Medieninformation Dienstag, 10.02.2026, 17:00 Landesbedienstete leisteten in zwei Jahren 480.000 Stunden für Pandemiebekämpfung LH Wallner: „Dank an Mitarbeitende und Personalabteilung für Bewältigung größter Gesundheitskrise“

Bregenz (VLK) – Im Zuge zweier Anfragebeantwortungen an den Landtag beschreibt Landeshauptmann Markus Wallner die Personalpolitik des Landes in der größten Gesundheitskrise unserer Zeit als „flexibel, sorgfältig und vorbildhaft“ und stellt sich klar hinter die Personalplanung des Landes.

Die vom Land Vorarlberg während der Coronakrise verfolgte Personalstrategie erwies sich im Rückblick als flexible und gleichzeitig stabile Grundlage der Pandemiebekämpfung im Land. Zentraler Erfolgsfaktor war die konsequente Bündelung der pandemiebezogenen Aufgaben. Dadurch konnten Personalressourcen rasch zwischen Entschädigungs-, Infektions- und Impfteam verschoben werden. Insgesamt wurden von 277 zusätzlich aufgenommenen Mitarbeitenden 210 interne Versetzungen vorgenommen, viele davon mehrfach, um stark schwankende Arbeitsbelastungen auszugleichen. Das Entschädigungsteam bearbeitete insgesamt 93.400 Verfahren. Eine Reduktion des Personals erfolgte laufend parallel zu sinkenden Fallzahlen, wobei die Personalabteilung bewusst in einigen Fällen Befristungen verlängerte, um den Verlust von Know-how zu vermeiden und das eingearbeitete Personal nicht vorzeitig an den privaten Markt zu verlieren. Ein Verlust dieser Fachkräfte hätte zu massiven Zeitverzögerungen und höheren Einschulungskosten geführt. Die äußerst geringe Rechtsmittelquote (bei unter 1 Prozent) bestätigt diese Vorgangsweise. Die Arbeit wurde sorgfältig und effizient erledigt und sparte durch den geringen Folgeaufwand Kosten - insbesondere beim Landesverwaltungsgericht - ein.

Die zwischen Juni 2024 bis Juli 2025 verbliebenen Mitarbeitenden - sukzessive abnehmende Anzahl ab dem Abschluss der Fallbearbeitung und zwischen Jänner bis Juli 2025 nur mehr 10,9 Vollzeitäquivalente (13 Personen) - wurden sinnvoll zum Aufarbeiten von Rückständen im Amt eingesetzt. Der gesamte Landesdienst leistete innerhalb von zwei Jahren rund 480.000 Stunden für die Pandemiebekämpfung. Dementsprechend wurden Arbeiten in Abteilungen teilweise zurückgestellt und mussten auch nach der direkten Fallbearbeitung im Juni 2024 weiter aufgearbeitet werden. Anders als medial kolportiert, war der bei der Personalabteilung gemeldete Bedarf der Abteilungen und Dienststellen mehr als doppelt so hoch, wie tatsächlich bedient werden konnte.

Parallel dazu wurde im Rahmen der Pandemiebekämpfung früh auf Digitalisierung, stark arbeitsteilige Abläufe und faktenbasierte Steuerung mittels Dashboards gesetzt. Vorarlberg galt auch in dieser Hinsicht als Vorreiter. Diese Instrumente erhöhten die Effizienz der Teams deutlich und ermöglichten schnelle Anpassungen.

Abschließend kann festgehalten werden, dass der Personalstand stets auf Basis des damaligen Wissensstands gewählt wurde, um die Pandemie effizient und bestmöglich zu bewältigen. Dabei wurden neben den Werten Sorgfalt, Wertschätzung und Weitblick stets auch die Grundsätze der Sparsamkeit, Verhältnismäßigkeit und Zweckmäßigkeit eingehalten. „Den Landesbediensteten, die in den vergangenen Krisenjahren Außergewöhnliches geleistet haben, gilt mein ausdrücklicher Dank, ebenso wie der Personalabteilung des Landes für die hoch professionelle und umsichtige Personalplanung vor, während und nach der Coronakrise“, sagt der Landeshauptmann abschließend.

Redaktion
Thomas Mair

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