Medieninformation Freitag, 24.04.2026, 11:01 Zukunftssichere und bedarfsgerechte Pflege und Betreuung Landesrätin Rüscher: Neugestaltung des Care Managements beschlossen

Bregenz (VLK) – Im Rahmen der neuen Vorarlberger Sozialfondsstrategie 2030 hat die Landesregierung eine grundlegende Weiterentwicklung des Care Managements beschlossen. Mit der Aktualisierung der Förderrichtlinien sowie der Neueinteilung der Care Regionen wird ein zentraler Baustein für die zukünftige Gestaltung der Betreuung und Pflege in Vorarlberg neu aufgestellt. „Angesichts der demografischen Entwicklung gilt es, die Betreuung und Pflege älterer Menschen zukunftssicher und nah an den Bedürfnissen der BürgerInnen zu gestalten. Mit der Neuausrichtung des Care Managements ist ein wichtiger Meilenstein gelungen. Unser Ziel ist es, die vorhandenen Ressourcen gezielt dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen entfalten, und gleichzeitig die finanzielle Tragfähigkeit des Systems langfristig zu sichern“, sagt Landesrätin Martina Rüscher.

Das Care Management bewährt sich in Vorarlberg bereits seit dem Jahr 2014 als ergänzende Struktur zur Koordination und Weiterentwicklung von Pflege- und Betreuungsangeboten auf regionaler Ebene. Regionale Care ManagerInnen sind aktuell in 17 Planungsregionen tätig und decken mit 88 von 96 Gemeinden bereits einen Großteil des Landes ab. Auf Basis eines umfassenden Evaluierungs- und Konzeptentwicklungsprozesses wird dieses erfolgreiche Modell nun weiterentwickelt und zukunftsfit ausgerichtet.

Künftig wird die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit noch stärker verankert und die Zahl der Care Regionen auf neun reduziert. „Die Care ManagerInnen übernehmen eine zentrale Rolle in der operativen Steuerung und der regionalen Vernetzung der Angebote. Ihre Aufgabe wird deutlich gestärkt und erweitert“, so Landesrätin Rüscher. Pro Care Region ist ein Sozialraumbüro als zentrale Anlaufstelle für BürgerInnen geplant. Sie sind als einfach erreichbare, zentrale Anlaufstellen für alle Menschen gedacht, die Unterstützung suchen – unabhängig davon, um welches Anliegen es geht. Die MitarbeiterInnen übernehmen eine „Lotsenfunktion“: Sie helfen dabei, sich im sozialen System zurechtzufinden, zeigen passende Angebote auf und unterstützen bei den nächsten Schritten. Somit können umfassende Hilfsleistungennotwendige Unterstützungen gebündelt an einer Stelle geprüft und auch direkt bewilligt werden. Damit wird sichergestellt, dass Hilfe aus einer Hand organisiert wird und schneller bei den Menschen ankommt.

Ein weiterer wesentlicher Schritt ist die künftige Finanzierung: Die Care ManagerInnen werden gemäß der neuen Richtlinie vollständig aus Landesmitteln finanziert. Gemeinden und Regionen können das Beschäftigungsausmaß bei Bedarf freiwillig erweitern.

Die Neuerungen im Care Management treten mit 1. Mai 2026 in Kraft. Die bisherige Förderrichtlinie bleibt noch bis Ende 2026 gültig, wodurch den Gemeinden ein geordneter Übergang in das neue, erweiterte Fördermodell ermöglicht wird.
 

Redaktion
Gerhard Wirth

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