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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

VLK-Nr. 545; Donnerstag, 27.6.2013 14:32 Uhr

Landwirtschaft/Fischerei/Bodensee/Schwärzler

Berufsfischer starten zukunftsweisende Heimmarkt-Initiative

LR Schwärzler: Dank den Mitgliedern der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz

Wasserburg (VLK) – Die insgesamt 138 Berufsfischer am Bodensee-Obersee haben 2012 ein Fangergebnis von rund 554 Tonnen erzielt. Die Barschfänge fielen deutlich besser aus als 2011, konnten jedoch die Defizite in der Felchenfischerei nicht ausgleichen. Die rund 13.000 Angelfischer erzielten ein Fangergebnis von insgesamt 57 Tonnen.

Diese Zahlen wurden kürzlich bei der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei präsentiert, die dieses Jahr unter bayerischem Vorsitz in Wasserburg stattfand. Österreich ist in der Konferenz durch Fachleute des Lebensministeriums und des Amtes der Vorarlberger Landesregierung vertreten (Albert Jagsch, Günter Osl, Nikolaus Schotzko, Ute Schlager).

Ab-Hof-Vermarktung

Landesrat Erich Schwärzler bedankt sich für die Arbeit der Mitglieder der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz. Er begrüßt das vorausschauende Handeln der Vorarlberger Berufsfischer, die bereits vor einigen Jahren damit begonnen haben, die gefangenen Fische selbst zu verarbeiten, zu veredeln und direkt ab Hof zu vermarkten. Eine aktuell laufende Initiative dient der Markteinführung bisher wenig genutzter Fischarten: Mit Unterstützung der Fachstelle des Landes werden im Zuge von Verkostungen, Vortragsveranstaltungen und Kochkursen Rotauge, Karpfen, Brachse, Hecht und Co der Gastronomie und den Konsumenten präsentiert. Landesrat Schwärzler unterstreicht die Bedeutung dieser Bemühungen zur Erhöhung der Wertschöpfung angesichts der rückläufigen Fangerträge im Hinblick auf die Erhaltung dieses so traditionsreichen Berufsstandes: "Bodenseefisch ist ein gesundes Lebensmittel hoher Qualität, das eine besondere Rolle für die Gastronomie und den Tourismus in der Region spielt."

Der Gesamtertrag der Berufsfischerei lag mit rund 554 Tonnen unter dem Ergebnis des Vorjahres (-31 Prozent). Der Anteil der Felchen am Gesamtfang lag bei 61 Prozent. Mit 336 Tonnen wurden gut halb so viele Felchen gefangen wie im Vorjahr. Der Barschertrag nahm von 79 auf 109 Tonnen zu. Deutliche Ertragszunahmen gab es auch bei Aal, Hecht, Zander und bei den Weißfischen. Der Fang an Seesaiblingen erreichte einen guten Wert (14,3 Tonnen). Die Seeforellenfänge waren rückläufig.

Die Konferenz erörterte den Einfluss der niedrigen Nährstoffgehalte auf das fischereiliche Ertragsvermögen des Sees im Allgemeinen und auf die Felchenfischerei im Speziellen. Es ist davon auszugehen, dass sich die Berufsfischerei auf niedrigere Erträge wird einstellen müssen. Die Bevollmächtigten brachten Ihre Sorge zum Ausdruck, dass sich dadurch die angespannte wirtschaftliche Lage der Berufsfischer verschärfen wird.

Die IBKF befasste sich auch mit dem aktuellen Gerichtsurteil zu einem tödlichen Badeunfall in einem Fischernetz aus dem Jahr 2012. Eine Schwimmerin hatte sich in einem Bodennetz eines Berufsfischers verfangen und war ertrunken. Die Konferenzteilnehmer bedauern diesen Todesfall außerordentlich und diskutierten Maßnahmen, um solche Unfälle künftig zu vermeiden.

Mit Besorgnis wird die Entwicklung der Kormoranpopulation beobachtet. Im Jahr 2012 hielten sich zeitweise bis über 1.800 Komorane (im Mittel 1.000 Tiere) am Bodensee auf. Die Forderung nach EU-weiten Regulierungsmaßnahmen für die wachsende Kormoranpopulation und zur Vermeidung fischereiwirtschaftlicher Schäden wurde verstärkt. Am österreichischen Bodenseeufer wurden die notwendigen Regulationsmaßnahmen mit Einsatz der Kormoran-Wacht und ökologischer Beleituntersuchung zur Kontrolle der Entwicklung der Kormoran-Brutkolonie in der Fussacher Bucht auch heuer im sachlichen Dialog zwischen Naturschutz und Fischerei um ein weiteres Jahr verlängert.

Weitere aktuelle Informationen über die Bodenseefischerei auf www.IBKF.org.

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Redakteur/in: Gerhard Wirth (LageplanFahrplan)


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