Medieninformation Dienstag, 14.04.2026, 16:27 Vielfältig im Einsatz für die Vorarlberger Europaschutzgebiete Erfolg durch Zusammenarbeit: Regionsmanagement Europaschutzgebiete zieht positive Bilanz für 2025
Bregenz (VLK) – Die 39 Europaschutzgebiete in Vorarlberg stehen für eine beeindruckende Vielfalt an Lebensräumen und seltenen Tier- und Pflanzenarten. Betreut werden diese Schutzgebiete vom Regionsmanagement Europaschutzgebiete, das in seinem kürzlich veröffentlichten Jahresbericht auf ein ereignisreiches und arbeitsintensives Jahr 2025 zurückblickt. Im Mittelpunkt standen neben der fachlichen Betreuung der Schutzgebiete vor allem die enge Zusammenarbeit mit Gemeinden, Vereinen, Initiativen und zahlreichen Freiwilligen. „Naturschutz braucht Akzeptanz. Naturschutz entscheidet sich nicht am Papier, sondern draußen vor Ort und bei den Menschen. Dort, wo gemeinsam angepackt wird und alle Beteiligten auf Augenhöhe zusammenarbeiten, entsteht echte Wirkung für die Natur. Es freut mich besonders, dass 2025 die Vernetzung und das Miteinander im Mittelpunkt standen“, betont Landesrat Christian Gantner.
Die Jahresbilanz für 2025 des Regionsmanagement Europaschutzgebiete kann sich sehen lassen: 37 Monitoring-Projekte und 36 Maßnahmen zum Schutz und Erhalt wertvoller Lebensräume sowie Tier- und Pflanzenarten konnten realisiert werden. Im Rahmen der Monitoring-Projekte wurden unter anderem Bestandsdaten seltener und gefährdeter Arten wie Schneehuhn, Steinkrebs und Gelbbauchunke erhoben. Parallel dazu hat das Regionsmanagement verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um Lebensräume zu erhalten und aufzuwerten. So wurden beispielsweise Feuchtbiotope für Amphibien angelegt, wertvolle Wiesenflächen gepflegt und Lebensbedingungen für Wiesenvögel – etwa im Lauteracher Ried – durch Gehölzrückschnitt weiter verbessert.
Starke Zusammenarbeit
Unterstützt wird das Regionsmanagement Europaschutzgebiete von engagierten Gebietsbetreuerinnen und Gebietsbetreuern sowie externen Partnern, ohne deren Einsatz viele der geplanten Projekte nicht umsetzbar wären. Ein besonderer Schwerpunkt lag deshalb 2025 auch auf der engen Vernetzung mit lokalen Akteuren. Es wurden neue Partnerschaften mit Schulen und Vereinen geschlossen und die Zusammenarbeit mit Landwirtinnen und Landwirten im Rahmen des Agrarumweltprogramms ÖPUL weiter ausgebaut.
Leuchtturmprojekt Vielfaltertage: Gemeinsam für die Natur
Ein sichtbares Beispiel für dieses Zusammenwirken sind die Vielfaltertage: Über 800 Freiwillige haben sich 2025 in mehr als 100 Einsätzen engagiert und dabei rund 2.500 Arbeitsstunden geleistet. Im Fokus standen dabei die Eindämmung gebietsfremder Pflanzen, die Pflege von Magerwiesen und Feuchtbiotopen sowie gezielte Maßnahmen für seltene Vogel- und Amphibienarten. „Mein besonderer Dank gilt allen, die zum Gelingen der Vielfaltertage beitragen – den vielen Freiwilligen vor Ort ebenso wie jenen, die im Hintergrund organisieren, koordinieren und unterstützen. Dieses Zusammenspiel ermöglicht es, dass so viele Maßnahmen für die Natur erfolgreich umgesetzt werden und sich Jahr für Jahr so viele Menschen beteiligen“, unterstreicht Landesrat Gantner.
Auch im Jahr 2026 sind die Vielfaltertage bereits wieder angelaufen. Unter der Leitung des Regionsmanagement Europaschutzgebiete werden das ganze Jahr über in ausgewählten Schutzgebieten vielfältige Arbeitseinsätze organisiert, die einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur Pflege unserer Natur- und Kulturlandschaft leisten. Gleichzeitig unterstützen sie jene, die diese wertvollen Flächen täglich bewirtschaften.
Ob Magerwiese, Riedfläche, Wald oder Alpgebiet – die Einsätze sind so vielfältig wie die Natur selbst. Wer mitmacht, kann aktiv anpacken, Einblicke in die Naturschutzarbeit gewinnen und die Schutzgebiete näher kennenlernen. Alle Interessierten sind eingeladen, sich zu beteiligen. Weitere Informationen zu den geplanten Einsätzen und zur Anmeldung finden sich unter: https://naturvielfalt.at/vielfaltertage/
Den vollständigen Jahresbericht gibt es unter: https://naturvielfalt.at/regionsmanagement-europaschutzgebiete-jahresrueckblick-2025/
- Redaktion
- Martina Hämmerle
Pressebilder
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Vielfaltertag auf der Alpguesalpe im hinteren Silbertal zur Aufwertung von Birkhuhnbalzplätzen
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Reger Austausch beim GebietsbetreuerInnentag 2025 im Rheindelta
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Springkraut rupfen im Wolfurter Ried
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Bekassine, Kiebitz und Co. nutzen die abgeflachten Grabenböschungen zur Nahrungssuche
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Landesrat Christian Gantner und RM Walter Niederer bei einer Begehung in Götzis
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