Medieninformation Donnerstag, 23.04.2026, 14:36 LR Gantner: „Boden ist mehr als nur ein Standort“ Fachlicher Austausch zur nachhaltigen Nutzung und zum Schutz der Ressource Boden

Dornbirn (VLK) – Diese Woche (21. bis 23. April 2026) findet in Vorarlberg die Jahrestagung der Bodenkundlichen Gesellschaften Österreichs und der Schweiz statt. Die Tagungsteilnehmenden tauschen sich über aktuelle Herausforderungen und innovative Ansätze für den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Böden aus. Beim gestrigen (22. April) Abendempfang im Kulturhaus Dornbirn hieß Landesrat Christian Gantner rund 200 Fachleute aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis willkommen. „Boden ist für uns weit mehr als nur ein Standort oder Bauplatz. Auf unseren Böden wächst das, was wir alle tagtäglich essen. Deshalb ist ein sorgsamer Umgang mit dieser wertvollen Ressource unerlässlich“, betonte Landesrat Gantner in seinen Grußworten.

Die Österreichische Bodenkundliche Gesellschaft (ÖBG) ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft, die sich mit der Erforschung, Nutzung und dem Schutz von Böden beschäftigt. Sie wurde 1954 gegründet und vernetzt Forschung, Verwaltung und Praxis.  Die ÖBG fördert die Bodenforschung, organisiert Tagungen, Exkursionen und Workshops und leistet Beiträge zu Richtlinien und Maßnahmen im Bodenschutz.

Internationale Vernetzung im Alpenraum

Die diesjährige Tagung wird gemeinsam mit der Schweiz veranstaltet. Beide Länder sind durch ihre alpinen Landschaften geprägt und stehen vor ähnlichen Herausforderungen im Umgang mit Boden. Gleichzeitig gibt es Unterschiede, etwa in der politischen Organisation oder der Datenerhebung und Nutzung von Bodeninformationen. Ziel der Tagung ist es, voneinander zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam innovative Lösungen für den Bodenschutz zu entwickeln.

Im Mittelpunkt der Tagung stehen aktuelle Fragen rund um die nachhaltige Nutzung, den Schutz und die Erforschung der knappen Ressource Boden. Fachvorträge, Posterpräsentationen und Exkursionen in Vorarlberg und der Schweiz bieten Raum für Diskussionen zu Themen wie Bodeninformationen und Datennutzung, neue Messmethoden im Feld und Labor und digitale Bodenkartierung.

Vorarlberg als Brücke zwischen den Ländern

Gerade die geografische Lage Vorarlbergs macht die Vernetzung mit den Nachbarländern besonders wertvoll. Das Land Vorarlberg ist über das Institut für Umwelt und Lebensmittelsicherheit Mitglied der ÖBG und engagiert sich seit Jahren für einen sorgsamen Umgang mit seinem Boden. Zudem arbeitet das Land etwa in der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) und deren Kommission Umwelt sowie der AG Landwirtschaft (Bodenschutz) eng mit Partnern aus der Schweiz und Deutschland zusammen, um grenzüberschreitende Lösungen für den Bodenschutz zu entwickeln.

„Aktiver Natur- und Umweltschutz ist die Basis für einen intakten Lebensraum und eine gesunde Umwelt. Gerade beim Bodenschutz können wir davon profitieren, wenn wir unsere Erfahrungen teilen und das Thema über die eigene Landesgrenze hinweg denken“, unterstrich Landesrat Gantner und dankte den Organisatorinnen und Organisatoren für die Durchführung der Tagung.

Redaktion
Martina Hämmerle

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