Medieninformation Dienstag, 17.03.2026, 13:57 Wie Sanieren nachhaltig leistbaren Wohnraum schafft Forschungsprojekt zur Ermittlung von Kostenoptimierung und Wirtschaftlichkeit bei der Sanierung von gemeinnützigen und privaten Wohnanlagen

Bregenz (VLK) – Das Land und die Arbeiterkammer Vorarlberg fördern gemeinsam ein Forschungsprojekt der Wohnbauselbsthilfe und des Energieinstituts, das auf die kostenoptimierte Sanierung von Mehrfamilienhäusern abzielt. „Es geht uns darum, eine Grundlage für die Planung künftiger Sanierungsprojekte in gemeinnützigen wie privaten Wohnanlagen sowie für die Ausgestaltung von Rücklagensystemen und Förderungen zu schaffen“, erklärt Wohnbaulandesrat Marco Tittler.

Inhalt des Projekts ist es, die Sanierungskosten in Praxisprojekten zu ermitteln, detailliert nach einem einheitlichen Schema aufzubereiten und zu veröffentlichen. Zu diesem Zweck werden zwei Sanierungsprojekte der Wohnbauselbsthilfe in Feldkirch und Rankweil – insgesamt sechs Wohngebäude mit zusammen 96 Wohnungen – wissenschaftlich begleitet. Nach dem Vorbild des von der Arbeiterkammer Vorarlberg angestoßenen Forschungsprojekts zu klimagerechtem nachhaltigem Wohnungsneubau (KliNaWo) werden pro Gebäude mehrere Ausführungsvarianten der Gebäudehülle und der Haustechnik geplant und modular ausgeschrieben. Die Kostendaten aller Gebäude werden in einheitlicher Form verarbeitet. Auf Basis der Erfahrungen aus diesen Projekten können dann Handlungsempfehlungen für die Sanierung ähnlicher Gebäudetypen abgeleitet werden.

Für Landesrat Tittler ist das Forschungsprojekt in vielerlei Hinsicht von wesentlichem Nutzen: „Es erleichtert den beteiligten Fachleuten – Architekten, Fachplanern, Energieberatern usw. – die Planung kostenoptimierter Sanierungen und liefert eine wichtige Grundlage für die Entscheidung, wie eine Sanierung wirtschaftlich und sozialverträglich umsetzbar ist. Zugleich ist es hilfreich für die Justierung von Förderungen und damit für die zielgerichtete Verwendung der eingesetzten Wohnbaufördermittel.  sSchließlich können die ermittelten Kostendaten auch dazu genützt werden, die Höhe der nötigen Sanierungsrücklagen festzulegen.“

AK-Präsident Bernhard Heinzle betont die Wichtigkeit des Forschungsprojekts in Bezug auf leistbaren Wohnraum: „Nachhaltiges Bauen und Sanieren ist kein Selbstzweck, sondern ein effektiver Schutz vor hohen Wohnkosten aufgrund explodierender Energiepreise. Kluge Planung hilft uns, die Betriebskosten dauerhaft zu senken, damit Wohnen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land wieder leistbarer wird. Die Studie wird uns die Fakten liefern, um Förderungen künftig genau dort einzusetzen, wo sie die höchste Entlastung bringen.“

Das Forschungsprojekt startet noch im März 2026 und wird Ende 2029 abgeschlossen. Land und Arbeiterkammer Vorarlberg leisten zu den Gesamtkosten von 249.000 Euro eine Fördersumme von 214.400 Euro und teilen sich diese je zur Hälfte. Der Anteil des Landes von 107.200 Euro wird über die Laufzeit des Projekts in jährlichen Teilbeträgen ausbezahlt.

Redaktion
Gerhard Wirth

Ihr Browser ist veraltet!
Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen!
www.outdatedbrowser.com