Medieninformation Freitag, 20.02.2026, 15:00 Landschaftsreinigung 2026: Saubere Umwelt braucht Dich! Zahlreiche Freiwillige sammeln in den Vorarlberger Gemeinden wieder gelitterte Abfälle ein.

Dornbirn/Feldkirch – Nicht nur die Frühlingszeit naht, sondern auch die Landschaftsreinigungsaktion: In den Vorarlberger Gemeinden wird auch dieses Jahr wieder ein starkes Zeichen gegen Littering gesetzt. Vom 21. März bis 25. April werden zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer in den Vorarlberger Gemeinden unterwegs sein, um achtlos weggeworfenen Abfall von Straßenrändern, Grünflächen und Gewässern zu entfernen. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz leisten die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger einen entscheidenden Beitrag zum Schutz unserer Umwelt. Dass in der kostbaren Freizeit und mit so viel Engagement tonnenweise Abfall eingesammelt wird, ist nicht selbstverständlich und verdient größten Dank und Anerkennung.

„Mit Stolz kann man sagen, dass die Landschaftsreinigung mittlerweile eine der größten Freiwilligeninitiativen in Vorarlberg ist“, erklärt Katharina Wöß-Krall, Bürgermeisterin der Marktgemeinde Rankweil und Vizepräsidentin des Vorarlberger Gemeindeverbandes, zum Auftakt der Landschaftsreinigung 2026. „Vergangenes Jahr wurden 45 Tonnen Abfall von rund 16.000 Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern eingesammelt. Das ist erschreckend, aber gleichsam ist es absolut erfreulich, wenn man bedenkt, wer sich hier alles auf den Weg macht: Vom Bodensee bis ins Montafon, von Jung bis Alt, ob Einzelpersonen, Schulklassen, Vereine oder Firmen – hier beteiligen sich Jahr für Jahr Menschen aus eigenem Antrieb und investieren ihre kostbare Zeit, um die Umwelt sauber zu halten und die Lebensqualität in ihrer Umgebung aufrecht zu halten. Das verdient vor allem ein sehr großes Dankeschön und viel Respekt!“

Zwischen 21. März und 25. April sind alle Vorarlbergerinnen und Vorarlberger wieder dazu eingeladen, sich in ihren Gemeinden zu Sammelaktionen zusammenzuschließen. Ziel ist es nicht nur, Abfall von öffentlichen Flächen und Straßen zu entfernen, sondern auch das Bewusstsein für das Problem von Littering – dem achtlosen Wegwerfen von Abfällen – zu schärfen und die Menschen zu ermutigen, aktiv Verantwortung zu übernehmen. Die Erfolge der vergangenen Jahre zeigen, wie wirkungsvoll diese Initiative ist: Voriges Jahr kamen insgesamt 45 Tonnen zustande, im Jahr 2024 wurden rund 54 Tonnen Abfall gesammelt. Diese Zahlen sprechen für sich – und vor allem dafür, dass das Thema in Vorarlberg ernst genommen wird“, sagt Wöß-Krall.

Aktion mit Tradition

Frühe Aufzeichnungen zu verschiedenen Sammelaktionen zeigen, dass bereits Ende der 1970er-Jahre beispielsweise im Raum Feldkirch viel getan wurde, um Stadtwege und öffentliche Flächen zu säubern. Überhaupt wuchs zu dieser Zeit das Bewusstsein für dem Umgang mit Abfall und das Thema Umweltverschmutzung immer mehr an. In diesem Zusammenhang zeigten vor allem Gemeinden mit direktem Anschluss an offene Gewässer und Flüsse große Initiative und konnten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger dafür gewinnen, ihre Gemeinden sauber zu halten. Auch heute noch findet beispielsweise die „Achputzate“ in den Gemeinden entlang der Bregenzer Ache statt. „Wenn man bedenkt, dass allein in den vergangenen drei Jahren jeweils über 10.000 Freiwillige unterwegs gewesen sind, dann kann man zu Recht sagen, dass die Landschaftsreinigungsaktion in den Vorarlberger Gemeinden auf eine gelebte Tradition und auf viel freiwilligem Engagement aufbaut“, hält die Vizepräsidentin fest.

Gemeinsame Verantwortung und starke Partnerschaften

Trotz der unverzichtbaren Bemühungen und der vielen Fortschritte bleibt Littering ein Problem, das unsere Umwelt und auch Gesellschaft weiterhin belastet. „Unachtsam weggeworfener Abfall ist aber weit mehr als nur ein ästhetisches und ökologisches Thema“, erklärt Wöß-Krall. „Deshalb müssen wir weiterhin dranbleiben und noch mehr Menschen zur Teilnahme ermutigen.“

Die Landschaftsreinigung wird durch eine enge Partnerschaft zwischen dem Vorarlberger Gemeindeverband, dem Land Vorarlberg, dem ORF Vorarlberg, der Wirtschaftskammer Vorarlberg, Loacker Recycling und heuer dem Poolbar Festival als ideeller Partner unterstützt. Bei der Organisation der Landschaftsreinigung nehmen jedenfalls die Vorarlberger Gemeinden eine zentrale Rolle ein: „Sie stellen die Infrastruktur für die Sammelaktionen zur Verfügung, koordinieren die einzelnen Termine und Sammlungen und motivieren vor und auch während der Aktion die Bevölkerung, aktiv mitzumachen“, erklärt Wöß-Krall. Kommende Woche können Gemeinden im Rahmen der Materialienausgabe wieder Sammel-Sets samt Geschenken beim Vorarlberger Gemeindeverband in Dornbirn abholen.

