Medieninformation Samstag, 10.10.2026, 13:00 LH Wallner erteilt Erbschaftssteuer klare Absage: „Leistung darf nicht bestraft werden“ Vorarlberger Landeshauptmann gegen neue Belastungen
Landeshauptmann Markus Wallner erteilt der neuerlichen Forderung von Grünen-Chefin Leonore Gewessler nach Einführung einer Erbschaftssteuer eine klare Absage. „Die Steuerquote in Österreich ist mehr als hoch genug. In einer wirtschaftlich herausfordernden Zeit brauchen wir ganz sicher keine neuen Belastungen. Wir müssen den Staat effizienter machen, Strukturen und Prozesse vereinfachen sowie die Menschen und Betriebe entlasten – nicht nach neuen Einnahmequellen suchen“, betont Wallner.
Landeshauptmann Wallner hält den grundsätzlichen Ansatz Gewesslers für falsch: „Eigentum aufzubauen, für die nächste Generation vorzusorgen und etwas weiterzugeben, ist nichts, wofür sich Menschen rechtfertigen müssen. Im Gegenteil: Diese Haltung steht für Eigenverantwortung und langfristiges Denken.“
Gerade in Vorarlberg stecke ein wesentlicher Teil des Vermögens in Einfamilienhäusern, Betrieben und Arbeitsplätzen. Grundsätzliche Fragen blieben dadurch bestehen, so Wallner: „Wer über Jahrzehnte einen Betrieb aufbaut, investiert und Arbeitsplätze schafft, hat bereits laufend Steuern und Abgaben geleistet. Unser Ziel muss sein, Unternehmensübergaben zu erleichtern und Betriebe in der Region zu halten – nicht zusätzliche Unsicherheit zu schaffen.“
„Kein Einnahmen-, sondern ein Reformauftrag“
„Wir können nicht auf der einen Seite über notwendige Reformen sprechen und auf der anderen Seite bei jeder budgetären Herausforderung reflexartig eine neue Steuer ins Spiel bringen“, sagt Wallner, und weiter: „Der Staat muss zuerst bei sich selbst ansetzen. Genau deshalb arbeiten wir daran, Doppelgleisigkeiten abzubauen, Verfahren zu vereinfachen und öffentliche Strukturen effizienter zu gestalten.“
Wallner spricht sich für eine Politik aus, die Leistung, Eigentumsbildung und unternehmerische Verantwortung unterstützt: „Mein Zugang ist klar: Leistung muss sich lohnen. Wer arbeitet, spart, investiert, einen Betrieb aufbaut oder für seine Kinder vorsorgt, darf dafür nicht nachträglich bestraft werden. Österreich braucht mehr wirtschaftliche Dynamik und mehr Vertrauen in Eigenverantwortung – nicht neue Steuern.“
- Redaktion
- Mathias Bertsch