Medieninformation Freitag, 15.05.2026, 09:15 Messdaten von 2025 zeigen gute Werte für die Luftgüte Jahresbericht zeigt relativ gute Luftqualität und moderate Ozonbelastung
Bregenz (VLK) – Die Luftqualität im Land bewegt sich weiterhin auf einem guten Niveau. Das bestätigt der aktuelle Jahresbericht 2025 des Instituts für Umwelt und Lebensmittelsicherheit des Landes. Das vergangene Jahr war erneut von steigenden Durchschnittstemperaturen geprägt, was sich auch auf die Luftgüte auswirkte: Mildere Winter, kürzere Kälteperioden und eine bessere Durchmischung der Luft führten dazu, dass die Belastungen durch Feinstaub und Stickstoffdioxid gering blieben. „Eine gute Luftqualität ist ein zentraler Faktor für die Lebensqualität in Vorarlberg – für uns Menschen, für Tiere und die Pflanzenwelt. Vorarlberg kann hier erfreulicherweise weiterhin mit sehr guten Werten aufwarten“, betont Landesrat Christian Gantner.
Das Institut für Umwelt und Lebensmittelsicherheit betreibt ein flächendeckendes Messnetz mit neun fixen und mehreren mobilen Stationen, die sowohl Ballungszentren als auch ländliche Regionen abdecken. Die Messstellen sind nach lufthygienischen Kriterien klassifiziert und ermöglichen so eine repräsentative Bewertung der Luftgüte im gesamten Bundesland.
Feinstaub- und Stickstoffdioxidwerte stabil niedrig
Im Jahr 2025 wurden die nationalen Grenzwerte für Feinstaub an allen Messstationen eingehalten. So lag der Jahresmittelwert an keiner Messstation über 14 µg/m³ Luft und auch die 25 erlaubten Überschreitungen des Tagesmittelwerts von 50 µg/m³ gemäß Immissionsschutzgesetz-Luft wurden an allen Messstationen eingehalten. Ausnahmen mit höheren Feinstaubbelastungen gab es nur an einzelnen Tagen aufgrund besonderer Ereignisse wie beispielsweise durch Neujahrsfeuerwerke oder auf Grund von Saharastaubereignissen.
Auch die Stickstoffdioxidkonzentrationen waren im Jahr 2025 ähnlich wie im Vorjahr und lagen an allen Luftgüte-Messstellen deutlich unter dem Grenzwert gemäß Immissionsschutzgesetz-Luft von 35 µg/m³ im Jahresmittel. Stickstoffdioxid stammt zu 70 Prozent aus Verkehrsemissionen. Hier zeichnet sich in den letzten Jahren eine Besserung ab: In den Jahren vor 2020 zeigten die verkehrsnahen Messstationen eine anhaltend hohe Belastung mit jährlichen Grenzwertüberschreitungen, 2025 erreichten die Werte dagegen wie schon in den fünf Vorjahren den Grenzwert nicht mehr.
„Die Luftreinhaltemaßnahmen des Landes Vorarlberg, die wir seit Jahren konsequent verfolgen, zeigen Wirkung. Deshalb gehen wir dort, wo es die Werte zulassen, auch mit Maßnahmen wieder zurück, wenn sie ihren Zweck erfüllt haben – wie zuletzt mit der Aufhebung der Verordnung zum Sanierungsgebiet Luft in Dornbirn. Unser Ziel bleibt, die Luftqualität in allen Regionen Vorarlbergs nachhaltig zu sichern und weiter zu verbessern“, unterstreicht Landesrat Gantner.
Ozonbelastung hielt sich in Grenzen
Die Ozonbelastung bewegte sich 2025 im langjährigen Vergleich auf moderatem Niveau. Der Sommer 2025 entspricht dem langfristigen Erwärmungstrend der vergangenen Jahrzehnte. Ein durchschnittlicher Sommer ist heute mittlerweile rund drei Grad wärmer als noch vor 40 Jahren. Die Zahl der Hitzetage (mindestens 30 Grad) lag zwar unter den hohen Werten im Sommer 2024, aber weiterhin über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Dennoch blieb die Ozonbelastung vergleichsweise gering, insbesondere da es im Juli und Anfang August nass, trüb und kalt war und somit wenig förderlich für die Ozonbildung. Das Sommermaximum wurde mit 161 µg/m³ im Rheintal gemessen. Die Informationsschwelle von 180 µg/m³, ab der spezielle Informationen und Verhaltensempfehlungen zum Schutz besonders empfindlicher Bevölkerungsgruppen verlautbart werden würden, wurde an keiner Station überschritten.
Während im Winter vor allem Feinstaub und Stickstoffdioxid im Fokus stehen, ist Ozon ein typischer „Sommerschadstoff“. Ozon bildet sich bei hoher UV-Strahlung aus Vorläuferschadstoffen wie Stickoxiden oder flüchtigen Kohlenwasserstoffen. In den vergangenen Jahren wurden bei gewerblichen und industriellen Emissionen sowie im Verkehrs- und Energiebereich vielfältige Anstrengungen unternommen, um diese Schadstoffe zu reduzieren. „Die kontinuierliche Überwachung und die gezielten Maßnahmen des Landes leisten somit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Gesundheit und der Umwelt“, hält Landesrat Gantner fest.
Weitere Infos: siehe Luftgüte Jahresbericht 2025 und Ozon Jahresbericht 2025
- Redaktion
- Martina Hämmerle