Bewusstseinsbildung als Schlüssel für eine saubere Umwelt

Landesrat Christian Gantner unterstreicht die Bedeutung der Landschaftsreinigung für Vorarlberg: „Wenn im Frühjahr landesweit Menschen mit Handschuhen und Säcken unterwegs sind, dann ist das für mich jedes Jahr ein starkes Bild. Es zeigt, wie sehr den Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern ihre Umwelt am Herzen liegt. Diese Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – freiwillig, aus Überzeugung und oft ganz selbstverständlich – erfüllt mich mit großem Respekt.

Gleichzeitig ist die Landschaftsreinigung Ausdruck gelebter Gemeinschaft. Es sind schöne Nachmittage, an denen Freunde, Nachbarn, Vereine, Schulklassen oder ganze Familien gemeinsam unterwegs sind. Man packt miteinander an, kommt ins Gespräch und setzt ein sichtbares Zeichen für den eigenen Lebensraum. Dieses Miteinander macht die Aktion jedes Jahr zu etwas ganz Besonderem – und zeigt, wie stark der Zusammenhalt in unserem Land ist.“

Was nicht vergessen werden dürfe, sei die organisatorische Arbeit im Hintergrund, betont Gantner: „Hinter dieser Aktion stehen viele engagierte Menschen in unseren Gemeinden, Vereinen und Organisationen, die planen, koordinieren und mit großem Einsatz dafür sorgen, dass die Landschaftsreinigung reibungslos abläuft.“ Ohne dieses Engagement im Hintergrund gäbe es diese Erfolgsgeschichte nicht.

Erfreulich sei zudem, dass sich über die Jahre ein spürbarer Bewusstseinswandel entwickelt habe. Immer mehr Menschen heben Abfall ganz selbstverständlich auf und achten auf richtige Trennung. Das zeige, dass sich frühe Bewusstseinsbildung und kontinuierliche Sensibilisierung auszahle. Gleichzeitig gebe es weiterhin Potenzial nach oben – entscheidend sei, diese Haltung nicht nur während des Aktionsmonates, sondern im Alltag zu leben. Deshalb brauche es neben Aufräumaktionen auch ein verstärktes Bewusstsein für einen achtsamen Umgang mit der Umwelt. Das Land Vorarlberg setzt hier mit Initiativen wie „RIKKI“ und „Level-V“ gezielt auf Aufklärung zur Abfallvermeidung und richtigen Abfallverwertung – bereits im jungen Alter.

„Jeder Abfall, der achtlos hinterlassen wird, kostet nicht nur viel Zeit in der Entsorgung, sondern auch viel Geld – Geld, das wir deutlich sinnvoller in den Schutz unserer Natur und Umwelt investieren könnten“, betont Landesrat Gantner.

Medien als Multiplikator

Der ORF Vorarlberg begleitet die Landschaftsreinigung 2026 erneut als starker Medienpartner. „Es ist wichtig, die unverzichtbare Arbeit der vielen Freiwilligen sichtbar zu machen und die Überzeugung zum Einsatz für den Umweltschutz in der breiten Bevölkerung zu fördern“, erklärt ORF-Landesdirektor Markus Klement. Durch umfangreiche Berichterstattung in Radio, Fernsehen, online sowie in Social Media bietet der ORF Vorarlberg eine weitreichende Plattform für die Initiative und motiviert damit die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger, sich selbst zu engagieren – getreu dem Motto: „ORF Vorarlberg für alle“. „Es geht darum zu zeigen, wie wichtig es ist, Verantwortung für unsere Umgebung zu übernehmen“, sagt Klement. Als Dankeschön erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Samen für die Anzucht von Bio-Petersilie – ein symbolisches Geschenk, das für Nachhaltigkeit und Neuanfang steht.

Ein starkes Signal aus der Wirtschaft

„Der Schutz unserer Umwelt und des Klimas zählt zu den entscheidenden Aufgaben für die Zukunft und geht uns alle an“, unterstreicht Eduard Fischer, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Seit vielen Jahren begleitet die Wirtschaftskammer die Landschaftsreinigung und setzt damit ein starkes Zeichen für gemeinsames Engagement und verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln. Zahlreiche Betriebe in Vorarlberg beteiligen sich aktiv, indem sie ihre Mitarbeitenden für die Sammelaktionen freistellen. „Das macht deutlich, dass die Wirtschaft Verantwortung übernimmt und Teil der Lösung ist“, so Fischer.

