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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Dienstag, 11.1.2022 13:17 Uhr

Wirtschaft/Arbeitsmarkt/Corona/Wallner/Tittler

LH Wallner: „Massive Investitionen, um Arbeitsmarkt weiter zu festigen“

Land und AMS stellen für 2022 insgesamt 59,6 Millionen Euro zur Verfügung

Bregenz (VLK) – Waren vor einem Jahr beim AMS noch rund 16.000 Personen als arbeitslos vorgemerkt, liegt diese Zahl heute bei knapp 10.200. Den bemerkenswerten Erholungsprozess wollen Land und AMS auch im Jahr 2022 mit massiven Investitionen unterstützen, um den Vorarlberger Arbeitsmarkt weiter zu festigen. Das bekräftigten Landeshauptmann Markus Wallner, Wirtschaftslandesrat Marco Tittler sowie AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter am Dienstag (11. Jänner) im Pressefoyer. Zur weiteren Arbeitsmarkterholung werden Land und AMS zusammen insgesamt 59,6 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

LH Wallner: „Massive Investitionen, um Arbeitsmarkt weiter zu festigen“ .

Derzeit sind exakt 10.170 Personen arbeitslos vorgemerkt, um 35,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Bei der Erholung „extrem geholfen“ habe die Kurzarbeitsregelung, merkte der Landeshauptmann an. In einer Vereinbarung haben sich Land und AMS auf die weitere Forsetzung der bewährten Zusammenarbeit verständigt, um insbesondere für all jene Personen die Beschäftigungschancen zu erhöhen, die bisher nicht von der Arbeitsmarkterholung profitieren konnten. Das sind vor allem gesundheitlich Belastete, Ältere, Geringqualifizierte und langzeitarbeitslose Personen, wie der Landeshauptmann ausführte. Der Lockdown kurz vor Jahresende habe die insgesamt gute Entwicklung am Arbeitsmarkt ein wenig abgebremst, stellte Wallner mit Blick auf die Zahlen fest.

In dem von Land und AMS für 2022 vereinbarten Maßnahmenprogramm werden die bislang bewährten Schwerpunkte beibehalten: Die berufliche Ausbildung von Jugendlichen sicherstellen, die Verfestigung von Langzeitarbeitslosigkeit verhindern und die Höherqualifizierung von Menschen mit niedrigem Ausbildungsniveau forcieren. Gleichzeitig werden jene arbeitsmarktpolitischen Instrumente, die zu einer Fachkräfteausbildung (Lehrabschluss oder höherer formaler Ausbildungsabschluss) führen oder eine betriebsnahe Qualifizierung (Stiftungsmodelle) ermöglichen ausgebaut und attraktiver gestaltet. Einmal mehr machte Wirtschaftslandesrat Marco Tittler auf die Bedeutung der nach wie vor geltenden Beschäftigungs- und Ausbildungsgarantie aufmerksam: „Jeder junge Mensch im Alter von 15 bis unter 25 Jahren, der länger als drei Monate ohne Arbeit ist, erhält innerhalb der nächsten drei Monate ein Beschäftigungs- oder Ausbildungsangebot.“ Als „entscheidend“ bezeichnete Tittler in dem Zusammenhang auch die Unterstützung von Jugendlichen bei der Berufswahl.

Die Schwerpunkte im Detail:
- Förderung junger Menschen unter 25 Jahre
Investitionen 7,9 Mio. Euro (6,1 Mio. AMS, 1,8 Mio. Land) für rd. 870 Betroffene
- Ausbildung für Geringqualifizierte
Investitionen 3,5 Mio. Euro (2,0 Mio. AMS, 1,5 Mio. Euro Land) für rd. 620 Betroffene
- Angebote für Menschen über 50 Jahre und andere förderwürdige Personengruppen, um der Verfestigung von Arbeitslosigkeit bzw. einem dauerhaften Ausschluss von Erwerbsleben entgegen zu wirken
Investitionen 13,0 Mio. Euro (9,4 Mio. AMS, 3,6 Mio. Land) für 1.500 Betroffene

Die beiden folgenden Grafiken verdeutlichen die massiven Auswirkungen von Corona auf die Beschäftigungssituation in Vorarlberg sowie den Aufschwung im letzten Jahr.

Von den insgesamt 59,6 Millionen Euro, die Land und AMS für die Stabilisierung des Arbeitsmarktes zur Verfügung stellen, sind 24,4 Millionen für gemeinsam finanzierte Projekte bestimmt (17,6 Millionen AMS und 6,8 Millionen Land). Weitere 32,1 Millionen werden vom AMS für eigene Aktivitäten wie die Förderung der Beschäftigung, Qualifizierungsprojekte sowie gezielte Unterstützungsangebote eingesetzt. Vom Land Vorarlberg kommen zusätzliche 3,1 Millionen für verschiedene arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen hinzu. Rund 3.600 Personen werden von den gemeinsam finanzierten Projekten und Qualifizierungsmaßnahmen profitieren können, informierte Wallner.

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Redakteur/in: Wolfgang Hollenstein


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