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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Freitag, 8.11.2019 12:22 Uhr

Soziales/Jugendhilfe/Länder/Wiesflecker

Niederschwellige Unterstützung auf dem Weg ins Erwachsenenleben

Landesrätin Wiesflecker stellte bei Kinder- und Jugendhilfekonferenz der Länder das Vorarlberger „Care Leaver“-Programm vor

Eisenstadt (VLK) – Das Thema „Care Leaver“ war ein Schwerpunkt bei der Konferenz der Kinder- und Jugendhilfereferentinnen und -referenten der Länder am Freitag, 8. November, in Eisenstadt. Dabei geht es um junge Erwachsene, die einen Teil ihres Lebens in öffentlicher Erziehung – z.B. in Wohngruppen oder Pflegefamilien – verbracht haben und sich nun im Übergang in ein eigenständiges Leben befinden. Landesrätin Katharina Wiesflecker stellte ein Projekt vor, mit dem ab Jahresbeginn 2020 Care Leaver in Vorarlberg begleitet und unterstützt werden, damit sie den Sprung ins Erwachsenenleben leichter bewältigen.

Junge Erwachsene, die in ihren Familien aufwachsen, verlassen im Durchschnitt mit 25 Jahren den elterlichen Haushalt, während die Unterstützung durch die öffentliche Kinder- und Jugendhilfe mit 18 Jahren offiziell endet. 2018 wurden in Vorarlberg 74 junge Erwachsene aus stationären Betreuungseinrichtungen entlassen, weil sie die Volljährigkeit erreicht haben. Das Care Leaver-Programm soll dafür sorgen, dass die betroffenen jungen Menschen auch über das 18. Lebensjahr hinaus bei Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen andocken können, erklärte Landesrätin Wiesflecker.

„Viele Care Leaver stammen aus belasteten Familienverhältnissen und verfügen kaum über stabile private Netzwerke. Diese jungen Leute brauchen ein niederschwelliges Unterstützungsangebot, das ihnen die Möglichkeit gibt, nach Erreichen der Volljährigkeit weiter schnelle Hilfe zur Selbsthilfe zu erhalten“, so Wiesflecker. Dadurch soll auch sichergestellt werden, dass die von der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe geleistete Erziehungsarbeit nachhaltig wirkt. Deshalb wird ab 1. Jänner 2020 ein Projekt zur ambulanten Unterstützung der Care Leaver aus Mitteln des Vorarlberger Sozialfonds finanziert. Bis Ende 2022 soll von allen stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe – Institut für Sozialhilfe, Vorarlberger Kinderdorf, SOS-Kinderdorf und Jupident – ein flächendeckendes Angebot aufgebaut werden.

Die Konferenz der Kinder- und Jugedhilfereferentinnen und -referenten hat für Landesrätin Wiesflecker zusätzlich an Bedeutung gewonnen, nachdem die gesetzlichen Kompetenzen im letzten Jahr vom Bund auf die Länder übertragen worden sind. „Das macht den regelmäßigen gegenseitigen Austausch umso wichtiger, damit die Standards in der Kinder- und Jugendhilfe auf hohem Niveau weiterentwickelt werden können“, betonte Wiesflecker.

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Redakteur/in: Gerhard Wirth (LageplanFahrplan)


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