Medieninformation Freitag, 17.04.2026, 11:00 Trotz intensiver Gespräche: Keine Zukunft für Hallenbad-Betrieb im Landeskrankenhaus Rankweil
Bregenz (VLK) – Nach intensiven und konstruktiven Gesprächen zwischen den Gemeinden, der Volkshochschule, dem LKH Rankweil sowie weiteren potenziellen Partnerorganisationen wurde eingehend geprüft, ob ein tragfähiges Modell für den Weiterbetrieb des Hallenbades in Rankweil gefunden werden kann. Trotz großer Bemühungen aller Beteiligten muss festgestellt werden, dass eine externe Übernahme des Betriebs unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht realisierbar ist.
Im Zuge der Gespräche hat sich gezeigt, dass eine zusätzliche organisatorische und finanzielle Trägerschaft außerhalb der bestehenden Struktur für die Gemeinden – trotz grundsätzlicher Bereitschaft zur Mitwirkung – derzeit nicht tragfähig darstellbar ist. Dabei spielen insbesondere die allgemeinen budgetären Rahmenbedingungen sowie die bereits bestehenden Aufgaben und Investitionserfordernisse auf allen Ebenen eine wesentliche Rolle.
Der Sprecher der betroffenen Vereine und Initiativen, VHS-Direktor Stefan Fischnaller, hält fest: „Die Vereine betreuen aktuell rund 1.000 Personen, die das Hallenbad nutzen. Es tut uns sehr leid, dass es nun geschlossen wird und damit ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitsvorsorge entfällt. Unsere Vereine bringen großes Engagement und Fachwissen ein, sehen es aber nicht als ihre Aufgabe an, ein Hallenbad selbst zu betreiben. Ohne langfristig gesicherte öffentliche Finanzierung können weder laufender Betrieb noch Investitionen verantwortungsvoll getragen werden. Unsere Rolle sehen wir daher in der Mitgestaltung und Nutzung – nicht in der Betriebsführung.“
Landesrätin Martina Rüscher bedankt sich ausdrücklich bei allen eingebundenen Partnern für den offenen Austausch und das gemeinsame Engagement: „Es wurden Optionen in alle Richtungen sorgfältig geprüft und gemeinsam versucht, einen tragfähigen Weg zu finden – was leider nicht gelungen ist.“ Rüscher betont zudem, dass es auch aus Sicht des Landes positiv gewesen wäre, eine externe Weiterführung des Hallenbades zu ermöglichen: „Wir sind uns der hohen Bedeutung von Wasserflächen bewusst – insbesondere für Kinderschwimmkurse und die Sicherheit unserer jüngsten Generation. Umso bedauerlicher ist es, dass keine tragfähige Lösung gefunden werden konnte.“
Gleichzeitig verweist die Landesrätin auf die finanziellen Rahmenbedingungen im Gesundheitsbereich: „Eine Finanzierung aus Spitalsmitteln ist nicht möglich. Die Budgets im Gesundheitswesen sind sehr eng und die vorhandenen Mittel müssen gezielt dort eingesetzt werden, wo sie unmittelbar den Patientinnen und Patienten zugutekommen.“
Einigkeit bestand bei allen Gesprächspartnern darüber, dass Wasserflächen für Schwimmkurse, Bewegung und Sicherheit weiterhin von hoher öffentlicher Bedeutung sind. Umso wichtiger ist es, bewährte Infrastrukturen langfristig abzusichern und zu erhalten. Dazu zählen insbesondere auch jene Einrichtungen, die bereits heute einen wichtigen Beitrag für die Region leisten und deren Erhalt besondere Aufmerksamkeit erfordert.
- Redaktion
- Monika Bertsch