Medieninformation Mittwoch, 29.04.2026, 14:36 Maßnahmen gegen Ausweichverkehr greifen in Bludenz/Klostertal Verantwortliche ziehen positive Bilanz
Bregenz (VLK) – In der vergangenen Wintersaison 2025/26 wurde wie bereits in den beiden vorangegangenen Wintern ein umfangreiches Maßnahmenbündel zur Unterbindung des Ausweichverkehrs an sechs besonders verkehrsstarken Samstagen zu Weihnachten 2025 und im Februar 2026 umgesetzt. „Die Analyse der Verkehrsdaten bestätigte, dass die umgesetzten Maßnahmen grundsätzlich wirksam waren“, informiert Landesrat Marco Tittler. Durch volle Ausnutzung der Leistungsfährigkeit auf der S16 konnten Fahrzeitverluste erheblich verringert werden – Tittler: „Der Ausweichverkehr insbesondere durch Braz-Innerbraz und Klösterle konnte deutlich reduziert werden, und auch die Stadt Bludenz profitiert von weniger Stau-Ausweichverkehr.“
In einer großen Runde mit VertreterInnen der Gemeinden, des Landes, der Asfinag und der beteiligten Behörden bzw. Exekutive wurde die Verkehrssituation im Raum Bludenz/Klostertal des vergangenen Winters besprochen und die Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen bestätigt.
• Ein Vergleich von verkehrsstarken Winter-Samstagen mit und ohne Maßnahmen zeigt, dass durch die Auf- und Abfahrtssperren auf der S16 die Leistungsfähigkeit auf der S16 in vollem Umfang ausgenutzt werden kann, und sich durch die gesetzten Maßnahmen die Fahrzeitverluste auf der A14 und S16 für den Anreiseverkehr erheblich verringern.
• Dadurch kann an starken Anreise-Samstagen der Ausweichverkehr insbesondere durch Braz – Innerbraz und durch Klösterle erheblich reduziert werden (auf ca. 2.000 – 3.000 Kfz/Tag taleinwärts), durch Dalaas steigt das Verkehrsaufkommen auf dieses Niveau. Durch den verbesserten Verkehrsfluss und verringerten Rückstau profitiert auch der Raum Bludenz wesentlich, in welchem im vergangenen Winter nur an zwei Samstagen relevanter Stau-Ausweichverkehr festgestellt werden konnte.
Abb.: Die Fläche zwischen roter und grüner Kurve stellt die Differenz im Durchfluss auf der S16 auf Höhe Außerbraz bzw. Dalaaser Tunnel ohne Maßnahmen dar (Auffahrende bei ASt Braz Ost). Mit Maßnahmen wird auch auf Höhe Außerbraz die Kapazität von ca. 1.200 KfZ/ Stunde und Richtung durchgehend erreicht, wodurch der Ausweichverkehr durch Braz-Innerbraz entsprechend reduziert wird.
• Es wurde aber auch festgestellt, dass an wenigen Tagen mit außerordentlich starkem Anreiseverkehr – im vergangenen Winter an zwei Samstagen, dem 27.12.2025 und dem Faschingssamstag 14.02.206 – die gesetzten Maßnahmen nicht ausreichen. Die Leistungsfähigkeit der S16 ist für einige Stunden an ihre Grenzen gelangt. Folglich war an diesen Tagen der Ausweichverkehr größer (bis zu ca. 5.000 Kfz/Tag taleinwärts), auch bedingt durch die regionalen Ausnahmen vom Fahrverbot auf der L97 („ausgenommen Zielverkehr Bezirk Bludenz“).
• Eine Sondersituation stellte der Samstag, 21.02.2026 dar: Durch große Schneefall-Mengen, eine notwendige Kettenpflicht und Lawinensperren in Richtung Arlberg am späteren Nachmittag verzögerte sich die Anreise für viele TouristInnen erheblich – dies unabhängig von den gesetzten Maßnahmen. Die Auffahrtssperre auf die S16 in Langen wurde an diesem Tag nicht aktiviert, um eine Durchreise nach Tirol zu ermöglichen.
Maßnahmen kommen auch im nächsten Winter zur Anwendung
Im Rahmen der Besprechung wurden die Erkenntnisse zum letzten Winter im Detail besprochen – aus Sicht der Region, der Exekutive und Behörden, der Straßenbetreiber, des Roten Kreuzes und des Transportgewerbes, und mit Einschätzung der Verkehrsexperten.
Die Anwesenden waren sich einig, dass die Maßnahmen eine positive Wirkung zeigen und in den nächsten Winter-Saisonen weitergeführt werden sollen. „Für den Großteil der starken Anreise-Samstage konnte das Verkehrsgeschehen in den Griff bekommen werden. An einzelnen Tagen ist das Verkehrsaufkommen über einige Stunden aber derart hoch, dass diese Verkehrsspitzen nicht in vollem Umfang abgefangen werden können, Verlustzeiten und Ausweichverkehr auf der L97 sind an diesen - aber wenigeren - Tagen die Folge“, sagt Landesrat Tittler.
Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in künftige Umsetzungen ein. Nach der geplanten Umsetzung eines Kreisverkehrs bei der Kreuzung L190 / L97 in Bludenz (als Teil des Projektes „Klosterbogen“) kann ab Herbst 2028 auch an diesem Punkt das Durchfahrtsverbot auf der L97 kontrolliert werden, wodurch sich die Wirksamkeit der Maßnahmen für die Gemeinden des Klostertals weiter erhöhen soll.
- Redaktion
- Thomas Mair
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