Medieninformation Donnerstag, 29.01.2026, 14:30 Unterstützung für Schulen in Zeiten multipler Krisen Land setzt auf starke Partnerschaften

Bregenz (VLK) – Multiple Krisen – von gesellschaftlicher Polarisierung über digitale Desinformation bis zu Kriegen und ihren Folgen – sind längst im Klassenzimmer angekommen und zeigen Wirkung. Lehrkräfte stehen dabei verstärkt vor fachlichen sowie sozialen Herausforderungen. Bei einer Pressekonferenz im Jüdischen Museum Hohenems wurden heute die Ergebnisse und die Evaluierung des Projekts #OhneAngstVerschiedenSein für den Zeitraum 2022–2024 präsentiert.

„Schule ist ein Ort, an dem sich unsere gesellschaftlichen Entwicklungen sehr unmittelbar zeigen. Gerade in Zeiten multipler Krisen brauchen Lehrkräfte verlässliche Unterstützung – fachlich fundiert, praxisnah und in Kooperation mit starken Partnern“, betonte Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink. „Externe Partnerschaften erweitern den Handlungsspielraum der Schulen: Sie bringen Expertise, erprobte Methoden und zusätzliche Perspektiven in die Bildungsarbeit – und entlasten damit auch im Schulalltag.“

Landesrat Daniel Allgäuer unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit über Ressortgrenzen hinweg: „Prävention und gesellschaftlicher Zusammenhalt gelingen am besten, wenn Bildung, Integration und Zivilgesellschaft an einem Strang ziehen – mit klaren Rollen und professionellen Angeboten.“

Antisemitismus- und rassismuskritische Bildungsarbeit als konkretes Unterstützungsangebot
Das Projekt #OhneAngstVerschiedenSein arbeitet antisemitismus- und rassismuskritisch und bietet Workshops für Kinder und Jugendliche sowie Fortbildungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in schulischer und außerschulischer Bildungsarbeit an. Zentrale Leitidee ist, Gesprächsfähigkeit zu stärken und Handlungssicherheit zu vermitteln – gerade dort, wo Themen wie Identität, Ungleichheit, Diskriminierung und Nahost-Debatten im Schulkontext verunsichern können. 

Die von Eva Häfele im April und Mai 2024 umgesetzte, externe Evaluierung der Angebote von #OhneAngstVerschiedenSein bestätigt die hohe fachliche Qualität und Wirkung der Bildungsarbeit. Zugleich liefert sie konkrete Handlungsempfehlungen für deren Weiterentwicklung.

Zentrale Rückmeldungen – etwa zur thematischen Ausdifferenzierung, zum Ausbau von Kooperationen sowie zur kontinuierlichen Anpassung der Formate – wurden bereits aufgegriffen und fließen schrittweise in die laufende Arbeit ein. Damit wird sichergestellt, dass die Angebote und Formate von #OhneAngstVerschiedenSein auch in Zukunft bedarfsorientiert weiterentwickelt und nachhaltig am Jüdischen Museum Hohenems verankert werden.

Mit der Präsentation der Evaluierungsergebnisse wird zugleich der Anspruch unterstrichen, Maßnahmen nicht nur gut zu meinen, sondern auch wirksam und nachvollziehbar weiterzuentwickeln – damit externe Partnerschaften für Schulen dort ansetzen, wo sie im Alltag tatsächlich helfen.

Fortsetzung als Projektstelle 2025–2027
Um Schulen und Bildungseinrichtungen weiterhin verlässlich zu unterstützen, hat die Vorarlberger Landesregierung eine Förderung der Projektstelle „#OhneAngstVerschiedenSein“ für 2025 bis 2027 in Höhe von bis zu 67.000 Euro pro Jahr beschlossen. Bis zu 7.000 Euro werden von der Bildungsdirektion zur Verfügung gestellt, die verbleibenden 60.000 Euro werden je zur Hälfte von der Abteilung Soziales und Integration sowie der Abteilung Wissenschaft und Weiterbildung getragen.

Redaktion
Gerhard Wirth

Pressebilder

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