, fasst Landesrat Marco Tittler die Versorgungssituation zusammen.

  Ziel des Landes Vorarlberg ist es, mittel- bis langfristig im gesamten Dauersiedlungsraum eine flächendeckende, gigabitfähige Breitbandinfrastruktur bereitzustellen. „Gerade in einem wettbewerbsstarken Land wie Vorarlberg ist die digitale Vernetzung Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg und die Lebensqualität der Bevölkerung“, unterstreicht Landesrat Tittler. Der Ausbau trage maßgeblich dazu bei, die Standortattraktivität Vorarlbergs weiter zu stärken.

   Vorarlberg weist zudem die zweithöchste Quote an eigenwirtschaftlichem Ausbau durch die Betreiber auf – ein Beleg für die attraktiven Rahmenbedingungen und den hohen privaten Investitionsanteil im Land. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die konsequente Top-Up-Förderung des Landes Vorarlberg. „Durch unsere ergänzende Landesförderung konnten wir einen starken Fokus auf flächendeckende Projekte legen. Fast 95 Prozent der Haushalte im Fördergebiet werden berücksichtigt – das ist die größte Flächendeckung österreichweit“, betont der Landesrat: „Daraus resultiert auch die höchste Förderquote aller Bundesländer mit 63,2 von maximal möglichen 65 Prozent“. Vom ersten und zweiten Call der BBA2030 Förderung profitieren insgesamt 3.472 Haushalte direkt. Doch der Nutzen geht weit darüber hinaus: Der Ausbau schafft Backbone- und Backhaul-Infrastruktur in ländlichen Gebieten und macht Anschlüsse für benachbarte Haushalte und Gemeinden wirtschaftlich realisierbar – durch kürzere Anschlusslängen und geringere Kosten.

Herausforderung hohe Ausbaukosten – Topografie und Siedlungsstruktur als Hauptgründe

Die Evaluierung zeigt auch die besonderen Rahmenbedingungen in Vorarlberg: Mit über 15.000 Euro liegen die durchschnittlichen Ausbaukosten pro Haushalt im Fördergebiet am höchsten unter den Bundesländern, obwohl es ein bundesweites Kostenpauschalmodell für die Förderprojekte gibt. In den ersten Calls lagen die Kosten bei bis zu 15.228 Euro. Zum Vergleich: Während der Österreich-Durchschnitt bei 10.372 Euro liegt, werden in Oberösterreich etwa 7.000 Euro und in Wien 3.765 Euro fällig. Landesrat Tittler führt dies unter anderem auf die Siedlungsstruktur und Topografie zurück: „Verteilte Höfe in zersiedelten Randgebieten, die Lage im Alpenraum und die anspruchsvollen Grabungsbedingungen sind die Gründe. Genau deshalb ist die Kombination aus Bundesförderung und unserer Landes-Top-Up-Förderung so wichtig, um auch in diesen Gebieten eine gigabitfähige Breitbandinfrastruktur zu ermöglichen.“ Eine leistungsfähige und resiliente Breitbandinfrastruktur ist ein entscheidender Standortfaktor für Wirtschaft, Bildung und Lebensqualität. Vorarlberg geht hier konsequent und erfolgreich voran – mit hoher Eigenleistung der Betreiber, gezielter Landesförderung und klarem Fokus auf Flächendeckung. „Die Zwischenevaluierung bestätigt unseren Weg und motiviert uns, den Ausbau weiter mit Hochdruck voranzutreiben.“

Connect-Förderung unterstützt Ausbau in Schlüsselbereichen

Mit der Ausschreibung „Breitband Austria 2030:Connect“ wird die Verfügbarkeit von symmetrischen Gigabit-Internetzugängen gezielt verbessert. Gefördert werden einmalige Erschließungskosten für die Errichtung der Infrastruktur, wie Tiefbauarbeiten, LWL-/Glasfaserkabel oder Glasfaserverteiler und Zugangspunkte. Ein besonderer Fokus der Förderung liegt auf Gebieten mit wichtigen sozioökonomischen Schwerpunkten – darunter Standorte von kleinen und mittleren Unternehmen, Ein-Personen-Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen sowie land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Betrieben. Für Connect-Projekte stehen 41 Millionen Euro zur Verfügung, Förderanträge können in Kooperation mit den Netzbetreibern bei der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) eingereicht werden. Der Fördersatz beträgt 75 Prozent der förderbaren Kosten. Landesrat Tittler ergänzt: „Für besonders dringende Projekte, die eine rasche Umsetzung zur Aufrechterhaltung des Betriebes erfordern, können Antragsteller bis Ende 2026 auch einen Antrag beim Land Vorarlberg stellen.“

Redaktion
Thomas Mair

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