Medieninformation Freitag, 24.04.2026, 14:35 Sicherung der Gesundheitsversorgung als gemeinsame Aufgabe Landesrätin Rüscher bei Sitzung der Bundeszielsteuerungskommission

Bregenz (VLK) – Die Versorgung bei postakuten Infektionssyndromen und zur außerklinischen Langzeitbeatmung sowie das Monitoring in der Gesundheitsförderung und der elektronische Eltern-Kind-Pass standen im Fokus der jüngsten Sitzung der Bundeszielsteuerungskommission. „Diese Themen sind aus Vorarlberger Sicht von besonderer Bedeutung und erfordern ein bundesweit abgestimmtes Vorgehen. Durch entsprechende Beschlüsse konnten weitere wichtige Schritte in diese Richtung gesetzt werden“, so Landesrätin Martina Rüscher.

Postakute Infektionssyndrome sind oftmals schwere und chronische Multisystemerkrankungen, die meist als Folge von Viruserkrankungen (z.B. Influenza oder COVID-19), aber auch nach bakteriellen Infektionen entstehen können. „Wir haben unseren Appell für eine österreichweit einheitliche, qualitätsgesicherte Versorgung bekräftigt. Dabei muss auch der niedergelassene Bereich eingebunden sein. Viele Betroffene warten auf ein verlässliches und strukturiertes Angebot“, betont Rüscher. 

Ein Endbericht sei bis Ende des 2. Quartals 2026 zu erwarten. Vorarlberg setzt gemeinsam mit Tirol bereits konkrete Schritte und arbeitet aktiv am Aufbau einer entsprechenden Versorgungsstruktur. „Ziel ist es, ein Angebot zu schaffen, während auf Bundesebene die finalen Grundlagen erarbeitet werden. Ein gemeinsames Projektteam befindet sich derzeit im Aufbau, um zügig in die Umsetzung zu kommen“, erläutert Rüscher.

Für die Versorgung von PatientInnen mit außerklinischer Langzeitbeatmung haben Bund, Länder und Sozialversicherung bereits in den vergangenen Monaten zentrale Grundlagen erarbeitet. Qualitätssicherung, Transparenz und bundesweite Koordination werden konsequent weiterentwickelt, betont Rüscher: „Für die betroffenen PatientInnen und ihre Angehörigen bedeutet das künftig mehr Klarheit, bessere Abstimmung zwischen den Systempartnern sowie höhere Versorgungssicherheit. Gleichzeitig schaffen wir die notwendige Basis, um Ressourcen gezielt einzusetzen.“

Im Bereich der Gesundheitsförderung soll ein gemeinsames Monitoring aufgebaut werden, um Maßnahmen systematisch zu erfassen, vergleichbar zu machen und ihre Wirkung besser beurteilen zu können. „Transparenz über bestehende Aktivitäten, Doppelgleisigkeiten vermeiden und evidenzbasierte Weiterentwicklungen ermöglichen, um die Gesundheitsförderung in Österreich langfristig zielgerichteter und wirksamer zu gestalten“, beschreibt Landesrätin Rüscher das Ziel.

Im Zuge der Sitzung wurde auch die sichere Einführung des elektronischen Eltern-Kind-Passes (eEKP) intensiv thematisiert. Aus Vorarlberger Sicht brachte Landesrätin Rüscher ein, dass der Fokus klar auf funktionierenden und abgestimmten Schnittstellen liegen muss. Die Umsetzung dürfe nicht isoliert erfolgen, sondern müsse gemeinsam mit allen Beteiligten – insbesondere den Krankenanstalten – erarbeitet und erprobt werden.

Ein Großteil der Geburten erfolgt in den Spitälern. Daher ist es wesentlich, die entsprechenden Schnittstellen zu den Krankenhaus-Informationssystemen frühzeitig und verlässlich einzubinden. Nur so kann eine durchgängige, sichere und qualitativ hochwertige Versorgung von Mutter und Kind gewährleistet werden.

Redaktion
Gerhard Wirth

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