Auch in ihrer eigenen strategischen Ausrichtung legt die Wirtschaftskammer Vorarlberg einen klaren Fokus auf Nachhaltigkeit, einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen sowie auf Kreislaufwirtschaft. Die Vorarlberger Unternehmen leisten – sowohl durch ihr tägliches wirtschaftliches Handeln als auch durch die Bewusstseinsbildung bei ihren Mitarbeitenden – aus innerer Überzeugung einen wertvollen Beitrag, betont Fischer.

Abfall ist ein Wertstoff

Reinhard Pierer, Prokurist von Loacker Recycling, macht deutlich: „Abfälle, die in der Natur zurückbleiben, sind verlorene Wertstoffe. Viele Materialien lassen sich recyceln und erneut nutzen – vorausgesetzt, sie werden korrekt entsorgt. Littering schadet daher nicht nur unserer Umwelt, sondern bedeutet auch eine Verschwendung wertvoller Ressourcen.“

Für die Abfallwirtschaft stellt die Landschaftsreinigung eine bedeutende Initiative dar, da sie den verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen in den Mittelpunkt rückt. Gleichzeitig stärkt sie das Bewusstsein dafür, dass jeder Einzelne durch achtsames Handeln einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt leisten kann.

Ideelle Partnerschaft 2026: Saubere Festivalkultur mit dem Poolbar Festival

„Das Vermitteln von Werten wie Menschlichkeit, Solidarität und Nachhaltigkeit ist Teil der DNA des Poolbar Festivals. Nicht immer perfekt – wie im echten Leben. Aber gerade, wenn allerorts die Mittel gekürzt werden, ist es ein Gebot der Stunde, Haltung zu wahren, aufeinander Acht zu geben“, sagt Poolbar Festival-Geschäftsführer Herwig Bauer. Ein Festival ist wie jede andere Veranstaltung mit vielen Gästen und Besucher:innen eine große Herausforderung – das Thema Littering und Abfall wird auf dem Poolbar Festival jedenfalls nicht im Sinne von „Aus den Augen aus dem Sinn“ verstanden, so Bauer:

Auf dem Gelände des Poolbar Festivals – und generell bei Poolbarveranstaltungen – wird deshalb möglichst auf nachhaltige Lösungen gesetzt, u. a. Mehrwegbecher für Getränke und ökologisch verantwortungsvolle Festival-Bauten. Im Zuge des Poolbar Generators 2025 entstanden in Zusammenarbeit mit dem Vorarlberger Gemeindeverband sogenannte „Pfandsammler“. Sie stehen allen offen, die ihre Ein- und Mehrweggetränkeverpackung dort einwerfen möchten. Ein soziales Projekt von Poolbar Festival und Abfallwirtschaft, bei dem – getreu dem Motto „Pfand bewusst zu spenden“ – am Ende alle Beteiligten profitieren können.

Mit dem „Bechomaten“ wurde darüber hinaus auf dem Festival eine weitere Initiative etabliert, die den auch in der Landschaftsreinigung gefestigten Gedanken von Gemeinschaft und auch Solidarität aufgreift. Er ermöglicht eine freiwillige Pfandspende des Festival-Mehrwegbechers. Auch in den Gemeinden soll dieser Bechomat in Zukunft zum Einsatz kommen – das Konzept versteht sich als Zeichen der Wertschätzung, etwa gegenüber den zahlreichen Vereinen, die sich in den Gemeinden ehrenamtlich um Aufgaben wie Ausschank und Verpflegung kümmern. Der Bechomat ermöglicht Vereinen somit, Spenden zu sammeln, die sinnvoll eingesetzt werden können. Denn: Die Vereinskultur in Vorarlberg ist eine tragende Säule des freiwilligen Engagements – und damit ein wesentlicher Bestandteil von Initiativen wie der Landschaftsreinigung.

Zusammen Anpacken

Der gemeinsame Appell der Partner:innen: „Mitmachen? Selbstverständlich! Die Landschaftsreinigung ist mehr als nur eine Abfallsammlung – sie ist ein Symbol für Solidarität, Verantwortung und den gemeinsamen Schutz unserer Umwelt. Es liegt in unserer Hand, die Welt für kommende Generationen lebenswert zu erhalten. Jeder Beitrag zählt – sei es auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit. Damit sind alle eingeladen, sich im Rahmen der Landschaftsreinigungsaktion – und auch sonst – zu engagieren und gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Littering zu setzen. Nur durch gemeinsames Handeln bleibt Vorarlberg auch für kommende Generationen lebenswert!“

Weiterführende Infos und Links:

Rückfragehinweis für die Redaktionen: Vorarlberger Gemeindeverband, Simon Groß,

Telefon: +43 5572 55450-148 Mail: simon.gross@gemeindeverband.at

Redaktion
Martina Hämmerle

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