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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Montag, 13.2.2017 16:41 Uhr

Politik/EU/Alpen/Sonderegger

"Gemeinsam anpacken in der EU zum Wohle der Alpenregionen"

LTP Sonderegger bei der ersten EUSALP-Generalversammlung in Bayern

Rottach-Egern (VLK) – Am Montag, 13. Februar 2017, fand in Anwesenheit von Landtagspräsident Harald Sonderegger die erste Generalversammlung der EU-Alpenstrategie (EUSALP) unter bayerischem Vorsitz statt. Bei der Sitzung mit hochrangigen politischen Vertretern der Mitgliedstaaten und -regionen wurde das künftige Arbeitsprogramm mit den inhaltlichen Schwerpunkten für die Umsetzung der EU-Alpenstrategie in den nächsten Jahren festgelegt.

In der 2016 offiziell gestarteten makroregionalen EU-Alpenstrategie haben sich sieben Staaten (die EU-Mitglieder Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Slowenien sowie die Schweiz und Liechtenstein) und 48 Regionen des Alpenraums zusammengeschlossen. Unter europäischem Dach und mit Unterstützung der EU werden grenzüberschreitende Vorhaben in den Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur und Verkehr, Energie sowie Umwelt-, Kultur- und Ressourcenschutz auf den Weg gebracht.

   Zu den politischen EUSALP-Schwerpunkten in diesem Jahr zählen vor allem die Verbesserung der staatlichen Daseinsvorsorge durch ein 3D-Landschaftsmodell, der Aufbau eines grenzüberschreitenden Forschungsnetzwerks sowie eines transnationalen Bildungsraums für duale Berufsausbildung im Alpenraum und die Verbesserung der grenzüberschreitenden Verknüpfung im Personenverkehr. Zudem hat die Generalversammlung der EUSALP ein verstärktes Engagement u.a. im ökologischen Wirtschaften und die Stärkung der natürlichen Ressourcen beschlossen.

   Landtagspräsident Sonderegger betonte: "Die EU-Alpenstrategie benennt konkrete Ziele und arbeitet koordiniert an deren Umsetzung. Dabei werden vorhandene Synergien bestmöglich genützt und sowohl die Akteure als auch die Betroffenen – kurz alle Menschen vor Ort – miteinbezogen. 'Gemeinsam anpacken' lautet die Devise. Die EUSALP setzt darüber hinaus Metropol-, Bergrand- und Berggebiete in eine neue Beziehung zueinander. So wird die EU-Alpenstrategie – stellvertretend für 80 Millionen Menschen – zu einer starken Stimme in Europa. Die Generalversammlung hat klare Signale gesetzt: Auf eine durchdachte Planung folgt die konkrete und konsequente Umsetzung. Dabei werden bestehende EU-Fonds, aber auch andere Finanzierungsinstrumente effektiv zum Wohle der Regionen genützt."

   Die heute vereinbarten Schwerpunkte werden bereits morgen (14. Februar 2017) in einer zweitägigen Arbeitsklausur mit konkreten Projekten hinterlegt. Vorarlberg bringt sich hierbei in die Action Groups 4 (Transport von Personen und Frachten) und 9 (Energieeffizienz und erneuerbare Energien) ein. Zu den langfristigen Maßnahmen der EUSALP zählen beispielsweise das Forschungsprojekt "AlpSense" zur Überwachung von klimabedingten Naturgefahren in alpinen Regionen mit Fernerkundungsdaten, der Aufbau eines alpinen Städtenetzwerks grüner Infrastrukturen oder der Hochwasserschutz durch alpine Schutzwälder.

Ziele und Aktionen der EUSALP

Ziel 1: Gerechter Zugang zu Beschäftigungsmöglichkeiten unter Nutzung der hohen Wettbewerbsfähigkeit des Alpenraums:
- Aktion 1: Entwicklung eines wirksamen Forschungs- und Innovationsökosystems
- Aktion 2: Steigerung des wirtschaftlichen Potentials strategischer Branchen
- Aktion 3: Verbesserung der Adäquatheit des Arbeitsmarkts und der allgemeinen und beruflichen Bildung in strategischen Branchen

Ziel 2: Nachhaltige interne und externe Anbindung:
- Aktion 4: Förderung von Intermodalität und Interoperabilität in Personen- und Güterverkehr
- Aktion 5: Elektronische Verbindungen zwischen Menschen und besserer Zugang zu öffentlichen Diensten

Ziel 3: Integrative ökologische Rahmenbedingungen und erneuerbare, zuverlässige Energielösungen für die Zukunft:
- Aktion 6: Erhaltung und Aufwertung der natürlichen Ressourcen einschließlich Wasser und Kulturressourcen
- Aktion 7: Entwicklung der ökologischen Anbindung im gesamten Programmgebiet der EUSALP
- Aktion 8: Verbesserung des Risikomanagements und bessere Bewältigung des Klimawandels, einschließlich Verhinderung größerer Naturgefahren
- Aktion 9: Umwandlung des Gebiets in eine Vorzeigeregion für Energieeffizienz und erneuerbare Energien

Ziel 4: Aufbau eines makroregionalen Governancemodells für den Alpenraum, das die Zusammenarbeit und Koordinierung von Aktionen verbessert.

Infobox

Redakteur/in: Gerhard Wirth (LageplanFahrplan)


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