Medieninformation Dienstag, 21.04.2026, 17:00 LH Wallner: „St. Gallen und Vorarlberg gemeinsam für ein modernes, mobiles und sicheres Rheintal“ Arbeitsgespräch der Landesregierung mit der St. Galler Regierung in Hohenems

Hohenems (VLK) – Wie Landeshauptmann Markus Wallner mitteilte, haben die Vorarlberger Landesregierung und die Regierung des Kantons St. Gallen heute (21. April) im Literaturhaus zentrale Vorhaben für das gemeinsame Rheintal beraten. Ziel des Treffens war es, die Zusammenarbeit im Kernraum Rheintal zu vertiefen und wichtige Infrastrukturprojekte für die Menschen beiderseits des Rheins zügig umzusetzen. Im Mittelpunkt standen deshalb u.a. bessere grenzüberschreitende Verkehrsverbindungen, der nächste Verfahrensschritt beim Hochwasserschutz RHESI und eine engere Forschungspartnerschaft mit der Universität St. Gallen.

Beide Regierungen unterstrichen, dass der regelmäßige Austausch die Grundlage für die positive Entwicklung des gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraums bildet. Ein zentraler Schwerpunkt des Arbeitsgesprächs war der massive Ausbau des grenzüberschreitenden Verkehrsangebots. Mit dem Fahrplanjahr 2027 (ab Dezember 2026) wird eine neue Ära im Schienenverkehr eingeleitet. Herzstück ist die neue, stündliche Direktverbindung der S3 zwischen Bregenz, St. Gallen und Weinfelden. „Damit entlasten wir PendlerInnen spürbar und die Regionen rücken durch attraktive Direktverbindungen noch enger zusammen“, so Landeshauptmann Wallner. Einigkeit herrschte auch bei den Straßenbauprojekten. Für die Rheinbrücke Lustenau-Au wird ein zweispuriger Ersatzneubau forciert. Um die Verkehrsströme während der vierjährigen Bauzeit bewältigen zu können, sollen zuvor eine Hilfsbrücke am Bruggerhorn und die Radbrücke Oberfahr in Betrieb genommen werden. Parallel dazu schreiten die Planungen für die Bodenseeschnellstraße S18 voran. Die Einreichung zum UVP-Verfahren ist für 2028 angestrebt. Wallner: „Die S18 ist für die Verkehrsentlastung im unteren Rheintal unverzichtbar. Wir arbeiten intensiv an der Umsetzung der Variante CP, um Wohngebiete langfristig vom Schwerverkehr zu befreien.“

Updates für starke Kooperationen: RHESI und HSG
Beim Jahrhundertprojekt RHESI geht es in die entscheidende Phase. Im Mai 2026 sollen die Unterlagen für die Genehmigungs- und Bewilligungsverfahren bei den Behörden eingereicht werden. „RHESI ist das wichtigste Sicherheitsprojekt für das Rheintal. Wir halten trotz lokaler Herausforderungen an unserem straffen Zeitplan fest, um den Schutz von über 300.000 Menschen im Einzugsgebiet sicherzustellen“, so Wallner.

Die Zusammenarbeit mit der Hochschule St. Gallen wird ebenfalls weiterentwickelt. Um die Sichtbarkeit des ICV-HSG-Instituts zu erhöhen und die Vernetzung mit der Vorarlberger Wirtschaft zu stärken, bezieht das Institut ab Juli 2026 neue, großzügigere Räumlichkeiten am Campus V in Dornbirn. Ein neu eingerichteter Beirat mit VertreterInnen namhafter Vorarlberger Unternehmen begleitet die Forschungsprojekte fachlich. Landeshauptmann Wallner hob die Bedeutung der Kooperation hervor: „Die Ansiedlung der HSG-Forschung in Vorarlberg ist ein wichtiger Impuls für unsere Innovationskraft. Dass wir hier künftig sechs Doktorandinnen und Doktoranden beschäftigen, sichert den direkten Know-how-Transfer in unsere Betriebe.“

Redaktion
Mathias Bertsch

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