Medieninformation Montag, 06.04.2026, 08:00 Betriebsanlagen: 70 Prozent der Genehmigungsverfahren in 3 Monaten oder weniger abgeschlossen LH Wallner: Schnelle Abwicklung von Verfahren ist ein wichtiger Standortfaktor

Bregenz (VLK) – Mithilfe des Verfahrensmonitorings lassen sich die Bearbeitungszeiten von Betriebsanlagengenehmigungen in Vorarlberg nachvollziehen. Die aktuellen Zahlen der Bezirkshauptmannschaften für die Jahre 2023 bis 2025 zeigen, dass Vorarlberg in diesem Bereich Maßstäbe setzt. Im Schnitt wurden in diesem Zeitraum über 70 Prozent aller Verfahren innerhalb von zwölf Wochen abgeschlossen. „Diese Zahlen sprechen eine klare Sprache“, stellt Landeshauptmann Markus Wallner fest. „Sie zeigen, dass eine rasche Verfahrensabwicklung nicht nur Wunsch der Antragsteller ist, sondern unsere Behörden alles dafür tun, dem auch gerecht zu werden. Gleichzeitig wollen wir uns hier noch weiter verbessern.“

Die detaillierte Auswertung des Verfahrensmonitorings zeigt, dass in den Jahren 2023 bis 2025 mehr als 70 Prozent der Betriebsanlagengenehmigungen (gemäß Gewerbeordnung, einschließlich ordentlicher und vereinfachter Verfahren) von den Bezirkshauptmannschaften innerhalb von zwölf Wochen abgeschlossen wurden. Konkret lag der Anteil 2023 bei 71,0 Prozent, 2024 bei 68,0 Prozent und 2025 bei 71,9 Prozent. Diese Werte verdeutlichen die konstant hohe Effizienz der Vorarlberger Bezirksverwaltungsbehörden, wobei die leichte Abweichung im Jahr 2024 auf das deutlich höhere Gesamtaufkommen zurückzuführen ist. Absolut betrachtet wurden in diesem Jahr mehr Verfahren in Rekordzeit abgeschlossen als zuvor. Konkret waren das 644 im Jahr 2024 (2023: 589; 2025: 595).

Ein Erfolgsfaktor ist die sogenannte Verfahrenskonzentration. Dabei werden alle erforderlichen Genehmigungen – etwa nach Gewerbe-, Wasser- oder Naturschutzrecht – in einer einzigen kommissionellen Verhandlung zusammengeführt und in einem einzigen Bescheid abgeschlossen. Dieses Vorgehen spart Zeit und reduziert den bürokratischen Aufwand für Unternehmen erheblich. „Konzentrierte Verfahren sind ein vielversprechender Weg, den wir verstärkt gehen. Die Einhaltung kurzer Bearbeitungszeiten ist ein zentraler Standortvorteil für Vorarlberg“, so Wallner.

Die geringe Zahl an Verfahren, die länger als ein Jahr dauern betrifft fast ausschließlich Fälle mit externen Verzögerungsfaktoren. Dazu zählen beispielsweise komplexe Anforderungen an Gutachten, Einwendungen oder Antragsänderungen, auf die die Behörde keinen direkten Einfluss hat.

„Die Ergebnisse des Verfahrensmonitorings belegen, dass die Vorarlberger Verwaltung grundsätzlich ein verlässlicher Partner für die Wirtschaft ist. Effizient, transparent und serviceorientiert zu arbeiten ist ein klarer Standortvorteil, den wir in Zukunft noch stärker nutzen wollen und müssen. Wir arbeiten daher weiter an Verbesserungen, um Prozesse zu vereinfachen und unnötige Bürokratie abzubauen“, resümiert der Landeshauptmann. Die Landesregierung werde alles daransetzen, eine hohe Qualität und Geschwindigkeit der Verfahren zu gewährleisten und den Wirtschaftsstandort Vorarlberg zu stärken. Seinen Dank richtet der Landeshauptmann an die Mitarbeitenden, die sich mit großem Engagement für eine zügige Erledigung aller Aufgaben einsetzen.

Verfahrensmonitoring Betriebsanlagen Vorarlberg (2023–2025)
    

Jahr

Bezirk

Gesamt

< 13 Wochen

13–26 Wochen

26–52 Wochen

> 52 Wochen

2023

Vorarlberg

589

418 (71,0%)

116 (19,7%)

46 (7,8%)

9 (1,5%)

Bludenz

165

100

37

23

5

Bregenz

203

144

45

11

3

Dornbirn

63

54

6

2

1

Feldkirch

158

120

28

10

0

2024

Vorarlberg

644

438 (68,0%)

122 (18,9%)

58 (9,0%)

26 (4,0%)

Bludenz

194

116

43

19

16

Bregenz

208

131

48

22

7

Dornbirn

65

47

9

6

3

Feldkirch

177

144

22

11

0

2025

Vorarlberg

595

428 (71,9%)

103 (17,3%)

39 (6,6%)

25 (4,2%)

Bludenz

164

109

28

12

15

Bregenz

218

154

34

21

9

Dornbirn

85

62

16

6

1

Feldkirch

128

103

25

0

0

Redaktion
Mathias Bertsch

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