Medieninformation Donnerstag, 01.10.2026, 11:08 Gefahr durch Drohnen fordert militärische und zivile Landesverteidigung LR Klien: Fokus auf Zusammenarbeit von Staat, Wirtschaft, Einsatzorganisationen und Bundesheer
Dornbirn (VLK) – Bei einer sicherheitspolitischen Fachveranstaltung unter dem Titel "Drohnen als Schlüsselfaktor moderner Luftkriegsführung" gestern, Mittwoch, in Dornbirn betonte Landesrat Markus Klien die Aktualität und Dringlichkeit des Themas: „Drohnen sind heute ein fixer Bestandteil moderner Kriegsführung. Wir sehen das in der Ukraine, im Nahen Osten und bei hybriden Angriffen rund um kritische Infrastruktur.“ Klien unterstrich die Notwendigkeit, Bedrohungen frühzeitig zu erkennen, Wissen aufzubauen und die Umfassende Landesverteidigung – militärisch wie zivil – konsequent zu stärken. Als Referent der Veranstaltung sprach Air Chief Generalmajor Gerfried Promberger, der Kommandant der Luftstreitkräfte des Österreichischen Bundesheeres, über Einsatzmöglichkeiten und Bedrohungsszenarien durch Drohnen.
Landesrat Klien dankte den veranstaltenden Organisationen, der Gesellschaft für Landesverteidigung und Sicherheitspolitik und der Offiziersgesellschaft Vorarlberg: „Solche Veranstaltungen schaffen Wissen, zeigen uns, wie sich Bedrohungen verändern und helfen uns, zu verstehen, worauf wir uns als Staat und als Gesellschaft vorbereiten müssen.“
Zur Vorbereitung brauche es aber nicht nur das nötige Wissen, sondern vor allem auch Menschen, die im Ernstfall Verantwortung übernehmen sowie die richtige Ausrüstung. Gerade in der Luftverteidigung zeige sich, wie schnell sich die Anforderungen verändern und wie neue Technologien zu neuen Bedrohungen führen. Darauf gilt es sich frühzeitig einzustellen, auch wenn das Geld kostet. Wer glaubwürdig über Landesverteidigung sprechen will, muss auch bereit sein, die notwendigen Mittel bereitzustellen.
Mit Nachdruck hob der Sicherheitslandesrat auch die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit als Teil der Widerstandsfähigkeit hervor: Eine sichere Energieversorgung, die Verfügbarkeit kritischer Güter und die Aufrechterhaltung wirtschaftlicher Prozesse in Krisen seien von zentraler Bedeutung. Dies setze eine enge Kooperation von Staat, Wirtschaft, Einsatzorganisationen und Bundesheer voraus, denn gerade in schwierigen Zeiten muss das Gemeinsame vor Einzelinteressen stehen. Der Austausch von Wissen und Erfahrung zwischen zivilen und militärischen Fachleuten trage dazu bei, künftige Sicherheitsfragen besser zu verstehen und konkrete Vorbereitungen zu treffen.
- Redaktion
- Gerhard Wirth
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