Medieninformation Mittwoch, 11.03.2026, 15:17 Allparteienbeschluss im Vorarlberger Landtag: Energiepolitik des Landes konsequent fortsetzen Vorarlberger Landtag beschließt Strategieschwerpunkte der Energieautonomie 2026-2030
Bregenz (VLK) – Der Vorarlberger Landtag hat heute einstimmig die Aktualisierung der Strategie zur Umsetzung der Energieautonomie für den Zeitraum 2026 bis 2030 beschlossen. Die Unabhängigkeit von Öl und Gas durch Energiesparen, Energieeffizienz und den Ausbau heimischer erneuerbarer Energieträger bilden die Hauptstoßrichtung, um Energie auch in herausfordernden Zeiten sicher, nachhaltig und zu leistbaren Preisen zur Verfügung zu stellen. Die aktuellen Preisanstiege auf den Energiemärkten für Öl und Gas unterstreichen die Bedeutung des Vorarlberger Weges zur Energieautonomie, sind sich die Energiesprecherinnen und Energiesprecher mit der Landesregierung einig.
„Die Energieautonomie Vorarlberg ist ein langfristiger Prozess, der bereits 2009 durch einen einstimmigen Landtagsbeschluss initiiert wurde, um bis 2050 den gesamten Energiebedarf des Landes aus heimischen erneuerbaren Quellen zu decken. Der Prozess basiert auf drei Säulen: Energieeffizienz, Energiesparen und dem Ausbau erneuerbaren Energieträger“, betont Energielandesrat Daniel Allgäuer.
Mit der Aktualisierung der Strategie Energieautonomie sollen die Bemühungen zur Erreichung der Energieautonomie konsequent fortgesetzt werden. Schwerpunkte sind eine zu 100 Prozent erneuerbare Stromversorgung 2030, erneuerbare Raumwärme und Prozessenergie, die nachhaltige Mobilität und die Vorbildwirkung der öffentlichen Hand.
Die Aktualisierung der Strategie Energieautonomie für den Zeitraum 2026 bis 2030 wurde im Lenkungsausschuss „Energieautonomie“ von den energiepolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Landtagsparteien und der Landesregierung gemeinsam abgestimmt und anschließend im umweltpolitischen Ausschuss am 25. Februar 2026 einstimmig zum Beschluss vorgeschlagen. Dieser Empfehlung ist der Vorarlberger Landtag heute gefolgt und hat damit das vereinte, starke und unmissverständliche Signal gesetzt, dass der bereits 2009 getätigte Schulterschluss in Sachen Unabhängigkeit Vorarlbergs von fossilen Energieträgern heute mehr denn je besteht.
Energieautonomie bedeutet für Vorarlberg weit mehr als Unabhängigkeit von Öl und Gas – sie ist ein Schlüssel für Versorgungssicherheit, stabile Preise und die Zukunftsfähigkeit unserer Betriebe und Haushalte. Wir setzen auf regionale Energieproduktion, auf Energiesparen und Effizienz und darauf, dass Vorarlberg auch in Krisenzeiten resilient bleibt. Nur wer seine Energie selbst in der Hand hat, kann Sicherheit, Stabilität und wirtschaftliche Stärke für unsere Bevölkerung garantieren.
Zitate der Energiesprecherinnen und Energiesprecher:
„Energieautonomie Vorarlberg ist die regionale Antwort auf globale Krisen. In Vorarlberg verbinden wir Versorgungssicherheit, Leistbarkeit und Nachhaltigkeit – so sichern wir eine zukunftsfähige, heimische und erneuerbare Energieversorgung für alle.“
Karin Feurstein-Pichler, VP
„Die Energieautonomie ist nicht nur ein energiepolitisches Projekt – sie ist ein Standortprojekt für Vorarlberg. Sie stärkt unsere Unabhängigkeit, unsere Wirtschaftskraft und unsere Versorgungssicherheit.“
Joachim Weixlbaumer, FPÖ
„Der Krieg im Iran macht einmal mehr deutlich: Energieversorgung ist eine zentrale Sicherheitsfrage. Umso wichtiger ist es, dass Vorarlberg seine Energie selbst produziert und unabhängig wird. Mit Energieautonomie+ 2030 haben wir den Weg vorgezeichnet. Jetzt ist die Landesregierung am Zug. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Ziele trotz Budgetdruck eingehalten werden – damit alle Menschen in Vorarlberg saubere, heimische Energie bekommen.“
Daniel Zadra, die Grünen
„Energieautonomie bedeutet für uns vor allem Versorgungssicherheit und leistbare Energie für alle Menschen in Vorarlberg. Der gemeinsame Beschluss zeigt, dass wir beim Ausbau erneuerbarer Energien, bei Effizienz und beim Energiesparen parteiübergreifend Verantwortung für die Zukunft übernehmen.“
Reinhold Einwallner, SPÖ
„Die Strategie der Energieautonomie zeigt einen wichtigen Weg zu mehr Unabhängigkeit – nicht nur für Vorarlberg, sondern für ganz Europa. Gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten braucht es eine starke europäische Energieunion, die auf erneuerbaren Energien, besserer Vernetzung und gemeinsamer Versorgungssicherheit basiert. Wenn Regionen wie Vorarlberg ihre erneuerbaren Potenziale konsequent nutzen, leisten sie damit auch einen wichtigen Beitrag zur europäischen Energiesicherheit und zur strategischen Unabhängigkeit Europas.“
Claudia Gamon, NEOS
Faktenbox: Durch den Ausbau von Wasserkraft, Biomasse und Photovoltaik sowie Effizienzmaßnahmen konnte die Abhängigkeit vor allem von Öl und Gas seit dem ersten Beschluss der Energieautonomie 2009 bereits deutlich gesenkt werden. Die Anteile erneuerbarer Energieträger betragen in Vorarlberg in der Stromversorgung zuletzt rund 90 Prozent und bei der Energieversorgung der Hauhalte rund 65 Prozent. Im Verkehr liegt der Anteil erneuerbarer Energieträger mit 7,5 Prozent noch vergleichsweise niedrig.
- Redaktion
- Thomas Mair
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