Medieninformation Freitag, 17.04.2026, 15:33 Wirtschaftslandesrat Tittler überrascht über einstimmige Ablehnung zu Rondo-Kraftwerk in Frastanz Strategisches Projekt für Versorgungssicherheit und Standort – Unterstützung für Unternehmen bei notwendigen Infrastrukturmaßnahmen

Bregenz (VLK) – Wirtschaftslandesrat Marco Tittler reagiert heute (17. April) auf die ablehnende Haltung der Gemeinde Frastanz zum geplanten Reststoff-Kraftwerk der Rondo Ganahl AG: Tittler zeigt sich überrascht über die breite Ablehnung und betont die zentrale Bedeutung einer verlässlichen und eigenständigen Energieversorgung für energieintensive Betriebe. Das Ziel ist in jedem Fall, den Wirtschaftsstandort zu stärken und Arbeitsplätze langfristig zu sichern.

„Die Sicherstellung einer verlässlichen Energieversorgung ist eine zentrale Aufgabenstellung eines jeden Unternehmens, insbesondere für energieintensive Produktionsbetriebe in energiepolitisch herausfordernden Zeiten wie diesen“, stellt Tittler klar. „Gerade jetzt ist es entscheidend, dass energieintensive Betriebe Schritte setzen können, um sich unabhängiger von externen Energiequellen zu machen.“

Die Rondo Ganahl AG ist mit rund sieben Prozent Anteil am gesamten Vorarlberger Gasverbrauch der größte Energieverbraucher des Landes. Mit dem geplanten Reststoff-Kraftwerk hat das Unternehmen die Möglichkeit, seinen künftigen Wärmebedarf eigenständig und nachhaltig zu decken. Vor diesem Hintergrund handelt es sich um ein strategisch wichtiges Zukunftsprojekt für den Standort.

Nicht nachvollziehbar ist aus Sicht Tittlers die Aussage, der Bau solcher Anlagen sei nicht Aufgabe von Unternehmen. „Die Energieversorgung eines Betriebes zählt selbstverständlich zu dessen Kernverantwortung. Gerade für einen energieintensiven Industriebetrieb ist eine gesicherte und nachhaltige Energieversorgung eine zentrale Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit und insbesondere auch für den Standorterhalt“, so der Wirtschaftslandesrat.

Für den größten Gasverbraucher Vorarlbergs ist die geplante Anlage am vorgesehenen Standort ein strategisch folgerichtiger und sachlich nachvollziehbarer Schritt für die zukünftige Energieversorgung des Unternehmens. Ziel bleibt es auch weiterhin, eine tragfähige Lösung zu erreichen, die sowohl den Wirtschaftsstandort stärkt als auch langfristige Versorgungssicherheit gewährleistet.

Tittler verweist zugleich auf die gemeinsame Verantwortung für den Wirtschaftsstandort: „Die zentrale Aufgabe aller Beteiligten muss es sein, den Standort langfristig abzusichern und Arbeitsplätze zu sichern. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen und Unterstützung für notwendige Infrastrukturmaßnahmen. Gemeinden kommt dabei eine wichtige Rolle zu, Unternehmen in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen.“

Kritisch sieht Tittler auch, dass ein rund zwei Kilometer entferntes Natura-2000-Gebiet als wesentliches Argument gegen das Projekt ins Treffen geführt wird. „Diese Argumentation greift zu kurz. Eine derart weite Auslegung würde in vielen Bereichen zu faktischer Handlungsunfähigkeit führen“, sagt Tittler. Die fachlichen und rechtlichen Verfahren seien der richtige Ort, um Umwelt- und Schutzinteressen sorgfältig abzuwägen.

Für den größten Gasverbraucher Vorarlbergs ist die geplante Anlage am vorgesehenen Standort ein strategisch folgerichtiger und sachlich nachvollziehbarer Schritt für die zukünftige Energieversorgung des Unternehmens. Ziel bleibt es auch weiterhin, eine tragfähige Lösung zu erreichen, die sowohl den Wirtschaftsstandort stärkt als auch langfristige Versorgungssicherheit gewährleistet.

Redaktion
Mathias Bertsch

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