Medieninformation Dienstag, 29.09.2026, 17:06 Vorarlberg und Liechtenstein: Enger Austausch bei Regierungstreffen Traditionelles Regierungstreffen dieses Mal in Nendeln

Nendeln (VLK) – Weniger Bürokratie, einfachere Verfahren und moderne digitale Verwaltungsangebote: Diese Themen standen im Mittelpunkt des heutigen Treffens der Vorarlberger Landesregierung mit der Regierung des Fürstentums Liechtenstein in Nendeln. Landeshauptmann Markus Wallner und Regierungschefin Brigitte Haas unterstrichen dabei die enge und freundschaftliche Zusammenarbeit der beiden Nachbarländer. „Vorarlberg und Liechtenstein verbindet weit mehr als eine gemeinsame Grenze. Wir stehen vor vielen ähnlichen Herausforderungen und können gerade deshalb viel voneinander lernen. Unser gemeinsames Ziel ist eine Verwaltung, die einfacher, schneller und bürgernäher funktioniert“, betont Wallner.

Ein Schwerpunkt des Austauschs lag auf dem Abbau bürokratischer Hürden. Beide Seiten diskutierten ihre Erfahrungen und Ansätze, um Verfahren zu vereinfachen, Doppelgleisigkeiten zu vermeiden und Verwaltungsabläufe effizienter zu gestalten. „Bürokratieabbau ist kein Selbstzweck. Es geht darum, Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und auch die Verwaltung selbst von unnötigem Aufwand zu entlasten. Regeln müssen verständlich, Verfahren praktikabel und Entscheidungen möglichst rasch sein“, so Wallner.

Eng damit verbunden ist die fortschreitende Digitalisierung der Verwaltung. Vorarlberg hat mit dem neuen Serviceportal mein.vorarlberg.at einen zentralen digitalen Zugang zu Verwaltungsleistungen geschaffen. Das Angebot wird laufend erweitert. Ende 2026 soll auch die Authentifizierung mittels ID Austria möglich sein. Im Gespräch mit Liechtenstein ging es unter anderem um digitale Identitätslösungen, Serviceportale und die Frage, wie digitale Angebote genutzt werden können, um Verwaltungswege tatsächlich einfacher zu machen.
Wallner: „Unser Grundsatz ist klar: Wir wollen Bürokratie nicht einfach vom Papier ins Internet übertragen. Digitalisierung muss Prozesse vereinfachen und den Menschen einen konkreten Mehrwert bringen. Genau deshalb ist der Austausch mit unseren Nachbarn so wertvoll – gute Lösungen müssen nicht zweimal erfunden werden.“

Neben Entbürokratisierung und Digitalisierung befassten sich die beiden Regierungen mit weiteren grenzüberschreitenden Themen. Dazu zählten die Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich, aktuelle Verkehrs- und Mobilitätsprojekte sowie Fragen der Landwirtschaft und des Umgangs mit großen Beutegreifern. Auch die Weiterentwicklung grenzüberschreitender Verkehrsverbindungen und moderner Lösungen an den Grenzübergängen war Gegenstand der Beratungen.

„Viele Herausforderungen machen an der Grenze nicht Halt. Umso wichtiger ist es, dass wir im direkten Gespräch bleiben, Erfahrungen austauschen und dort gemeinsam handeln, wo es sinnvoll ist“, fasst Wallner zusammen. „Die Partnerschaft mit Liechtenstein ist eng, unkompliziert und von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Das wollen wir auch in Zukunft so fortsetzen.“

Redaktion
Mathias Bertsch

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