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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Freitag, 13.11.2020 15:39 Uhr

Soziales/Hospiz/Wiesflecker

Hospiz Vorarlberg ist wichtige Säule im Pflegenetz

Land fördert regionale Hospizteams mit 450.000 Euro

Bregenz (VLK) – Land und Gemeinden unterstützen auch heuer die wertvolle Arbeit der Hospiz Vorarlberg und haben für 2020 eine Förderung in Höhe von 450.000 Euro aus Mitteln des Sozialfonds zugesagt. „Der Einsatz in den Hospizteams verdient größten Respekt und Anerkennung. Diese Arbeit ist eine besondere Herausforderung, denn die Begleitung von Sterbenden und deren Angehörigen erfordert neben fachlicher Qualifikation vor allem auch viel mentale Kraft sowie Einfühlungsvermögen und Mitgefühl“, sagt Landesrätin Wiesflecker und dankt allen in der Hospiz Mitwirkenden für ihr enormes Engagement.

Im Jahr 2019 waren in Vorarlberg 248 Hospiz-Begleitende – 208 Frauen und 40 Männer – für schwerkranke und trauernde Menschen im Einsatz. Sie verteilten sich auf die sechs regionalen Hospizteams, das Hospizteam für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (HoKi) und das Ehrenamtlichen-Team im Hospiz am See. In Summe haben sie 37.235 Stunden aufgewendet – im Kontakt mit den Betroffenen, um die Einsätze zu reflektieren, für Weiterbildungen und um sich für kurzfristige Einsätze bereitzuhalten.

Die Hospiz Vorarlberg ist mit den regionalen Teams Bludenz, Feldkirch, Götzis, Dornbirn, Bregenz und Bregenzerwald in allen Landesteilen präsent. Hospiz-Einsätze können eine kurze Zeitspanne, z.B. eine Nacht, umfassen oder sich über Monate, manchmal auch über Jahre erstrecken, so vielfältig wie Krankheits- und Sterbewege eben sind. Die regionalen Hospizteams verbrachten rund 47 Prozent ihrer Einsatzzeit in Pflegeheimen, 28 Prozent bei den Betroffenen zuhause und 15 Prozent in einem Krankenhaus. Dabei wurden 1.032 Patientinnen und Patienten (66 Prozent Frauen, 34 Prozent Männer) oder Trauernde begleitet.
 
   Das Mobile Palliativteam Vorarlberg, eine Kooperation von Hospiz Vorarlberg mit dem Landeskrankenhaus Hohenems, unterstützt die Hausärztinnen und -ärzte, Hauskrankenpflege und Pflegeheime in der Betreuung der Palliativpatientinnen und -patienten. Im Jahr 2019 wurden diese durch das Mobile Palliativteam bei der Betreuung von 438 Palliativpatientinnen und -patienten unterstützt und damit auch deren Angehörige spürbar entlastet, wie aus zahlreichen Rückmeldungen hervorgeht. „Die Beiziehung des Mobilen Palliativteams bedeutet für Patientinnen und Patienten sowie Angehörige eine zusätzliche Expertise und Ansprechpartner für spezifische Fragen. Das bietet für viele Entlastung und gibt zusätzlichen Halt in tiefster Verunsicherung“, sagt Landesrätin Wiesflecker. Durch die interprofessionelle Zusammensetzung des Teams aus erfahrenen Palliativ-Pflegefachkräften, Palliativ-Medizinerinnen und -Medizinern und einer Sozialarbeiterin können die auftretenden Probleme besser und effektiver bearbeitet werden. 2019 hat das Mobile Palliativteam 1.225 Einsätze geleistet und dabei 17.419 km zurückgelegt.

Hospizkultur und Palliative Care in der Grundversorgung
   Im letzten Jahr wurden zwei Basislehrgänge für Palliative Geriatrie mit 32 Teilnehmenden durchgeführt. Rund 20 Personen aus Pflegeheimen der Stiftung Liebenau und der Benevit haben an den beiden Palliativ-Schulungen für die unterstützenden Bereiche teilgenommen. Unter dem Arbeitstitel „Hauskrankenpflege im Zentrum“ (HiZ) konnte ein weiteres wichtiges Projekt für die Grundversorgung gestartet werden. In enger Zusammenarbeit mit der Hauskrankenpflege Vorarlberg und connexia ist es gelungen, alle 66 Krankenpflegevereine des Landes in das Projekt einzubinden, das nun den Titel „Hospizkultur und Palliative Care zuhause“ trägt.

Hospiz ist auch in Corona-Zeiten im Einsatz
   „Gemeinsam mit den anderen Dienstleistern in unserem Gesundheits- und Sozialsystem bildet die Hospiz Vorarlberg ein tragendes und stützendes Netzwerk für schwerstkranke, sterbende und trauernde Menschen in Vorarlberg“, so Landesrätin Wiesflecker. Die Einsätze des Hospiz- und Palliativteams sind momentan trotz der Besuchsbeschränkungen in den Pflegeheimen und Krankenhäusern möglich und werden auch weiterhin durchgeführt.

Infobox

Redakteur/in: Gerhard Wirth (LageplanFahrplan)


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