Medieninformation Dienstag, 28.04.2026, 16:00 Stärkung der regionalen Elementarpädagogik-Ausbildung – Öffentliche BAfEP rückt näher LRin Schöbi-Fink begrüßt Planungen des Bundes – Ziel ist ein öffentliches BAfEP-Angebot am gemeinsamen Standort mit dem BORG Götzis ab dem Schuljahr 2027/28

Bregenz (VLK) – In Vorarlberg soll künftig erstmals eine öffentliche Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP) eingerichtet werden. Als möglicher Standort wird derzeit das BORG Götzis geprüft. Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink begrüßt die laufenden Aktivitäten des Bundes: „Vorarlberg fordert seit Jahren ein öffentliches Ausbildungsangebot im Bereich Elementarpädagogik. Dass hier nun konkrete Schritte gesetzt werden, ist ein wichtiges Signal für unsere Kinder, Familien, Gemeinden und für den Bildungsstandort Vorarlberg.“

Der Bedarf an gut ausgebildeten Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Der Ausbau der Kinderbildung und Kinderbetreuung, längere Öffnungszeiten und höhere Qualitätsanforderungen machen zusätzliche Ausbildungswege notwendig. Derzeit gibt es in Vorarlberg mit der BAfEP am Institut St. Josef in Feldkirch sowie zwei Kollegs ein wichtiges privates Angebot sowie ein öffentliches Kolleg am BORG Lauterach. Ein klassisches öffentliches BAfEP-Angebot besteht bislang nicht. „Das Institut St. Josef leistet seit vielen Jahren eine wertvolle Arbeit bei der Ausbildung in der Elementarpädagogik. Klar ist aber auch: Angesichts des wachsenden Bedarfs an ausgebildeten Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen braucht Vorarlberg zusätzliche Ausbildungskapazitäten im öffentlichen Schulwesen“, betont Schöbi-Fink.

Bildungsminister Christoph Wiederkehr: „Kindergärten sind die erste Bildungseinrichtung – entsprechend wichtig ist es, dass es zum einen genügend Elementarpädagoginnen und -pädagogen gibt und zum anderen, dass diese die beste Ausbildung erhalten. Ich freue mich daher sehr, dass wir in Vorarlberg die erste öffentliche BAfEP errichten werden mit dem Ziel, im Schuljahr 2027/28 mit der Ausbildung zu beginnen.“

Auch die Bildungsdirektion sieht in den aktuellen Überlegungen eine wichtige Entwicklung. Bildungsdirektor Heiko Richter erklärt: „Eine öffentliche BAfEP in Vorarlberg würde das Ausbildungsangebot sinnvoll ergänzen. Derzeit prüfen wir die organisatorischen, personellen und räumlichen Voraussetzungen sehr sorgfältig. Unser Ziel ist es, ein tragfähiges und qualitativ hochwertiges Ausbildungsangebot zu schaffen, das sowohl den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler als auch den Anforderungen der Praxis gerecht wird.“

Nach aktuellem Planungsstand kommt das BORG Götzis als Standort in Betracht. Dort sind räumliche Möglichkeiten vorhanden bzw. könnten zusätzliche Raumangebote geschaffen werden. „Eine öffentliche BAfEP wäre bildungspolitisch und standortpolitisch ein guter Schritt nach vorne. Sie würde jungen Menschen in Vorarlberg eine zusätzliche, gut erreichbare Ausbildungsmöglichkeit eröffnen und zugleich die Gemeinden bei der Gewinnung qualifizierter Fachkräfte unterstützen“, so Schöbi-Fink. Entscheidend sei nun, dass die offenen Fragen gemeinsam geklärt werden, damit der Start ab dem Schuljahr 2027/28 gelingt.

Das Land werde den weiteren Prozess konstruktiv begleiten und sich gegenüber dem Bund weiterhin für eine rasche Umsetzung einsetzen. „Jetzt gilt es, gemeinsam mit Bund, Bildungsdirektion, Standortgemeinde und den bestehenden Ausbildungspartnern aus einer konkreten Chance ein tragfähiges Angebot zu machen“, so Schöbi-Fink abschließend.

Redaktion
Martina Hämmerle

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