Medieninformation Freitag, 20.03.2026, 11:50 Neue Tourismusstrategie Vision T: Vorarlberg bringt touristische Praxis in den Prozess ein Regionale Stakeholderrunde mit Staatssekretärin Elisabeth Zehetner liefert wichtige Impulse für die Finalisierung bis 15. Juni

Bregenz/Wien (VLK) – Mit den Stakeholderrunden in den Bundesländern geht der Strategieprozess Vision T in die nächste Phase. Ziel ist es, die bisherigen Zwischenergebnisse der neuen nationalen Tourismusstrategie mit den Realitäten vor Ort abzugleichen, regionale Erfahrungen einzubinden und daraus konkrete Impulse für die weitere Ausarbeitung zu gewinnen. Zum Austausch im WIFI Vorarlberg in Dornbirn kamen heute (20. März) rund 50 Vertreterinnen und Vertreter der Tourismuswirtschaft sowie aus Regionen, Verbänden, Verwaltung und Politik zusammen. Die Gespräche sollen sicherstellen, dass die strategischen Leitlinien nicht nur inhaltlich überzeugen, sondern auch in der betrieblichen und regionalen Praxis tragen.

Die Runden stärken gleichzeitig die gemeinsame Verantwortung für die Weiterentwicklung des Tourismusstandorts Österreich. Besonders ist dabei auch das Format selbst: Eine solche Dialogreihe mit regionalen Stakeholdern in den Bundesländern findet erstmals im Rahmen einer nationalen Tourismusstrategie statt.

Staatssekretärin für Tourismus Elisabeth Zehetner betont: „Mit Vision T wollen wir den österreichischen Tourismus nicht am Reißbrett neu denken, sondern gemeinsam mit jenen weiterentwickeln, die ihn tagtäglich gestalten. Gerade deshalb ist es wichtig, die Praxis frühzeitig einzubinden. Nur wenn Strategie und Realität zusammenpassen, entsteht ein Zukunftsbild, das wirtschaftlich tragfähig und in der Umsetzung wirksam ist.“

Inhaltlich geben die Stakeholderrunden einen breiten Überblick über zentrale Zukunftsfragen des heimischen Tourismus. Dabei geht es unter anderem darum, Saisonabhängigkeiten zu reduzieren, Betriebswechsel und Generationenübergaben besser zu begleiten, digitale Wertschöpfung gezielt zu stärken und die Tourismusakzeptanz in den Regionen langfristig abzusichern.

Landesrat Marco Tittler unterstreicht die Bedeutung des Austauschs für Vorarlberg: „Der Besuch der Staatssekretärin bietet eine wichtige Gelegenheit, gemeinsam mit den Bundesländern die Zukunft des Tourismusstandorts weiterzuentwickeln. Gerade für Vorarlberg ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig. Wir begrüßen daher die Stakeholderrunden als wichtigen Schritt zur strategischen Weiterentwicklung der Vision T. Gleichzeitig erwarten wir uns von diesem Prozess deutlich verbesserte Rahmenbedingungen, den Abbau von Bürokratie sowie die Unterstützung der Tourismuswirtschaft in ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Der Tourismusstandort Vorarlberg steht längst schon in unmittelbarer Konkurrenz mit beispielsweise dem Südtirol, weshalb es in Österreich keine überzogenen Vorgaben mehr geben darf, um hier wettbewerbsfähig bleiben zu können. Darüber hinaus sind alle Stakeholder gefordert im eigenen Wirkungsbereich bestmöglich zu unterstützen.“

An diese Punkte knüpft auch WKV-Präsident Karlheinz Kopf an: „Die Vision T ist ein wichtiger nächster Schritt, um den Tourismusstandort zukunftsfit weiterzuentwickeln. Gerade in unruhigen und sich rasch verändernden Zeiten ist es entscheidend, den Betrieben genau zuzuhören, ihre Anliegen ernst zu nehmen und Ergebnisse zu erarbeiten, die auch in der Praxis ankommen. Formate wie dieser Workshop schaffen echten Mehrwert, weil sie Austausch ermöglichen und helfen, die richtigen Hebel für mehr Wertschöpfung in den Regionen zu identifizieren. Nur im Dialog können wir den Tourismusstandort nachhaltig stärken und weiterentwickeln“.

Für Staatssekretärin Zehetner ist klar: „Tourismus ist in Österreich weit mehr als eine Branche. Er ist Wertschöpfung, Arbeitgeber und Impulsgeber für ganze Regionen. Mit den Stakeholderrunden machen wir sichtbar, dass die Weiterentwicklung des Tourismus nur dann gelingt, wenn Bund, Länder, Regionen, Betriebe und Verbände ihre Perspektiven zusammenführen und Verantwortung gemeinsam wahrnehmen.“

Mit Vision T verfolgt das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus das Ziel, ein gemeinsames strategisches Zukunftsbild für den Tourismusstandort Österreich zu entwickeln. Die Rückmeldungen aus den Bundesländern fließen in die Finalisierung des Strategieprozesses ein. Die fertige Vision T wird am 15. Juni 2026 in Wien präsentiert.

Redaktion
Lucas Rührnschopf

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